Studie von Cisco Deutschland hinkt bei Multi-Cloud hinterher

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Cisco zeigt, dass deutsche Unternehmen hinsichtlich des Multi-Cloud-Einsatzes im internationalen Vergleich im Rückstand sind. On-Premises bleibt demnach auch in Zukunft ein wichtiges Thema.

Eine aktuelle Cisco-Studie zeigt, dass trotz des weiter anhaltenden Cloud-Trends auch On-Premises nicht völlig untergeht.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Eine aktuelle Cisco-Studie zeigt, dass trotz des weiter anhaltenden Cloud-Trends auch On-Premises nicht völlig untergeht.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Für die Studie „Global Networking Trends Report 2023“ wurden insgesamt 2.577 Entscheidungsträger aus 13 Ländern befragt – 200 davon sind in Deutschland tätig. Sie zeigt, dass Deutschland beim Einsatz von multiplen Clouds der internationalen Konkurrenz hinterherhinkt.

So nutzt ein Viertel aller Unternehmen im weltweiten Durchschnitt mehr als 20 unterschiedliche SaaS-Anbieter. In Deutschland liegt dieser Anteil erst bei einem Fünftel der Firmen. Obwohl sich der Übergang zu Cloud und Multi-Cloud beschleunigt, bleibt demnach On-Premises wichtig: 38 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass selbst in zwei Jahren noch die meisten Workloads vor Ort bereitgestellt werden.

Transparenz hat Priorität

Knapp vier von fünf Teilnehmern (78 %) planen, bis 2025 mehr als 40 Prozent ihrer Arbeitslasten in der Cloud zu hosten. Als besonders wichtig gilt eine hohe Transparenz des Internet- und Cloud-Datenverkehrs, sofern der Großteil der Benutzer- und Gerätetransaktionen außerhalb der Unternehmensgrenzen stattfindet. End-to-End-Transparenz über die gesamte digitale Service-Bereitstellungskette ist demnach ein zentrales Anliegen der IT-Teams.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) legt zudem Priorität auf die Integration des Enterprise Networks in die Angebote der Cloud-Service-Provider. Dies soll die Konnektivität zu Cloud-basierten Anwendungen von allen Standorten aus verbessern. Netzwerk-Teams wollen zudem von reaktiven zum vorausschauenden Betrieb wechseln: 43 Prozent der deutschen Befragten wollen in den kommenden beiden Jahren vorrangig prädiktive Netzwerkanalysen einführen.

Security bleibt Herausforderung

Als größte Herausforderung gilt laut der Studie der sichere Zugriff auf Anwendungen, die über mehrere Clouds verteilt sind (41 %). Für 40 Prozent stellt dabei der Silo-Betrieb eine zentrale Hürde dar: Er kann nicht mit den dynamischen Sicherheitsanforderungen verteilter Anwendungen, Menschen und Dinge mithalten. Allerdings gilt das Thema Sicherheit als Motiv für den Umstieg auf mehrere Clouds (49 %). Software-defined WAN (SD-WAN) und Cloud-Sicherheit werden zunehmend zusammengeführt, um eine integrierte SASE-Architektur („Secure Access Service Edge“) bereitzustellen (54 %).

„Im vergangenen Jahr haben sich die IT-Prioritäten verschoben: Agilität und Business Performance sind erstmals wichtiger als Kosten und Netzwerkmanagement“, erklärt Sven Barten, Enterprise Networking Lead von Cisco Deutschland. Gleichzeitig würden sich Unternehmen mit einem hohen Maß an Komplexität und Unsicherheit konfrontiert sehen. „Dies verstärkt den Bedarf an einfachen, sicheren Lösungen, die Ende-zu-Ende-Transparenz, Automatisierung und ein Cloud-basiertes Betriebsmodell bieten“, so Barten.

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