Datev forciert die digitale Transformation des Buchführungs- und Steuerverfahrens

Das A und O für rationelle kaufmännische Abläufe

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

IT-Dienstleister Datev macht sich stark für durchgängige elektronische Abläufe in Unternehmen, beispielsweise in der Buchführung. „Total digital“ heißt die Devise.
IT-Dienstleister Datev macht sich stark für durchgängige elektronische Abläufe in Unternehmen, beispielsweise in der Buchführung. „Total digital“ heißt die Devise. (Bild: Datev)

Als treibende Kraft für Prozessveränderungen übt die digitale Revolution tüchtig Druck auf Unternehmen aus, sich möglichst schnell zu verändern. So werden manuelle Abläufe in der Buchführung mehr und mehr durch rein elektronische ersetzt. Wäre da nicht die Krux mit der langjährigen Aufbewahrungspflicht von Papierbelegen.

Diese gilt gemeinhin als eine der teuersten Verwaltungsvorschriften und zieht bei einer zehnjährigen Vorhaltepflicht aller steuerrelevanten Dokumente auf Papier einen hohen Archivierungsaufwand der Unternehmen nach sich. Einen großen Schritt in Richtung elektronische Vorhaltung relevanter Dokumente für die Steuererklärung und Finanzprüfung hat nun der Gesetzgeber getan, indem er die digitale Transformation von Prozessen mit dem neuen Regelwerk „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“, kurz „GoBD“, zur Pflicht macht.

Seit Jahresanfang gelten mit der „GoBD“ diese neuen Regeln für den Einsatz von IT bei Buchführung und sonstigen kaufmännischen Aufzeichnungen, die die bisherigen Vorschriften GoBS (Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme) und GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) ablösen und sogar ausweiten. In der Praxis bedeutet das neue Regelwerk für die computergestützte Buchhaltung unter anderem aber auch, dass alle digitalen Belege, die in einem Vor- oder Nebenprozess, also beispielsweise aus einem Warenwirtschaftssystem, entstehen, ab sofort ebenfalls der Aufbewahrungspflicht unterliegen.

Leben in einer hybriden Welt

Die GoBD sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, erklärt Eckhard Schwarzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Datev eG. Der Nürnberger IT-Dienstleister arbeitet seit Jahren mit Hochdruck daran, die komplizierten und aufwändigen Schritte der unternehmerischen Steuererklärung durch komplett durchgängige digitale Prozesse zu ersetzen. Medienbrüche soll es in Zukunft keine mehr geben. Dabei bewegt sich Datev immer schneller in Richtung einer hybriden Welt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Unternehmen auf der einen Seite und Steuerberatern auf der anderen gerecht zu werden. Cloud- und On-Premise-Anwendungen, erweitert um mobile Lösungen, folgen dem Digitalisierungstrend und ergänzen sich im Verbund mit dem hauseigenen Rechenzentrum zu einer integrierten Systemlösung.

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