Mit Visual Studio Code stellt Microsoft seinen Quelltext-Editor vollkommen kostenlos zur Verfügung. Zahlreiche Anbieter stellen Erweiterungen zur Verfügung, mit denen Visual Studio Code noch mehr Funktionen bietet.
Dank der Erweiterungen ist Visual Studio Code sehr mächtig und erlaubt es unter anderem, Smart Contracts zu schreiben.
(Bild: Joos / Microsoft)
Microsoft Visual Studio (VS) Code steht als Open-Source-Projekt kostenlos zur Verfügung. Der Quelltext-Editor unterstützt nahezu alle aktuellen und relevanten Programmiersprachen. Dazu gehören zum Beispiel JavaScript, C#, C++, PHP, Java, HTML, R, CSS, SQL, Markdown, TypeScript, LESS, SASS, JSON, XML, Python und viele andere. Auch die Apple-Programmiersprache Swift lässt sich problemlos integrieren.
Mittlerweile gehört der Code-Editor zu den beliebtesten Tools für die Entwicklung von verschiedenen Programmen. Dies liegt nicht zuletzt an der Erweiterbarkeit: Im Visual Studio Marketplace finden sich zusätzliche Funktionen, die den Editor deutlich mächtiger machen. Auch um weitere Programmiersprachen lässt sich VS Code erweitern.
Microsoft zeigt in einem Video auf Channel 9 die Möglichkeiten, die Visual Studio Code bietet.
1. Visual Studio Code und Smart Contracts
Smart Contracts in der Blockchain können auch mit Visual Studio Code entwickelt werden.
(Bild: Joos / Microsoft)
Mit der Erweiterung für Solidity lassen sich in Visual Studio Code auch Smart Contracts für die bekannteste Programmiersprache in diesem Bereich installieren. Parallel dazu stellt Microsoft auch das Blockchain Development Kit for Ethereum zur Verfügung. Nach der Installation der Erweiterungen kann Visual Studio Code auch Verbindungen mit den verschiedenen Blockchain-Testnets aufbauen, um Solidity-Smart Contracts direkt in Visual Studio Code zu entwickeln.
Visual Studio Code ist auch mit IBM Blockchain Platform einsetzbar.
(Bild: Joos / Microsoft)
Auch IBM stellt für seine Cloud-Plattform eine Möglichkeit zur Verfügung, mit Visual Studio Code eigene Programme für die Blockchain zu entwickeln. Die Erweiterung umfasst Tutorials, mit denen Entwickler einen Einstieg in Smart Contracts mit Hyperledger Fabric auf Basis der IBM Cloud Plattform erhalten.
2. Terminals in Visual Studio in verschiedenen Umgebungen öffnen
Erweiterungen in Visual Studio Code installieren, auch für verschiedene Terminals.
(Bild: Joos / Microsoft)
Auf der Registerkarte „Terminal“ zeigt Visual Studio verschiedene Shells an, die direkt im Quelltext-Editor zur Verfügung stehen. Hier ist es auch möglich PowerShell-Sitzungen zu öffnen. Mit der Tastenkombination „STRG+P“ oder „CMD+P“ (macOS) ist es auch möglich, eine Suchleiste einzubinden. Über diese lassen sich dann Erweiterungen installieren, zum Beispiel mit „ext install powershell“ eine aktuelle Version der PowerShell.
3. Quantencomputing mit Visual Studio Code
Visual Studio Code ermöglicht auch die Entwicklung von Programmen für Quantencomputer. Dazu arbeitet der Quelltext-Editor zum Beispiel mit Microsoft Azure Quantum zusammen. Hier stellt Microsoft in der Azure-Cloud Funktionen zur Verfügung, mit denen das Programmieren von Quantencomputing-Programmen möglich ist.
Visual Studio Code kann auch Quantencomputerprogramme entwickeln.
(Bild: Joos / Microsoft)
Bestandteil von Azure Quantum sind das Quantum Development Kit (QDK) und die Programmiersprache Q#. Diese stellt Microsoft quelloffen und kostenlos zur Verfügung. Um Q# in Visual Studio Code zu nutzen, kann die QDK-Erweiterung eingebunden werden. Microsoft stellt auch Anleitungen für das QDK zur Verfügung.
4. Einstellungen mit JSON-Datei steuern
Anpassen von Visual Studio Code mit der json-Konfigurationsdatei.
(Bild: Joos / Microsoft)
Viele Einstellungen von Visual Studio Code lassen sich mit Einstellungen der Konfigurationsdateien anpassen. Die Datei „settings.json“ ist für die Grundeinstellung von Visual Studio Code verantwortlich. Um die Keymappings zu steuern, steht die Datei „keybindings.json“ im Verzeichnis „C:\Users\%username%\AppData\Roaming\Code\User“ zur Verfügung. Auch die Datei „settings.json“ ist hier untergebracht.
Um die Vorschläge, die der Editor während des Programmierens mit seiner IntelliSense-Funktion macht, zu verbessern oder die Funktion besser zu nutzen, stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:
Nach Aktivierung fügt Visual Studio Code eine Statusleiste am unteren Rand der Vorschlagsliste hinzu. Die Statusleiste zeigt Befehle an, um den Text eines ausgewählten Vorschlags einzufügen oder einen vorhandenen Vorschlag zu ersetzen. Auch das Anzeigen weiterer Optionen ist möglich. Mit der Tastenkombination [Strg]+[Leertaste] sind in der Statusleiste weitere Informationen zu finden.
5. GitHub: Klonen und mehr
Wenn ein GitHub-Account in VS Code angemeldet ist, kann der Quellcode direkt zu GitHub übertragen werden. Auch das Verwenden weiterer Funktionen von GitHub ist dann möglich. Wenn lokal an einer App gearbeitet wird, die aktuell noch nicht gespeichert ist, kann die Speicherung direkt in einem GitHub-Repository erfolgen.
Stand: 08.12.2025
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In der Ansicht Versionskontrolle ist es möglich, das Repository zu initialisieren und auch auf GitHub zu veröffentlichen. Das Klonen eines Repositorys von einem GitHub-Projekt kann in Visual Studio Code nach der Anmeldung ebenfalls erfolgen.
6. Einstellungen synchronisieren
Synchronisieren von Einstellungen zwischen verschiedenen Installationen von Visual Studio Code.
(Bild: Joos / Microsoft)
Entwickler, die an mehreren PCs arbeiten, können über den Menüpunkt „File\Preferences“ auch die Synchronisierung von Einstellungen zwischen verschiedenen VS-Code-Installationen aktivieren und steuern. Die Synchronisierung kann entweder über ein Microsoft-Konto oder ein Konto bei GitHub erfolgen. Bei der Neueinrichtung auf einem weiteren PC übernimmt Visual Studio Code anschließend alle Einstellungen.
7. Visual Studio Code und das Windows-Subsystem für Linux
Mit Visual Studio Code ist es auch möglich Linux-Anwendungen zu programmieren, die mit dem Windows-Subsystem für Linux zusammenarbeiten. Für die Verbindung wird in Visual Studio Code die VS-Code-Erweiterung „Remote Development“ installiert. Danach kann in Visual Studio Code umfassend mit dem Windows-Subsystem für Linux entwickelt werden.
Genau genommen handelt es sich dabei um ein Erweiterungs-Pack, das unterschiedliche Erweiterungen in Visual Studio Code installiert. Mit Remote-SSH können auch Remote-Sitzungen per SSH zu WSL aber auch zu anderen Linux-Systemen aufgebaut werden.