Mehr Cloud, KI, neuer Kernel, neue Oberfläche Windows 12 und Windows Server 2025 noch in 2024?

Von Thomas Joos 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Anzeichen mehreren sich, dass in diesem Jahr ein größerer Refresh von Windows passieren soll. Dabei handelt es sich ziemlich sicher um Windows 12. Die nächste Serverversion trägt vermutlich die Bezeichnung Windows Server 2025. Wir fassen Gerüchte und Fakten zusammen.

Windows 12 soll eine moderne Oberfläche mit schwebender Taskleiste bekommen.(Bild:  Joos - Microsoft)
Windows 12 soll eine moderne Oberfläche mit schwebender Taskleiste bekommen.
(Bild: Joos - Microsoft)

Aktuell gibt es bereits die Preview der nächsten Serverversion. Diese trägt die Bezeichnung Windows Server vNext. In einigen Preview-Versionen ist die Bezeichnung Windows Server 2025 bereits aufgetaucht, sodass die Vermutung naheliegt, dass dies die Bezeichnung der nächsten Version sein könnte. Derzeit nutzen die meisten Anwender noch Windows 10. Microsoft könnte durchaus Interesse daran haben, mit einer neuen Windows-Version den Umstieg zu beschleunigen.

Diese Neuerungen werden für Windows 12/Windows 11 24H2 erwartet:

  • Enge Integration von KI.
  • Mehr Cloud-Anbindung (OneDrive, Microsoft 365, Windows 365).
  • Modernere Oberfläche mit Smart Snap UI und flexiblere, eventuell schwebende (floating) Taskleiste.
  • Modularer Aufbau.
  • Neue Suchoberfläche auf dem Desktop, ähnlich zu Spotlight aus macOS.

Windows Server 2025 basiert auf Windows 11

Während der Kernel und die Oberfläche von Windows Server 2022 auf Windows 10 basieren, wechselt Microsoft in Windows Server 2025 zu Windows 11. Neue Funktionen sind mehr Anbindung an die Microsoft-Cloud, mehr Sicherheit und weitere Features. Interessierte Admins und Benutzer können sich die aktuelle Preview kostenlos bei Microsoft herunterladen und testen. Derzeit ist noch nicht klar, wann genau Windows Server 2025/vNext erscheinen soll – Ende 2024 oder zumindest 2025 ist jedoch nicht unrealistisch.

Windows 12 kommt wahrscheinlich in 2024 – vermutet Intel-CFO

Während es bei Windows Server vNext bereits eine Preview gibt, hat Microsoft zu Windows 12 noch nichts veröffentlicht. Es ist aber zu erwarten, dass sich die erste Preview von Windows 12 stark an den Funktionen und dem Aussehen von Windows 11 Version 23H2 orientiert. David Zinsner, CFO bei Intel, hat in einer der letzten Analystenkonferenzen durchblicken lassen [Registrierung nötig], dass 2024 bessere Geschäftszahlen bei Intel zu erwarten sind, weil ein „Windows-Refresh“ ansteht.

Und damit meinte er nicht Windows 11 Version 23H2, das bereits letztes Jahr erschienen ist. Hinzu kommt ein Beitrag bei videocardz.com, in dem Intel für die neue Prozessor-Familie Meteor Lake die Unterstützung für Windows 12 ankündigt. Auf älteren CPUs wird Windows 12 wohl ebenfalls laufen, aber die neuen KI-Funktionen werden hier vermutlich nicht so effektiv unterstützt.

Bildergalerie

KI soll in Windows enger integriert werden

„Bei der Entwicklung zukünftiger Windows-Versionen werden wir über andere Bereiche nachdenken, in denen KI eine natürliche Rolle in Bezug auf das Benutzererlebnis spielen sollte", sagte Yusuf Mehdi, Microsofts Leiter für Verbrauchermarketing in einem Interview bei The Verge. Auch CEO Nadella geht in Interviews immer wieder darauf ein, dass in der nächsten Windows-Version die Interaktion mit KI sehr viel enger sein wird. Derzeit arbeiten sowohl Intel als auch AMD an neuen Prozessoren, die KI besser unterstützen. Außerdem erwarten viele Beobachter des Marktes, dass Windows 12 besser mit ARM-Prozessoren zurechtkommt.

Damit KI-Funktionen auch ohne Einschränkungen zum Einsatz kommen können, ist es sinnvoll, dass Windows diese nativ unterstützt. Das ist in Windows 11 mit Windows-Copilot aktueller eher nur rudimentär der Fall. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass mit der Veröffentlichung neuer Prozessoren auch eine neue Windows-Version ansteht.

Microsoft wurde selbst vom enormen KI-Hype, ausgelöst durch ChatGPT, überrascht und integriert derzeit in einer Vielzahl von Produkten KI-Technologien. Im Betriebssystem wirken diese aber nur angeflanscht und sind damit nicht so effektiv. Das lässt sich mit einer neuen Betriebssystem-Version wesentlich besser erreichen. Es ist zu erwarten, dass Windows 12 umfassend mit KI-Technologien ausgestattet sein wird, weit mehr als dies mit Windows-Copilot in Windows 10 und Windows 11 aktuell der Fall ist. Für Microsoft-CEO Nadella ist Copilot nur ein erster Schritt, wie KI in ein Betriebssystem integriert werden kann. Die nächste Windows-Version bietet hier vermutlich deutlich mehr – unabhängig davon, ob diese Windows 12 oder Windows 11 Version 24H2 heißen wird.

Kommt Windows 12 in die Cloud und aus der Cloud?

Während bei Windows Server 2025 recht klar ist, dass es sich um ein On-Premises-Betriebssystem handeln wird, scheint es bei Windows 12 so zu sein, dass auch ein Abomodell, ähnlich zu Windows 365, denkbar ist. Dadurch können Anwender von überall auf ihren virtuellen Windows 12-PC zugreifen, was vor allem für Unternehmensanwender interessant ist, die immer häufiger auch mobil arbeiten. Microsoft hat bereits angekündigt, dass Windows generell modularer werden soll. Bereits jetzt lassen sich aus Windows 11 immer mehr vorinstallierte Apps entfernen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich dieser Trend noch tiefer in das Betriebssystem integriert und es dadurch modularer macht.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Kommt Windows 12 oder Windows 11 Version 24H2?

Windows 12 kann durchaus noch dieses Jahr erscheinen, dann vermutlich aber eher Richtung Herbst oder Winter. Es ist aber auch möglich, dass Microsoft die neue Version nicht als Windows 12 vermarktet, sondern als Windows 11 Version 24H2. Diese Möglichkeit wird dadurch gestützt, dass eine Veröffentlichung von Windows 12 bedeuten würde, dass Microsoft mit Windows 10, Windows 11 und Windows 12 drei Windows-Versionen gleichzeitig am Markt hat und unterstützten müsste. Dies stünde im krassen Widerspruch dazu, dass Windows 10 ursprünglich die letzte Windows-Version sein sollte.

(ID:49900181)