State of the Cloud Report 2024 Cloud-Nutzung in Europa überdurchschnittlich

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Lange durfte sich der alte Kontinent anhören, beim Cloud Computing hinterherzuhinken. Das hat sich laut dem jüngsten State of the Cloud Report von Flexera geändert, mittlerweile performt er sogar überdurchschnittlich.

Auch in Europa legt die Cloud weiter zu, im Vergleich zum Vorjahr gab es einen beachtlichen Zuwachs von elf Prozent. (Bild:  frei lizenziert, gregroose / Pixabay)
Auch in Europa legt die Cloud weiter zu, im Vergleich zum Vorjahr gab es einen beachtlichen Zuwachs von elf Prozent.
(Bild: frei lizenziert, gregroose / Pixabay)

Auch in Europa legt die Cloud weiter zu, im Vergleich zum Vorjahr gab es einen beachtlichen Zuwachs von elf Prozent. Damit liegt der Anteil der intensiv Cloud-nutzenden Unternehmen mit 73 Prozent inzwischen sogar über den weltweiten Durchschnitt (71 %). 2022 waren es lediglich 58 Prozent. „Ein bisschen“ Cloud findet sich mittlerweile praktisch in jeder Firma.

Das sind Zahlen des 13. und jüngsten „State of the Cloud Report“ von Flexera. An der jährlichen Umfrage nahmen 157 IT-Verantwortliche aus europäischen Unternehmen teil, davon verfügte ein Drittel über mehr als 5.000 Mitarbeiter. Schwerpunktmäßig am stärksten vertreten waren der Technologie-Sektor, Finanzdienstleister sowie Transport- und Logistikunternehmen. Wie im Vorjahr stammen die meisten europäischen Befragten aus Großbritannien (44 %), Deutschland (25 %) und Frankreich (11 %).

Weitere Ergebnisse:

Über zwei Drittel der europäischen Unternehmen (68 %) setzen auf ein dediziertes Cloud-Team, das sich Richtlinien, Best Practices und der Kostenoptimierung widmet. Weitere 11 Prozent planen im nächsten Jahr den Aufbau. Noch im Vorjahr verfügte gerade mal die Hälfte der Unternehmen über ein CCOE (50 %), 2022 nur rund ein Drittel (34 %).

Die genannten Herausforderungen sind dieselben wie in Amerika oder Asien: An erster Stelle steht mit 50 Prozent das Application Dependency Mapping, die vollständige Abbildung des IT-Estates mit allen Anwendungen sowie deren Abhängigkeiten. Dahinter folgt die technische Machbarkeitsprüfung (47 %) und der Vergleich zwischen den Kosten der Cloud und On-Premises (46 %).

Fast identisch fallen auch die Top-Initiativen aus, wobei Maßnahmen zur Optimierung der Cloud-Ausgaben die Liste mit 71 Prozent anführen. Darüber hinaus arbeiten die IT-Verantwortlichen weiter an der Migration von Workloads (61 %) und an der Umsetzung einer Cloud-First-Strategie (48 %).

Feine Unterschiede

Doch es gibt auch Unterschiede: In Amerika und Asien liegen die Amazon Web Services (AWS) mit 49 Prozent knapp vor Microsoft Azure (45 %). In Europa ist es umgekehrt, hier setzen die Unternehmen in erster Linie auf die Microsoft-Cloud (59 %) und erst in zweiter Instanz auf AWS (40 %).

FinOps setzt sich als Betriebsmodell für die Cloud weiter durch, 51 Prozent der amerikanischen Unternehmen verfügen schon über ein entsprechendes Team. In Europa sind es aktuell nur 45 Prozent fast ein Viertel (24 %) der Befragten hegt aber dahingehende Pläne.

In Europa ist zudem Nachhaltigkeit Pflicht: Mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) hat die EU technischen Rahmenbedingungen vorgegeben, nach denen Unternehmen soziale, ökologische und arbeitsrechtliche Maßnahmen dokumentieren müssen. Das schließt auch die Nachhaltigkeit in der IT ein, wie etwa die Messung des CO2-Fußabdrucks von IT-Assets und der Cloud. Dass europäische Unternehmen mit 56 Prozent stärker in Nachhaltigkeitsinitiativen rund um GreenOps investieren als Unternehmen in anderen Ländern (48 %) sei daher nur logisch, so Flexera.

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