Cloud Computing Virtual Conference – CCX II/22 Das AIoT ist die Zukunft der Cloud

Von Dr. Dietmar Müller

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Am 4. Mai findet die virtuelle CCX 2022 Cloud Computing Conference statt. Eröffnet wird sie mit einer Keynote vom Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH Dr. Andreas Nauerz. Er wird die Grundlagen des Cloud- und Edge Computings streifen und ausführlich auf aktuelle und kommende Trends eingehen. Illustriert wird das Ganze durch Anwendungsfälle und Einsatzmöglichkeiten bei der Bosch-Gruppe, wobei dem AIoT eine zentrale Rolle zufällt.

Am 4. Mai findet die virtuelle CCX 2022 Cloud Computing Conference statt. Eröffnet wird sie mit einer Keynote vom Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH, Dr. Andreas Nauerz.
Am 4. Mai findet die virtuelle CCX 2022 Cloud Computing Conference statt. Eröffnet wird sie mit einer Keynote vom Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH, Dr. Andreas Nauerz.
(Bild: Vogel IT-Akademie )

Wenn am 4. Mai um 9:00 Uhr Lydia Wagemann und Jannika Bolay von der Vogel IT-Akademie die Besucher der „Cloud Computing Virtual Conference – CCX II/22“ begrüßt haben, folgt auch gleich die erste hochkarätige Keynote: Dr. Andreas Nauerz, Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH, geht der Frage „Cloud quo vadis?“ nach und präsentiert Grundlagen, Ausprägungen sowie Rising Stars beim Cloud Computing.

„Mit ‚Rising Stars‘ möchte ich mich weniger auf konkrete Lösungsanbieter als auf generelle Entwicklungen beziehen“, so Nauerz gegenüber CloudComputing-Insider. „Denn generell ist das Wachstum der Cloud-Ecosysteme an sich – in verschiedensten Bereichen von Compute & Storage bis hin zu Artificial Intelligence (AI), Internet of Things (IoT), Distributed Ledger Technology (DLT)/Blockchain, Quantum, etc. – in Summe ein Rising Star. Dieses Wachstum ermöglicht die rasche und finanziell gesehen vergleichsweise risikolose Umsetzung komplexer Lösungen, die später hochskaliert werden können.“

Dr. Andreas Nauerz, Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH
Dr. Andreas Nauerz, Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH
(Bild: Vogel IT-Akademie )

In seiner Keynote wird Nauerz dennoch einige Lösungen wie etwa das Serverless Computing hervorheben, „weil es als Compute-Lösung eine eigene Skalierung und nicht zuletzt ein ganz anderes Bezahlmodell erlaubt“. Eine weitere, sehr beachtenswerte neue Technologie sei das Edge Computing: „Aktuell sehen wir nicht zuletzt wegen Entwicklungen wie 5G, das Latenzen reduziert, einen starken Shift hin zum Edge, also zu dem Ort, an dem Daten entstehen. Das ist quasi die Verlängerung der Cloud. Der Grund für diese Entwicklung liegt in der Datenexplosion durch immer mehr vernetzte Geräte. Sie bringt rein cloud-basierte Ansätze oftmals an technische Grenzen.“

Denn mit einer Übertragung der Daten in die Cloud, um sie dort prozessieren zu lassen, stiegen zum einen die Latenz, zum anderen die Transferkosten. „Verlassen wir uns auf ein Prozessieren in der Cloud, müssen wir zudem hundertprozentiger Uptime garantieren. Darüber hinaus verlassen dadurch auch sensitive Daten unser Haus. Das ist eine Herausforderung. Mit Edge Computing lässt sich unter anderem die Latenz gering halten sowie Transferkosten sparen. Eine hundertprozentige Uptime ist zudem wegen der Unabhängigkeit von der Cloud nicht mehr nötig. Sensitive Daten können so lokal gefiltert und prozessiert werden.“

Risiken und Herausforderungen der Cloud-Nutzung

Als größte Herausforderung beim Cloud Computing macht Nauerz aber den berüchtigten Lock-in aus, „technisch, aber auch geopolitisch“. Auch Risiken des Zugriffs auf Business-kritische Daten beschäftigen den Managing Director: „Daher bleibt die Multi- beziehungsweise Hybrid Cloud trotz der damit verbundenen Aufwände ein Thema, auf das GAIA-X eine Antwort zu liefern versucht.“ Darüber hinaus sieht Nauerz vergleichsweise neue Risiken, etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit. Er fürchtet eine verstärkte Umweltbelastung durch eine steigende Anzahl von Provider-Rechenzentren.

