Amazon Pay ist ein im Jahr 2007 gelaunchter Bezahlservice des Online-Versandhändlers Amazon. Mit diesem Service können Kunden mit ihrem Kundenkonto in Onlineshops von Drittanbietern einkaufen und bezahlen.
Der Online-Zahlungsabwicklungsdienst Amazon Pay ist 2007 in den USA ins Leben gerufen worden und seit 2011 auch in Deutschland verfügbar.
Amazon Pay ist ein Bezahlservice des Online-Versandhändlers Amazon. Er wurde im Jahr 2007, damals noch unter anderem Namen, eingeführt und 2017 in Amazon Pay umbenannt. Seit 2011 ist der Bezahlservice auch in Deutschland verfügbar (zunächst unter dem Namen Amazon Payments). Amazon Pay erlaubt Amazon-Kunden über das eigene Kundenkonto und den dort hinterlegten Versand- und Zahlungsinformationen in Onlineshops anderer Anbieter einzukaufen, wenn diese Amazon Pay als Bezahlservice integriert haben und die Option „Amazon Pay“ beim Einkaufen angezeigt wird.
Zahlungsinformationen wie Konto- oder Kredit- und Girokartennummern werden beim Bezahlvorgang nicht an den Händler übermittelt. Er erhält nur die für die Abwicklung der Bestellung unbedingt notwendigen Daten wie Kundenname, Lieferanschrift oder E-Mail-Adresse. Amazon-Kunden haben den Vorteil, dass sie beim Einkaufen in verschiedenen Onlineshops nur ein einziges Kundenkonto benötigen und die von den Amazon-Bestellungen gewohnte Abwicklung der Zahlung stattfindet.
Darüber hinaus greift ein vergleichbarer Käuferschutz wie beim Einkauf direkt auf Amazon. Die Details der Transaktionen lassen sich im Amazon-Konto nachverfolgen. Das Einkaufen wird einfacher und sicherer. Für Endkunden ist das Einkaufen und Bezahlen mit Amazon Pay kostenfrei. Für Onlinehändler fallen transaktionsabhängige Gebühren an. Die digitale Amazon-Sprachassistentin Alexa unterstützt das Einkaufen mit Amazon Pay ebenfalls.
Funktionsweise von Amazon Pay und Sicherheitsaspekte bei der Kaufabwicklung
Um den Service Amazon Pay nutzen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Der Onlineshop muss am Amazon-Bezahlservice teilnehmen und Amazon Pay als Option anbieten. Endkunden benötigen zudem ein Kundenkonto bei Amazon mit mindestens einem hinterlegten gültigen Zahlungsmittel. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann ein Amazon-Kunde überall dort mit seinen im Amazon-Konto hinterlegten Versand- und Zahlungsinformationen einkaufen und bezahlen, wo der Button Amazon Pay angeboten wird.
Beim Bestellvorgang übermittelt Amazon die für die Abwicklung unbedingt notwendigen Informationen wie Kundenname, Lieferanschrift oder E-Mail-Adresse an den Händler. Zahlungsinformationen wie Kontonummern oder Kredit- und Girokartennummern werden nicht an den Onlinehändler übertragen. Der Bezahlvorgang wird gemäß der im Amazon-Konto eingestellten Zahlungsmethode abgewickelt. Es kann allerdings kein Amazon-Guthaben aus Amazon-Gutscheinkarten verwendet werden.
Alle mit Amazon Pay abgewickelten Transaktionen sind im Amazon-Kundenkonto einsehbar. Der Kunde wird per E-Mail sowohl von Amazon über die Abwicklung der Zahlung als auch vom Onlinehändler über den Bestellvorgang informiert. Unter Umständen kann es beim Bezahlen mit Amazon Pay zu zusätzlichen Sicherheitsprüfungen wie die Verifizierung der Kreditkartenzahlung durch den Kartenaussteller kommen.
Darstellung eines Bestell- und Bezahlvorgangs mit Amazon Pay
Um den Bezahlservice Amazon Pay besser zu verstehen, im Folgenden eine kurze stichpunktartige Darstellung eines beispielhaften Bestell- und Bezahlvorgangs mit Amazon Pay bei einem externen Onlinehändler:
Der Kunde öffnet den Onlineshop eines Händlers, der Amazon Pay anbietet.
