Der starke Trend hin zu Cloud-Native schafft in immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit, sich der Komplexität von Containerisierung und Kubernetes zu stellen. Schon bald dürfte sich zeigen, wie viele Fragen sie selbst beantworten können.
Cloud-Native- und Container-Technologien bergen vielversprechendes Potenzial, stellen Unternehmen aber auch vor große Herausforderungen.
Laut der Studie ECN Pulse Check 2023 setzen 45 Prozent der Unternehmen in Deutschland auf eine Cloud-Native-Strategie und 44 Prozent planen ihre Zukunft entsprechend. Herausforderungen bei der Integration, wie 29 Prozent der Befragten angaben, und mangelndes spezifisches Know-how, wie 23 Prozent bestätigten, verlangsamen die Migration von Workloads auf Cloud-Native-Lösungen.
Einige Faktoren könnten die Ambitionen von Unternehmen in Richtung Container-Plattformen und Kubernetes ausbremsen. Eine schleppende Digitalisierung, der Fachkräftemangel und die unzureichende Expertise drohen die Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen. Ältere IT-Systeme werden Probleme haben, sich weiter an die Entwicklung von Cloud-Native anzupassen.
Fragen und Herausforderungen ergeben sich vor allem in den Bereichen Sicherheit, Strategie, Edge und Cloud allgemein. Ausschließlich mit internen Ressourcen sind diese Herausforderungen kaum zu bewältigen und können schlimmstenfalls zu unüberwindbaren Hürden werden.
Container-Sicherheit gilt als komplex
Ein kritischer Aspekt ist das Thema Cybersicherheit. Die EU-Richtlinie NIS2, die im Oktober in Kraft tritt, wird auch die Sicherheit bei Containern beeinflussen. Einer aktuellen Studie von Kaspersky zufolge stellen Cybersicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit Containern und Kubernetes Unternehmen mit mehreren Standorten vor erhebliche Herausforderungen.
Laut der Studie gaben 47 Prozent der geografisch verteilten Unternehmen an, dass die Informationssicherheit am Hauptsitz „extrem hoch“ sei, während ein kleinerer Prozentsatz (29 %) angab, dass die Zweigstellen den gleichen Schutz erhielten. Die IT-Entwicklung, so die Kaspersky-Studie weiter, wird von 94 Prozent der Unternehmen mit mehreren Standorten intern durchgeführt, wobei Daten und Code in einer Private Cloud (64 %) oder in einer Hybrid-Cloud (58 %) gehostet werden.
Von den Unternehmen, die ihre IT intern entwickeln, nutzen 79 Prozent dafür Container-Umgebungen, aber 21 Prozent von ihnen haben keine Container-Sicherheitslösungen im Einsatz. Die meisten Befragten (85 %), die ihre IT unter Verwendung von Container-Umgebungen entwickeln, haben in den letzten zwölf Monaten zum Zeitpunkt der Befragung Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit Containern und/oder Kubernetes erlebt. Bei 38 Prozent der Unternehmen führte dies zu finanziellen Verlusten.
Unternehmen stehen vor vielen Fragen
Konkrete Sicherheitsprobleme neuer Technologien werden erst im Geschäftsbetrieb deutlich. Viele Unternehmen arbeiten jedoch gerade erst an einer Strategie, Roadmap und Architektur für ihre Cloud-Native-Reise. Dabei stellen sich Fragen, wie etwa, ob eine Kultur der Veränderung innerhalb des IT-Teams unterstützt wird, das IT-Team über die nötigen Fähigkeiten verfügt und es besondere Herausforderungen gibt.
Antworten auf diese Fragen liefern spezialisierte Anbieter in diesem Segment. Entsprechende Beratungsdienste helfen Unternehmen, ihre Reise in Richtung Kubernetes sowie Hybrid- und Multicloud mit bewährtem Know-how zu beschleunigen. Klar ist: In der dynamischen Welt der Unternehmens-IT ist die Einführung von Kubernetes nicht länger eine Wahl, sondern eine Notwendigkeit.
Als hilfreich kann sich hierbei ein strategischer Partner erweisen, der Unternehmen durch die komplexen Gewässer der Cloud-Native-Lösungen navigiert. Durch fachliche Beratung in den Bereichen Kubernetes, Cloud-Native, Cloud und Infrastruktur können sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, statt – trotz hohen internen Aufwands – auf der Stelle zu treten.
Edge und Cloud sind erklärungsbedürftig
Speziell das Thema Edge erfordert es, dass sich Unternehmen von Althergebrachtem verabschieden und an verschiedene neue Umstände anpassen. Hier dreht sich derzeit alles um hochverteilte Edge-Umgebungen für mobile 5G-Edges, Multi-Access-Edges und natürlich Kubernetes-basierte Edge-Lösungen.
Unternehmen verfolgen typische Ziele wie die Einsparung von Bandbreite und die Kontrolle über Ihre Daten sowie die Reduzierung von Risiken und die Steigerung der Leistung. Dies wird erreicht, indem die Rechenleistung aus dem Rechenzentrum in den Benutzerbereich verlagert wird. Voraussetzung dafür ist aber, Edge-Know-how in das Unternehmen hineinzubringen.
Nach wie vor erklärungsbedürftig ist auch die Cloud allgemein. Das Angebot ist mittlerweile komplex. Dabei geht es darum, ob ein Unternehmen den richtigen Anbieter unter den globalen Hyperscalern wie Google Cloud, Azure Cloud oder AWS auswählen möchte oder auf der Suche nach spezifischem Wissen rund um Cloud Native-Projekte, Container oder Kubernetes-Architekturen ist. Der Beratungsbedarf ist groß und wird mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage im Cloud-Native-Umfeld weiter steigen. Laut ECN Pulse Check 2023 bestätigten 34 Prozent der Befragten, mit spezialisierten Dienstleistern intensiv zusammenzuarbeiten.
Stand: 08.12.2025
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Viel Potenzial, aber auch große Herausforderungen
Cloud-Native- und Container-Technologie bergen weiterhin vielversprechendes Potenzial, stellen Unternehmen aber auch vor große Herausforderungen, die nicht zu unüberwindbaren Hürden werden dürfen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen vor allem den Fachkräftemangel beheben, mehr in Ausbildung investieren, externe Beratungsleistungen in Anspruch nehmen und technologische Fortschritte strategisch nutzen.
* Der Autor Sebastian Scheele ist CEO und Mitbegründer von Kubermatic.