Auf seinem Rising EMEA-Event tut es der Cloud-ERP-Spezialist Workday den anderen IT-Unternehmen gleich und kündigt die totale künstliche Intelligenz für all seine Produkte an. In Barcelona kamen 4.000 Teilnehmer im Convention Center zusammen.
Ein „künstlich intelligentes“ Ballett gehörte zu den Showeinlagen der Workday Rising EMEA-Konferenz.
(Bild: Müller)
Die künstliche Intelligenz ist der Zug, auf den aktuell jedes Unternehmen in der einen oder anderen Form aufspringt – da will sich Finanz- und HR-Experte Workday keinen Zwang antun und macht auf seinem Workday Rising EMEA-Event in Barcelona ebenfalls einen Satz. Zur diesjährigen Regional-Konferenz versammelten sich mehr als 4.000 Teilnehmer im Convention Center, das übrigens am Placa de Willy Brandt gelegen ist.
Europachefin Angelique de Vries-Schipperijn während ihrer Keynote im Gespräch mit Co-CEO Carl M. Eschenbach.
(Bild: Müller)
Bereits in ihrer Eröffnungs-Keynote kannte die Europachefin Angelique de Vries-Schipperijn kein anderes Thema: Der Ende September erstmals präsentierte Workday AI Marketplace mit zertifizierten KI- und ML-Partnerlösungen mache Workday zu einem „Plattform-Unternehmen“. Auf dem Marktplatz finden Kunden AI-Lösungen aus der Cloud von Workday und Drittpartnern an einem Ort zusammengeführt. Die Services seien unter Verwendung von Workday-trainierten großen Sprachmodellen erstellt worden und ließen sich über APIs mit Workday-Daten integrieren. Dafür wird Workday Extend (früher Workday Cloud Platform) eingesetzt, aber auch mit Workday AI Gateway könnten Entwickler die KI- und ML-Dienste von Workday nutzen, etwa Kompetenz- oder Sentimentanalyse, Dokumentenintelligenz und ML-Prognose.
„Der Workday AI Marketplace gibt unseren Kunden die Chance, die unglaubliche Menge an KI-Innovationen sicher und transparent zu nutzen“, so de Vries-Schipperijn. „Durch die Nutzung des enormen Potenzials innovativer Technologien wie künstlicher Intelligenz hilft Workday, den Wandel zu einer digitalen Infrastruktur innerhalb der Organisation zu bewältigen“, erklärte sie weiter. „Unser KI-Ansatz räumt dem Menschen oberste Priorität ein. Er sorgt für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der künstlichen Intelligenz, der den individuellen Erfordernissen der Nutzer Vorrang einräumt und ihr Recht auf Datenschutz sicherstellt. Mit diesem Ansatz machen wir den Arbeitsalltag unserer Kunden reibungsloser und sicherer.“
„KI ist keine Technologie, sondern eine soziale Bewegung“, urteilte flankierend der Workday Chief Technology Officer für die DACH-Region, Jens Löhmar. Es gelte, die weitere Entwicklung sozialverträglich und ethisch korrekt zu gestalten.
Rasantes Wachstum
Zweites, aber etwas untergeordnetes Thema in Barcelona war das rasante Wachstum von Workday. Der erst 2005 gegründete Spezialist für das Finanz- und Personalwesen vermeldete für EMEA eine stetig steigende Reichweite. Allein im laufenden Geschäftsjahr hätten sich über 100 in Europa ansässige Unternehmen aus mehr als 35 Branchen neu für Workday entschieden, darunter der britische Möbel- und Accessoire-Anbieter Dunelm, der norwegische Energieversorger Equinor und der spanische Mobilitätsdienstleister astara. Entsprechend konnte das Unternehmen für den Event in Barcelona eine Rekord-Teilnehmerzahl vermelden.
„Die stetig wachsende Kundenbasis von Workday umfasst ein breites Spektrum von Branchen, wie etwa Finanzdienstleistungen, Medien- und Technologieunternehmen, Unternehmen aus der Fertigung, aber auch aus dem öffentlichen Sektor“, so de Vries-Schipperijn. Sie alle eine der Wunsch nach agilen Lösungen, mit denen sich komplexe Szenarien bewältigen lassen und KI-gestützte Einblicke ermöglicht werden, um bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Lösungen wie Workday Financial Management und Workday Human Capital Management (HCM) erfüllten diesen Wunsch.
Mittelstand im Fokus
Emma Chalwin, Chief Marketing Officer, eröffnete den zweiten Tag der Workday Rising EMEA-Konferenz.
(Bild: Müller)
Workday sieht sich an erster Stelle als Partner des Mittelstands. Dort verzeichne man seit Jahren ein steigendes Interesse und stetig neue Kunden. Allein in den letzten zwölf Monaten seien mehr als 130 mittelständische Unternehmen in EMEA dazugekommen. Zu den Neuzugängen zählen der britische Retailer Crew Clothing, der italienische Hersteller von Schokoladen- und Eisspezialitäten Venchi, der norwegische Versicherer Fremtind Forsikring, die Lotteriegesellschaft La Française des Jeux, der deutsche Solaranbieter Enpal sowie die Messe München.
Das Wachstum in Europa basiere vor allem auf dem Einsatz von Workday Launch, einer vorkonfigurierten Version der Workday-Plattform. Durch besonderer Nutzungsmodelle könnten Mittelständler die Implementierungskosten von Workday Launch über die gesamte Vertragsdauer verteilen, wodurch die Hürden für die Erstinvestition deutlich gesenkt werden.
„Die mittelständischen Unternehmen in der EMEA-Region wünschen sich dasselbe Maß an digitaler Transformationsfähigkeit wie multinationale Konzerne. Leider verfügen sie oft nur über vergleichsweise kleine Teams, die genug damit zu tun haben, die bestehenden Technologien am Laufen zu halten“, berichtete Jonathan Randle, Vice President, Medium Enterprise EMEA bei Workday. Als „Herzstück der Workday-Plattform“ versetze Workday AI Anwender in die Lage, mit kleineren Teams mehr zu erreichen. „Wir freuen uns darauf, noch mehr zukunftsgerichtete Mittelständler in der Workday-Familie zu begrüßen.“
Stand: 08.12.2025
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