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5G, Wi-Fi 6 und M2M Deutschland – immer stärker vernetzt

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Welche Entwicklungen sind im Mobilfunk und bei der M2M-Kommunikation in den nächsten drei Jahren zu erwarten? Was sind M2M-Geräte und wo werden sie eingesetzt? Wie schnell ist 5G eigentlich? Cisco beantwortet diese Fragen mithilfe von Zahlen aus seinem Annual Internet Report vom Februar 2020.

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Cisco zufolge wird es 2023 in Deutschland rund 47 Mio. Geräte, die mit 5G angesteuert werden, sowie 477 Mio. M2M- und IoT-Geräte geben.
Cisco zufolge wird es 2023 in Deutschland rund 47 Mio. Geräte, die mit 5G angesteuert werden, sowie 477 Mio. M2M- und IoT-Geräte geben.
(Bild: © – MH – stock.adobe.com)

Die Corona-Krise bewirkt in vielerlei Hinsicht tiefe Einschnitte – für das Festnetz, so Cisco, habe sie jedoch eine Renaissance eingeleitet, da der Kontakt zu den Mitmenschen von zu Hause aus gehalten werde. Gleichzeitig gehe der Ausbau von 5G mit großen Schritten voran: Bis Ende des Jahres sollen mindestens zwei Drittel der Deutschen an das superschnelle 5G-Netz angebunden sein, so die Planung der großen Mobilfunkanbieter.

„Während 5G weiter ausgebaut wird, fördert die Corona-Pandemie durch Social Distancing, Homeoffice und -schooling und der Umstellung betrieblicher Prozesse eine weitere Art des Informationsaustauschs: den Ausbau der eigenständigen Kommunikation von Maschinen und Geräten untereinander, auch Machine-to-Machine (M2M) genannt“, erklärt Dirk Wettig, Client Director Deutsche Telekom bei Cisco.

1. Wie schnell werden die 5G-Verbindungen sein?

In allen Fällen – ob Mobil- oder Festnetz – werde die Verbindungsgeschwindigkeit weiter ansteigen. 2023 wird es laut dem Annual Internet Report in Deutschland bereits 47,4 Mio. Geräte geben, die mit 5G angesteuert werden. Die durchschnittliche 5G-Geschwindigkeit liege dann bei 736,2 MBit/s. Damit sei sie fast 13-mal höher als die von 4G, welche aber ebenfalls ansteigen werde: zwischen 2018 und 2023 von 30,4 auf 57,2 MBit/s. In puncto Geschwindigkeit werde der Mobilfunk dem stationären Breitband im Verhältnis immer näher rücken und sich die durchschnittliche mobile Verbindungsgeschwindigkeit von 20,5 auf 71,4 MBit/s, die von stationärem Breitband von 47,4 auf 107,8 MBit/s erhöhen.

5G-Verbindungen in Deutschland.
5G-Verbindungen in Deutschland.
(Bild: Cisco)

2. Welche Anforderungen stellt diese intensive Vernetzung an Mobilfunk und WLAN?

Der weitere Anstieg der benötigten Kapazitäten und der Geschwindigkeiten erfordere insbesondere im Mobilbereich neue Lösungen. Die aktuellen Anforderungen erfüllten z.B. die neuen Standards Wi-Fi 6 und 5G. „Wir gehen davon aus, dass ob der Corona-Pandemie wie erwartet 18 Prozent der Geräte 2023 in Deutschland 5G-fähig sind. Die Anzahl der 4G-Verbindungen wird sich von 63 auf 106 Mio. erhöhen. Die Wi-Fi-Hotspots wachsen hierzulande um das Fünffache von 8,4 Mio. 2018 auf 38,3 Mio. 2023. Die Geschwindigkeit der Wi-Fi-Verbindungen verdreifacht sich von 33 auf 97 MBit/s“, erläutert Dirk Wettig die Zahlen des Annual Internet Report.

3. Wi-Fi 6 oder 5G: Wo wird welcher Standard zum Einsatz kommen?

Wo welcher Standard genutzt wird, hänge von der jeweiligen Anwendung ab. Allgemein werde Wi-Fi 6 eher in Innenräumen, aber auch auf öffentlichen Plätzen mit vielen Nutzern und/oder hohem Datendurchsatz zum Einsatz kommen. Sowohl Unternehmen als auch Privatanwender dürften für das (Home)Office weiterhin WLANs nutzen. Im Vergleich zu 5G punkte Wi-Fi 6 mit geringerer Latenzzeit und breiterer Geräteabdeckung. 5G spiele dagegen seine Vorteile vor allem im Außenbereich aus. Dazu gehörten eine größere Reichweite, nahtlose Authentifizierung und Roaming. Die Vorteile beider Welten ließen sich jedoch in hybriden Infrastrukturen und Geräten kombinieren.

Wo Wi-Fi 6 und 5G zum Einsatz kommen.
Wo Wi-Fi 6 und 5G zum Einsatz kommen.
(Bild: Cisco)

4. Was sind M2M-Geräte und wo kommen sie zum Einsatz?

M2M-Geräte tauschen Daten und Informationen automatisch mit anderen Geräten aus, ohne dass ein menschlicher Nutzer dafür nötig ist. Im Consumer-Bereich kommen sie vor allem im Smarthome zum Einsatz. Dazu gehören Sensoren, Kameras und Steuerungssysteme, etwa für die Regelung von Klimaanlage oder Beleuchtung sowie für Meldungen bei Anomalien und Einbruchsversuchen. Dirk Wettig sagt: „2023 wird fast die Hälfte der Geräte unter die Kategorie Smarthome fallen. Weltweit wird der Anteil aller Maschine-zu-Maschine-Geräte von 33 Prozent 2018 auf 50 Prozent 2023 der Verbindungen steigen.“

5. Und wie kommen M2M-Geräte in Unternehmen zum Einsatz?

M2M-Geräte würden insbesondere in der Fertigung genutzt und hier schon heute für eine starke Automatisierung der Produktionsstraßen sorgen. Zu den zahlreichen Industrie-4.0-Anwendungen gehören seriennahe Fertigung von Einzelprodukten, automatische Fehlerkorrektur und Anpassungen an neue Anforderungen sowie Predictive Maintenance. Dabei messen Sensoren den aktuellen Zustand einer Maschine und warnen rechtzeitig vor Verschleiß und Ausfall, sodass sie vorausschauend gewartet werden könne. Auch in vielen anderen Bereichen wie Logistik, Büro- und Gebäudetechnik oder Smart Cities würden viele M2M-Geräte eingesetzt.

M2M- und IoT-Geräte in Deutschland.
M2M- und IoT-Geräte in Deutschland.
(Bild: Cisco)

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