Ein ganz besonderes Augenmerk legt der CTO auf „AIoT“-Szenarien, bei denen AI ins IoT eingewoben wird. „AI-Modelle zu trainieren ist teuer, da steckt eine Menge IP drin. Immer öfter wird versucht, diese Modelle durch ‚Model Stealing Attacks‘ zu entwenden.“ Es gelte in Bezug auf AI aber noch eine andere Herausforderung zu bewältigen, nämlich das der Vorhersehbarkeit des Verhaltens von AI-Modellen: „Hier wird aktuell sehr viel in den Bereich ‚Explainable AI‘ investiert“, so Nauerz. Und letztlich seien noch viele „ethische Fragen“ rund um das Thema AI zu klären, etwa wenn es um „Deepfakes“ gehe, die oftmals unter der Gürtellinie oder sogar kriminell beziehungsweise gefährlich seien.

Cloud- und AI-Anwendungsfälle bei Bosch

AI ist für Nauerz überhaupt ein zentrales Thema, leitet er doch eine globale und interdisziplinäre Expertenorganisation, die die AIoT-Strategie der Bosch Gruppe vorantreibt: „Die Vielzahl der stetig wachsenden AI-Services führt zu einer Demokratisierung des Zugriffs.“ Zudem helfe sie, neue Verfahren zu entwickeln und umzusetzen: „Wir setzen Cloud-Technologien ‚across the board‘ ein, etwa in Domänen wie Automotive oder Produktions- beziehungsweise Fabrikszenarien. Unser Fokus liegt dabei auf dem sogenannten AIoT, für die es immer die Power der Cloud braucht.“

Worin liegt der Vorteil des AIoT? „Wir haben bereits sehr viele Geräte netzwerkfähig gemacht. 70 Prozent der Unternehmen analysieren die übermittelten Daten aber nicht. In Summe bleiben sie zu 99 Prozent völlig nutzlos“, so Nauerz. „Die gewünschte Mehrwertgenerierung lässt sich durch den sogenannten ‚AIoT-Cycle‘ beschrieben: Das reine Andocken eines Gerätes an eine Backend treibt erstmal nur Kosten. Das Ablegen der übermittelten Daten treibt weitere Kosten – in diesem Fall für das Storage. Erst wenn wir auf allen Daten operieren, sie also analysieren und daraus Insights gewinnen, haben wir etwas von ihnen. Als Beispiel sei die Nutzung unserer Produkte durch Kunden genannt. Wenn wir diese besser verstehen und sie daraufhin verbessern können, dann entsteht ein Mehrwert.“

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Schlagende Beispiele dafür fänden sich auch im Automotive-Bereich, wo das AIoT den Straßenverkehr sicherer mache: „Unsere Fahrzeuge sind mir Kameras ausgestattet, um die Umgebung kontinuierlich zu scannen. Diese Videodaten senden wir in die Cloud. Dort werden diese durch eine AI analysiert, um z.B. Spuren oder Straßenschilder zu erkennen und das mögliche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorhersagen zu können. Je mehr Videodaten wir bekommen und analysieren, desto smarter wird unsere AI, die dann dem Fahrer entsprechende Hinweise geben kann.“

Details gibt es in der Keynote

Diese spannenden Szenarien seien hier nur kurz angerissen. Ausführlich werden sie von Nauerz in seiner Keynote geschildert. Übrigens: Bevor er 2019 zu Bosch in die Konzernforschung wechselte, arbeitete er als Program Director (OM) & Senior Technical Staff Member (STSM) für die Cloud-Sparte von IBM. Seine Ausführungen beruhen also auf langjähriger Erfahrung und kommen aus berufenem Munde.

Insofern: Am 4. Mai allerspätestens um 9:10 unbedingt die „Cloud Computing Virtual Conference – CCX II/22“ aufrufen und die Keynote von Dr. Andreas Nauerz, Managing Director, Co-CEO & CTO der Bosch.IO GmbH, zum Thema „Cloud quo vadis?“ ansehen!

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