Er sucht die gewünschten Produkte im Onlineshop des Händlers aus und legt sie in seinen Warenkorb.
An der Kasse wählt er die Option Amazon Pay über den angezeigten Button mit dem Amazon-Pay-Logo.
Der Kunde loggt sich mit seinen Amazon-Login-Daten in sein Amazon-Kundenkonto ein.
Er stimmt der Zahlungsart und Lieferadresse zu oder wählt diese aus (falls mehrere hinterlegt sind) und bestätigt den Einkauf.
Anschließend erhält der Kunde Mails von Amazon über die Autorisierung der Zahlung und Bestätigung der Bestellung sowie Mails vom Onlinehändler über den Bestell- und Liefervorgang inklusive Rechnung und weiteren Informationen.
Vor- und Nachteile von Amazon Pay für Endkunden und Onlinehändler
Durch Amazon Pay ergeben sich Vor- und Nachteile sowohl für Endkunden als auch für externe Onlinehändler.
Laut Aussage von Amazon ist Amazon Pay eine schnelle, einfache und sichere Zahlungsmethode. Endkunden benötigen für den Einkauf bei verschiedenen Onlinehändler lediglich ein Amazon-Kundenkonto und müssen sich nicht mehrere Usernamen und Passwörter merken oder persönliche Daten mehrfach bei verschiedenen Onlinehändlern eingeben. Die Bestellung und Bezahlung wird über das vertraute Amazon-Kundenkonto mit den dort hinterlegten Zahlungsarten abgewickelt.
Der externe Onlinehändler erhält keine Informationen wie Kredit- oder Kontonummern, sondern nur die für die Abwicklung des Bestellvorgangs unbedingt benötigten Daten. Die Belastung des Bankkontos oder der Kreditkarte findet erst nach dem Verschicken der bestellten Produkte statt. Zudem greift mit der A-bis-Z-Garantie ein vergleichbarer Käuferschutz wie beim Einkauf direkt auf Amazon.
Amazon Pay wird auch von Alexa unterstützt und erlaubt ein komfortables Einkaufen per Sprachsteuerung. Alle mit Amazon Pay getätigten Einkäufe und Transaktionen sind an zentraler Stelle über das Amazon-Kundenkonto einsehbar und nachvollziehbar. Für Endkunden fallen keine zusätzlichen Kosten für das Einkaufen und Bezahlen mit Amazon Pay an.
Stand: 08.12.2025
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Vendor Lock-in & Co.
Als Nachteil lässt sich aufführen, dass eine stärkere Abhängigkeit von Amazon entstehen kann und Amazon über Einkäufe seiner Kunden bei externen Onlinehändlern informiert ist.
Für Onlinehändler, die Amazon Pay als Option anbieten, ergeben sich einige Vorteile. Amazon Pay ist eine Zahlungsmethode mit riesiger Reichweite. Weltweit gibt es mehrere hundert Millionen Amazon-Kunden, die potenzielle Nutzer von Amazon Pay sind. Amazon verspricht durch die Integration von Amazon Pay und das Anbieten einer den Amazon-Kunden vertrauten und bequemen Zahlungsmethode weniger Abbrüche beim Bestell- und Bezahlvorgang und dadurch insgesamt bessere Verkaufszahlen.
Amazon Pay lässt sich mit relativ geringem Aufwand in den eigenen Shop einbinden. Durch die Unterstützung von Amazon Alexa ist damit auch Voice Commerce in den Shop integriert. Das Risiko von Forderungsausfällen ist dank der von Amazon implementierten Betrugsschutztechnologien unter Umständen ebenfalls reduziert.
Mögliche Nachteile sind, dass für die Kaufabwicklung über Amazon Pay zusätzliche, transaktionsabhängige Kosten entstehen. Darüber hinaus kann durch die Verlagerung von Transaktionsbestandteilen eines Kaufvorgangs außerhalb des eigenen Onlineshops zu Amazon Pay zusätzlicher Aufwand für die Abbildung und Bedienung der Prozesse der Buchhaltung oder der Warenwirtschaft entstehen. Weitere Nachteile sind, dass eine gewisse Abhängigkeit von Amazon entsteht und Amazon über Amazon-Pay-Verkäufe und -Umsätze des Onlinehändlers informiert ist.
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