Workflow, Produktivität und Kundenbindung

2018 wird das Jahr der Videokonferenz

| Autor / Redakteur: James Campanini* / Florian Karlstetter

Mit Videokonferenzen kann eine Brücke zwischen räumlicher Distanz und digitaler Nähe geschaffen werden.
Mit Videokonferenzen kann eine Brücke zwischen räumlicher Distanz und digitaler Nähe geschaffen werden. (Bild: BlueJeans)

Ob im Privatleben, für das Geschäftsmeeting oder zur Optimierung des Kundenservices: Videokonferenzen sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Selbst die Gesundheitsbranche hat das Tool für sich entdeckt: Arztbesuche sollen künftig vermehrt per Video abgehalten werden.

Dank Apple FaceTime, Facebook Live, Periscope von Twitter, IPO von Snapchat und YouTube ist Live-Video bereits fester Bestandteil unseres Privatlebens.

An Live-Video wird also auch 2018 kein Weg mehr vorbeiführen. Im Gegenteil: Videokonferenzen werden die Geschäftswelt weiter erobern und zur Verbesserung der internen Kommunikation, der Kundenbindung und zur Steigerung der Effektivität eingesetzt. Mit der steigenden Nutzung von cloud-basierten Video-Tools in der Geschäftswelt, können Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden in den nächsten Jahren von folgenden Vorteilen profitieren:

1. Trend: Die Zukunft der Interaktion und Kommunikation

Globale Teams und internationale Kunden fordern neue Wege miteinander effektiv und einfach zu kommunizieren: Die zunehmende Globalisierung von Unternehmen weltweit führt dazu, dass längere und oft kostspielige Geschäftsreisen notwendig wären, um Kunden, Teams und Geschäftspartner zusammenzubringen.

Laut der New York Times verursacht eine Reise von New York nach Europa einen Treibhauseffekt, der vergleichbar mit 2-3 Tonnen Kohlendioxid pro Person ist. Doch grade in Zeiten des Klimawandels sollten Unternehmen 2018 auf ihren CO2-Fußabdruck achten. Unternehmen müssen die Möglichkeiten moderner Technologien jetzt für sich nutzen und eine echte Alternative zu langen, anstrengenden und umweltschädlichen Meetings schaffen, ohne dabei die Vorteile zu verlieren. Denn in vielen Fällen ist es einfach nicht möglich, auf die Face-to-Face-Kommunikation als Mittel zur Durchführung von Geschäften zu verzichten. Allerdings ist die Technologie inzwischen so weit fortgeschritten, dass das Videoerlebnis gleichbedeutend mit dem persönlichen Gespräch ist. Mit Videokonferenzen kann eine Brücke zwischen räumlicher Distanz und digitaler Nähe geschaffen werden.

Cloud-basierte Plattformen wie BlueJeans, die Einzelpersonen und Teams weltweit miteinander verbinden, sind wichtig für die Zukunft des modernen Arbeitsplatzes. Allein im Jahr 2017 konnte mit der Videokonferenz-Lösung BlueJeans der Reiseverkehr um mehr als 15,5 Milliarden Meilen und die CO2-Emission um rund 2,8 Millionen Tonnen reduziert werden.

2. Trend: Verbesserung der Work-Life Balance

Smartphones, Tablets und cloud-basierte Datenspeicherung - die Basis für ein flexibles Arbeiten ist gelegt. Jetzt gilt es, den Mitarbeitern das mobile Arbeiten von zu Hause aus auch zu ermöglichen und dieses zu fördern. 2018 sollte der „Arbeitsplatz 4.0“ kein Ziel mehr sein, sondern Realität. Laut einer weltweiten Untersuchung von Vodafone bieten bereits 72 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland flexible Arbeitsmodelle an. Doch es besteht noch Luft nach oben, denn moderne Technologien zur Kommunikation werden noch nicht ausreichend eingesetzt, um die Arbeit noch flexibler und effektiver zu gestalten. Dennoch sehen rund drei Viertel der Befragten eine Steigerung der Mitarbeiterproduktivität und 50 Prozent konnte durch Home-Office und flexible Arbeitszeiten den Gewinn maximieren.

