Lizenzkosten-Simulator deckt Optimierungspotenziale auf

Zu viele Unternehmen zahlen zu viel für Software-Lizenzen

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Eine transparente Lizenzlandschaft minimiert die Kosten der Softwarenutzung.
Eine transparente Lizenzlandschaft minimiert die Kosten der Softwarenutzung. (Bild: © blobbotronic - stock.adobe.com)

Die Lizenzkosten für Serversoftware verursachen die mit Abstand höchsten Kosten in modernen Rechenzentren mit hohem Virtualisierungsgrad. Mit einer besseren Ausnutzung der Lizenzmetriken ließen sich die Softwarekosten deutlich verringern.

Um Kosten zu sparen, setzen die Verantwortlichen die Stellschrauben eher beim Hardware-Bestand und Energieverbrauch an oder vereinfachen die Administration. Mehr ließe sich allerdings gewinnen, wenn in erster Linie die Softwarekosten verringert würden. Die Komplexität der Lizenzmechanismen der verschiedenen Hersteller wird hier allerdings zum Hemmschuh und bis zu 80 Prozent der Optimierungspotenziale bleiben ungenutzt.

Fast alle Hersteller haben, im Gegensatz zur der klassischen Nutzung von Software, eigene Regeln für die Nutzung in virtualisierten Umgebungen eingeführt, die zu einem höheren Lizenzbedarf und damit höheren Kosten führen. Durch diese Komplexität ist es kaum mehr möglich, die passende Betriebssituation für die geringste Anzahl an notwendigen Lizenzen zu ermitteln. Zudem sorgen Mechanismen wie die Einführung von Mindestlizenzierungen oder Änderungen in der Lizenzmetrik zu Kostensteigerungen. Die Auswirkungen solcher Maßnahmen seitens der Hersteller auf die betroffenen Unternehmen sind schwer zu erkennen und kaum zu kalkulieren. Daher ist es fast unmöglich, die Lizenzlandschaft virtualisierter Rechenzentren mit Bordmitteln zu optimieren.

„Der Großteil der Unternehmen in Deutschland zahlt deutlich zu hohe Lizenzkosten. Das gilt für große Konzerne als auch für Mittelständler gleichermaßen“, erklärt Jörg Henschel, Geschäftsführer der Metrix Consulting GmbH. Gerade für den Mittelstand würden die ständig steigenden Softwarekosten zunehmend zum Problem. „Auch der häufig propagierte Weg in die Cloud ist kein Ausweg, da die Hersteller hier nur wenige, aber sehr teure Lizenzierungsoptionen anbieten. Zudem bietet der Softwarebetrieb in der Cloud keinerlei Optimierungspotenziale mehr, da Lizenzen nicht mehr physisch zugeordnet werden können“, so Henschel. Metrix will deshalb mit ihrem Lizenz-Simulator „InsideLicense Simulation & Analytics” für mehr Transparenz der individuellen Lizenzlandschaft sorgen. Das Tool deckt bislang verborgene Optimierungspotenziale auf und gibt Anregungen für die Reduzierung der Lizenzkosten. Die cloud-basierte Lösung ist laut Anbieter so einfach gestaltet, dass Unternehmen auch ohne ausgeprägtes Lizenzwissen ihre Kosten senken könnten.

Auf der Basis vereinfachter Daten visualisiert der Lizenzkosten-Simulator die IT-Infrastruktur aus Software-Sicht. Die zur Simulation notwendigen Daten können aus Inventory Tools, Softwareverteilungswerkzeugen, einem Configuration Management Tool oder anderen im Unternehmen verwendeten IT-Managementwerkzeugen extrahiert und über einfach strukturierte Excel-Dateien in den Lizenz-Simulator hochgeladen werden. Nach der visuellen Aufbereitung der Daten werden die Betriebszustände sichtbar, die wegen einer aus Lizenzsicht nicht optimalen Virtualisierung zu einem erhöhten Lizenzbedarf führen.

Wenn die Visualisierung alleine nicht weiterhilft, bietet Metrix zusätzlich Beratungsleistungen an. Nutzer können stundenweise die Lizenzexperten des Unternehmens direkt online buchen, die die Optimierungspotenziale erkennen und geeignete Maßnahmen empfehlen. Im nächsten Schritt lassen sich diese Empfehlungen dann simulieren. Das Ergebnis zeigt, wie sich die Lizenzbedarfe durch eine Neuverteilung verändern. Beispielsweise können virtuelle Maschinen anderen Hosts zugeordnet oder die Clusterstruktur reorganisiert werden, ohne dass sich dadurch im Betrieb etwas ändert. Zusätzlich ist es möglich, einen Produktwechsel zu simulieren oder einzelne ausgewählte Systeme auszutauschen. Darüber hinaus lässt sich auch darstellen, welche finanziellen Auswirkungen ein Wechsel der Lizenzmetrik hätte – entweder seitens eines oder mehrerer Hersteller, beispielsweise von der Prozessor-basierten zur Core-basierten Lizenzierung, oder durch das Unternehmen selbst, sofern es die Nutzungsbedingungen zulassen.

Dem Lizenz-Simulator liegen sämtliche Metriken der großen Hersteller zugrunde, von Microsoft, über IBM, Oracle, zu RedHat und Suse, bis hin zu EnterpriseDB, einer Postgres Subscription. Auf besonderen Kundenwunsch lassen sich jedoch auch die Metriken anderer Hersteller integrieren. Die Lösung ist als Online-Service bereits ab 980 Euro pro Monat ab sofort verfügbar.

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