Process Intelligence für Banken Celonis und ProcessLab präsentieren neue Apps für den Finanzsektor

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Zwei neue Apps auf Basis der Process-Intelligence-Plattform von Celonis sollen Banken dabei helfen, fragmentierte Abläufe zu digitalisieren und KI-Investitionen mit operativem Kontext zu unterfüttern – für schnellere Genehmigungsprozesse und optimierte Kundenserviceabläufe.

Mit dem „Celonis FSI Customer Service & Experience Manager by ProcessLab“ sollen Banken ihre Kundenbetreuung optimieren können.(Bild:  Celonis)
Mit dem „Celonis FSI Customer Service & Experience Manager by ProcessLab“ sollen Banken ihre Kundenbetreuung optimieren können.
(Bild: Celonis)

Die erste Anwendung, der Celonis Home Mortgages Manager by ProcessLab, zielt auf den Bereich Hypotheken und Baufinanzierung ab. Laut Anbieter leiden viele Banken in diesem Segment unter manuellem Nachbearbeitungsaufwand und verzögerter Kommunikation mit externen Beteiligten wie Gutachtern oder Anwälten – beides führe zu längeren Genehmigungszeiten und höheren Betriebskosten.

Die App soll diese Abläufe transparenter machen, indem sie einen dynamischen digitalen Zwilling des gesamten Finanzierungsprozesses erzeugt – vom Eingang des Antrags bis zur Auszahlung. Auf dieser Grundlage könnten Störfaktoren wie stockende Bonitätsprüfungen oder unvollständige Antragsdaten gezielt identifiziert werden.

Für die Sachbearbeitung setzt die Lösung Celonis zufolge auf KI-gestützte Priorisierung: Mitarbeiter sollen so zuerst auf die kritischsten Aufgaben hingewiesen werden. Daneben verspricht die Anwendung eine automatisierte Datenvalidierung sowie die Erkennung repetitiver Tätigkeiten, die für Automatisierung geeignet sind. Die Vernetzung aller Beteiligten – Antragsteller, Kreditvermittler, Drittanbieter – soll in einem einheitlichen Ökosystem erfolgen.

Werner Horn, Gründer und CEO von ProcessLab, erklärt den Ansatz damit, dass fragmentierte Hypothekenprozesse Kunden verunsicherten. Process Intelligence solle Banken ermöglichen, schnellere und transparentere Genehmigungen zu erteilen und gleichzeitig Kosten zu senken.

Die zweite Anwendung, der Celonis FSI Customer Service & Experience Manager by ProcessLab, richtet sich an Banken, die ihre Serviceabläufe zwischen Front- und Backoffice besser verzahnen wollen. Die App koppelt sich laut Anbieter direkt an Kernbanksysteme und CRM-Lösungen an und erstellt daraus ebenfalls einen digitalen Zwilling der relevanten Geschäftsprozesse.

Ein erklärtes Ziel ist die Klassifizierung großer Mengen an Serviceanfragen per KI, um Lösungen automatisiert anzustoßen. Parallel soll die Lösung nicht wertschöpfende Tätigkeiten sowie manuelle Weiterleitungen identifizieren und reduzieren. Als messbare Ergebnisse nennt der Anbieter kürzere Durchlaufzeiten sowie eine höhere First-Contact-Resolution-Rate – beides Faktoren, die nach Unternehmensangaben langfristig die Kundenbindung stärken sollen.

Horn hebt hervor, dass klassische CRM-Systeme zwar Daten lieferten, jedoch Optimierungspotenziale in Prozessen häufig nicht sichtbar machten. Die neue App solle diese Lücke durch eine bereichsübergreifende Perspektive auf die Customer Journey schließen.

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