Prognosen von Akamai für 2024 Cloud, KI und Edge rücken zusammen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Dank Künstlicher Intelligenz, neuen Kostenstrukturen oder Entwicklungen weiter an die Edge wird auch 2024 wieder ein spannendes Jahr für Cloud-Themen. John Bradshaw, Leiter Cloud Computing Technology and Strategy EMEA bei Akamai Technologies erklärt exklusiv, welche Technologie-Trends zu erwarten sind.

Die zu erwartende Cloud-Entwicklung setzt hohe Erwartungen an die Techniker in Unternehmen und erfordert Skills in Automation, Datenverwaltung und Softwarearchitektur.(Bild:  Svitlana - stock.adobe.com)
Die zu erwartende Cloud-Entwicklung setzt hohe Erwartungen an die Techniker in Unternehmen und erfordert Skills in Automation, Datenverwaltung und Softwarearchitektur.
(Bild: Svitlana - stock.adobe.com)

1. KI definiert die Rollen neu

Generative KI revolutioniert die Cloud-Landschaft und fördert damit die Spezialisierung in High-Tech-Bereichen, die erhebliche Investitionen sowie spezielle Hardware erfordern. Dieser Trend mit transformativer Wirkung bringt eine architektonische Entkopplung bestimmter Komponenten mit sich. Darunter fällt etwa die Separierung von Cloud-Softwarefunktionen für eine bessere Austauschbarkeit und Anpassung.

Die Veränderungen wirken sich auf den Arbeitsalltag von Cloud-Ingenieuren aus und erhöhen den Status der Spezialisten innerhalb des Softwareentwicklungs-Segments. Die Automatisierung vieler Routineaufgaben, die bislang von Cloud-Ingenieuren übernommen wurden, lässt diesen mehr Zeit für komplexere und intellektuell spannendere Tätigkeiten in anspruchsvolleren Bereichen. Abseits der routinemäßigen Wartungsaufgaben können sich Ingenieure nun stärker auf die Entwicklung innovativer Lösungen, auf Leistungsoptimierung und besonders schwierige Probleme konzentrieren. Die Synergie von KI und Cloud-Engineering verlangt von Fachkräften mehr Kreativität und Problemlösungskompetenz im Rahmen der sich entwickelnden Cloud-Landschaft.

2. Die Kosten für einen Ausstieg werden zunehmend kritisch bewertet

Im Jahr 2023 wurde das Thema „Cloud Lock-in“ so relevant, dass die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competitions and Markets Authority) eine Untersuchung der Cloud-Infrastrukturbranche genau unter diesem Gesichtspunkt eingeleitet hat. Im kommenden Jahr könnten die Egress-Kosten ein noch größerer Streitpunkt werden: Da immer mehr Unternehmen auf schnelle Geschwindigkeiten und niedrige Latenzen angewiesen sind, werden die (hohen) Kosten zunehmend zu einem Innovationshemmnis.

John Bradshaw, Akamai Technologies.(Bild:  Akamai Technologies)
John Bradshaw, Akamai Technologies.
(Bild: Akamai Technologies)

Unternehmen haben heute viele verschiedene Cloud-Workloads mit jeweils leicht unterschiedlichen Anforderungen. Diese lassen sich möglicherweise besser durch einen Multi-Cloud- und Multi-Provider-Ansatz erfüllen. Jedoch hindern hohe Egress-Kosten die Unternehmen daran, eine entsprechende Strategie umzusetzen. Das erfordert eine gründliche Überprüfung und Anpassung der Standardpraktiken von Cloud-Anbietern. Nur dann kann die Branche auf eine veränderte Kundennachfrage reagieren und letztlich einen besseren Service bieten.

3. Cloud-Anbieter müssen gerade bei wirtschaftlicher Unsicherheit die Nachhaltigkeit im Blick behalten

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten könnten Unternehmen versucht sein, der Kosteneffizienz mehr Bedeutung beizumessen als der Nachhaltigkeit. Dabei kann die Vernachlässigung des Themas Nachhaltigkeit auch kurzfristig weitreichende Folgen haben. Laut einer Studie der Cornell University „werden sie [die Rechenzentren] bis 2025 voraussichtlich 20 Prozent des weltweiten Stroms verbrauchen und bis zu 5,5 Prozent der weltweiten Kohlenstoffemissionen ausstoßen“. Da der Gesetzgeber nahezu zwangsläufig reagieren muss und wird, könnte eine Reduzierung der Emissionen politisch durch Vorschriften, Steuern, Zölle sowie weitere Maßnahmen oder auch Subventionen durchgesetzt werden.

Cloud-Anbieter haben die anspruchsvolle Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen technologischem Fortschritt, wirtschaftlichen Realitäten und ökologischer Verantwortung zu halten. Hierfür muss die Branche nicht nur Innovationen zur Effizienzsteigerung entwickeln, sondern auch nachhaltige Lösungen fördern, die den neuen Prioritäten von Unternehmen und der Gesellschaft gerecht werden. Ob durch erneuerbare Energien, Initiativen zum CO2-Ausgleich oder andere umweltrelevante Maßnahmen: Der Aufbau einer nachhaltigen Cloud-Infrastruktur spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Branche und ein verantwortungsvolles Wachstum.

4. Die Wolke rückt näher an den Rand

Die Verlagerung von Ressourcen an die Edge ist eine entscheidende Entwicklung im Cloud-Computing. Sie ist die logische Reaktion auf die zunehmende Kundennachfrage nach einem schnelleren Zugang zu Anwendungen oder Plattformen an immer mehr Standorten. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits eine Verzögerung von Millisekunden zu einem Rückgang des Datenverkehrs führen kann. Eine Verlagerung an den Rand bringt Workloads und Nutzer näher zusammen.

Künftig erfordert die Cloud-Architektur eine besonders präzise Platzierung der Ressourcen, um der steigenden Nachfrage nach effizienten und reaktionsschnellen Diensten zu genügen. Dazu braucht es ein aktives Ressourcenmanagement der Cloud-Anbieter, wobei der Schwerpunkt auf Flexibilität und Reaktionsfähigkeit in zunehmend verteilten Datenverarbeitungsumgebungen liegen muss.

Nicht zuletzt erfordert die Verlagerung des Cloud Computing an die Edge auch eine effiziente Datenverwaltung. Der Schwerpunkt wird dabei zunehmend auf der Verarbeitung und Verwaltung von Daten möglichst nahe der Quelle liegen. Das verringert die Notwendigkeit einer umfangreichen Informationsübertragung zu anderen Punkten. Ein solcher Ansatz steigert nicht nur die Effizienz, sondern zahlt auch auf die mit der Datenübertragung verbundenen Herausforderungen zur Einhaltung von Vorschriften und Bestimmungen ein und bietet damit eine sicherere und optimierte Datenverarbeitungsumgebung.

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