Entscheidungen aus dem Bauch raus sind nicht zwangsläufig falsch

Das exponentielle Datenwachstum und wie man damit umgeht

| Autor / Redakteur: Dr. Marcus Menzel * / Florian Karlstetter

Immer mehr Entscheidungen beruhen auf Datenerhebung und deren Analyse. Wenn Unternehmen sich allerdings zu sehr auf Datenanalysen verlassen, kann dies zu einem Phänomen namens "Paralyse durch Analyse" führen und in der Folge eine effektive Entscheidungsfindung lähmen. Ein Plädoyer für das Bauchgefühl.
Immer mehr Entscheidungen beruhen auf Datenerhebung und deren Analyse. Wenn Unternehmen sich allerdings zu sehr auf Datenanalysen verlassen, kann dies zu einem Phänomen namens "Paralyse durch Analyse" führen und in der Folge eine effektive Entscheidungsfindung lähmen. Ein Plädoyer für das Bauchgefühl. (© arahan - Fotolia.com)

Beim Thema Big Data stehen Unternehmen nicht nur vor der Herausforderung, Unmengen an Daten zu speichern, zu analysieren und gegebenenfalls weiterzuverarbeiten, vielmehr gilt es auch die aus Analysen generierte Entscheidungen richtig zu interpretieren.

Angesichts der sich weltweit weiter ausbreitenden digitalen Revolution und der Tatsache, dass Unternehmen immer größere und komplexere Datenmengen aus den verschiedensten Quellen erfassen – aus sozialen Netzwerken ebenso wie aus digitalen Verhaltensmustern, Trends und Online-Konversationen –, steigt die Datenflut exponentiell.

Daher gilt es diese Big Data nicht nur zu speichern, entsprechende Big Data-Lösungen wie performante Datenbanken sollten diese auch analysieren und gegebenenfalls weiterverarbeiten können. Doch aus Analyse generierte Entscheidungen müssen nicht immer die richtigen sein.

Dass Big Data immer mehr für unternehmerische Entscheidungen an Bedeutung gewinnt, steht außer Frage. Auch das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini ist in seiner Studie „The Deciding Factor: Big Data & Decision making“ der Ansicht, dass sich durch den Einsatz von Business Analytics bei großen Datenmengen, die Geschäftsperformance erhöhen könnte.

Die Studie nochmals kurz zusammengefasst:

  • 75 Prozent der Befragten sehen ihr Unternehmen als datenorientiert
  • Neun von zehn sagten, dass Entscheidungen der letzten drei Jahre besser getroffen wären, wenn ausreichend Informationen vorhanden gewesen wären
  • 42 Prozent sind der Ansicht, dass unstrukturierter Content oftmals schwer zu interpretieren ist
  • 85 Prozent haben zwar kein Problem mit der Masse an Datenmengen, jedoch fehlt ihnen die Fähigkeit, diese auch richtig zu analysieren und entsprechend in Real Time zu agieren

Die Essenz der Studie besagt: Immer mehr Entscheidungen beruhen auf Datenerhebung und deren Analyse. Erfahrungswerte und das sog. Bauchgefühl hingegen werden zunehmend als unternehmensschädigend empfunden. Die Teilnehmer gehen davon aus, dass die Performancesteigerung von 26 Prozent in den kommenden drei Jahren auf 41 Prozent steigen wird. Dementsprechend wollen 58 Prozent der befragten Unternehmen in diesem Zeitraum verstärkt in Big Data und Business Analytics investieren.

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