Die Möglichkeiten für eine optimale und effektive Zusammenarbeit von global verteilten Teams werden immer vielfältiger und besser. Ob es sich dabei um die Durchführung einer Telefonkonferenz, die parallele Arbeit an einer Präsentation in einem Live-Dokument oder die Kontaktaufnahme mit einem Kollegen auf der anderen Seite der Welt handelt – die Herausforderungen, die es früher einmal gab, lassen sich dank technologischen Fortschritts problemlos lösen. Die Arbeit im Büro war noch nie so einfach wie heute. Je früher Unternehmen flexible Arbeitsbedingungen umsetzen, desto eher werden sie einen Aufschwung in der Produktivität und der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter erleben.

Denn für viele Arbeitnehmer ist die Work-Life-Balance ebenso wichtig, wie die Arbeitsatmosphäre, das Vorgesetztenverhalten und ein angemessenes Gehalt, wie die von XING in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa ergeben hat: Demnach suchen 81 Prozent der Befragten nach einem Job, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit bietet.

Die Umfrage von Vodafone hat ergeben, dass für 61 Prozent die Zufriedenheit im Job gesteigert werden kann, wenn der Arbeitgeber flexible Arbeitsmodelle einführen würde.

Der Ball liegt also ganz klar bei den Arbeitgebern: Sie können mit der Einführung flexibler, mobiler Arbeitskonzepte und moderner, cloud-basierter Technologien dem Fachkräftemangel und der Fluktuation im Unternehmen entgegenwirken und dabei gleichzeitig die Produktivität, den Gewinn und die Mitarbeiterzufriedenheit steigern – eine klare Win-Win-Situation.

3. Trend: Differenzierungspotenzial fördern durch digitale Kundennähe

Auch im E-Commerce erwarten Kunden vermehrt einen persönlichen und direkten Austausch mit einer Marke. In der Retail-Branche und auch der Finanzbranche wird sich Live-Video in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Kommunikationsmittel entwickeln.

Gerade bei komplexen Produkten ist der Wunsch nach persönlicher Beratung groß. Curated Shopping-Anbieter wie Modomoto, Outfittery oder Zalon machen es vor: Beratung gewinnt einen neuen Stellenwert beim Shopping und Kundenservice. Doch nicht nur im Fashion-Bereich ist der direkte Austausch zwischen Kunde und Marke sinnvoll, auch bei komplexen Produkten und Dienstleistungen suchen Nutzer vermehrt nach Hilfe und weiterführenden, detaillierten Informationen, die sie nur durch ein Service-Personal erhalten können. Auch hier können cloud-basierte Video-Tools Abhilfe schaffen.

Mit einer intuitiven Lösung können Kunden unabhängig ihres Endgerätes mit dem Berater einen Termin für ihr persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Im Tech-Bereich kann dem Kunden das Produkt live vorgestellt werden. Aber auch im Dienstleistungssektor steigt der Einsatz von Video-Chats, denn auch hier ist die Nachfrage des Kunden gegeben: So hat der aktuelle Insurance Benchmark von Unic ergeben, dass für die Herstellung einer digitalen Kundennähe viele Versicherungen vermehrt auf neue Kommunikationskanäle wie Videoberatung setzen, um ihre hochkomplexen Produkte besser erklären und die Beratungsqualität sowie Kundenbindung deutlich steigern zu können.

James Campanini, Vice President & General Manager EMEA bei BlueJeans.
James Campanini, Vice President & General Manager EMEA bei BlueJeans. (Bild: BlueJeans)

Skeptiker überzeugen und Potentiale ausschöpfen

Wenn es eine Kritik an Kollaborationstools in den letzten Jahren gab, dann diese, dass der menschliche Aspekt in der Kommunikation fehlt. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen so wichtig, in eine Lösung zu investieren, die eine kollaborative Umgebung schafft, die nicht nur effizient ist, sondern auch den persönlichen Aspekt bewahrt.

Cisco geht davon aus, dass die Live-Video-Nutzung bis 2021 um das 15-fache steigen wird. 2018 werden Unternehmen verstärkt in die Technologie investieren. Es ist daher wichtig, dass sich Arbeitgeber umgehend an diesen Wandel anpassen, denn wer möchte nicht im kommenden Jahr die Früchte moderner Kommunikation ernten?

*Der Autor: James Campanini, Vice President & General Manager EMEA bei BlueJeans.

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