Ein Blick in die Zukunft

Wie wir im Jahr 2025 arbeiten werden

| Autor / Redakteur: John Newton * / Elke Witmer-Goßner

Tschüss, Langeweile! Visionär John Newton erwartet in zehn Jahren einen technischen Quantensprung am Arbeitsplatz.
Tschüss, Langeweile! Visionär John Newton erwartet in zehn Jahren einen technischen Quantensprung am Arbeitsplatz. (Bild: Alfresco)

Der technologische Fortschritt des letzten Jahrzehnts war enorm. Und ebenso enorm ist unsere Abhängigkeit von den neuen Technologien, die aus dem Boom des digitalen Zeitalters resultiert. Die Frage, wie sich unsere Arbeitswelt in den nächsten zehn Jahren verändern wird, bewegt zahlreiche Forscher und IT-Strategen.

Es ist kaum mehr vorstellbar, dass es noch vor zehn Jahren weder Facebook noch Google Maps, Dropbox, YouTube oder Twitter gab. Heute arbeiten wir täglich mit diesen Diensten. Natürlich will jeder gerne wissen, was für die Menschen in Zukunft möglich sein wird. Daher versuche ich mich alle fünf Jahre an einer Vorausschau auf unser Leben beziehungsweise unseren Arbeitsplatz in den kommenden zehn Jahren. Doch gerade weil die Technologien sich so schnell verändern, ist es schwierig, eine sichere Prognose für 2025 abzugeben.

Überschätzte Robotik

In vielen Umfragen über die Zukunft wird häufig der Bereich Robotik angesprochen. Ich glaube jedoch nicht, dass die Entwicklung der Robotertechnik am Arbeitsplatz darauf hinaus laufen wird, dass menschenähnliche Roboter in unseren Büros Aufgaben erledigen. Ich denke, unsere Robo-Assistenten werden eher im Hintergrund agieren und, ähnlich wie Watson von IBM, über eine künstliche Intelligenz in Kombination mit den von uns genutzten Technologien verfügen.

Diese Entwicklung wird zusammen mit weiteren Fortschritten im Bereich Anticipatory Computing zur Entwicklung von Software beitragen, die über ein besseres Verständnis unserer Vorlieben und über eine künstliche Intelligenz verfügt. Sie wird unter anderem auch unsere Stimmung und Gefühle berücksichtigten können. Diese Software wird unsere Arbeitsweise erlernen und sich entsprechend anpassen. Sie wird erkennen, dass kreative Köpfe anders arbeiten als rationale Denker. Die Technologie wird in der Lage sein, sich an introvertierte oder extrovertierte Menschen anzupassen. Sie wird verstehen, wie wir mit anderen Kollegen kommunizieren und arbeiten möchten.

Konzentration auf das Wesentliche

Und was vielleicht am entscheidensten ist: Die neuen Technologien werden uns dabei helfen, uns auf das Wichtigste zu fokussieren. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben wir die Fähigkeit verloren, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren. Weil den ganzen Tag über neue Nachrichten auf unserem Bildschirm erscheinen, schaffen wir es nie, unsere Aufgaben von A bis Z zu erledigen. Das wird sich durch die neuen Systeme ändern. Sie werden uns dabei unterstützen, uns besser auf einzelne Aufgaben zu konzentrieren. Die Software wird dabei so ausgefeilt sein, dass sogar die kompliziertesten Aufgaben einfach zu erledigen sind und sogar Spaß machen.

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