Cisco-Digital-Umfrage

Was Deutschland über die Digitalisierung denkt

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Bundesbürger haben ein ganz unterschiedliches Empfinden gegenüber der Digitalisierung.
Die Bundesbürger haben ein ganz unterschiedliches Empfinden gegenüber der Digitalisierung. (Bild: © MH - stock.adobe.com)

Die Digitalisierung macht sich in Deutschland breit und kommt nun auch bei den Bürgern an – die mit gemischten Gefühlen reagieren. So sind im Norden die Menschen eher neugierig auf die Digitalisierung, im Süden dagegen gelassen.

Die Digital-Umfrage von Civey, die im Auftrag von Cisco durchgeführt wurde, zeigt, dass die Digitalisierung im Alltag der Menschen in Deutschland stark spürbar ist und sie ihr mit gemischten Gefühlen gegenüber stehen.

Die Hamburger sind im Deutschlandvergleich am neugierigsten auf die Digitalisierung. Für 35,7 Prozent der Hanseaten ist Neugier der erste Impuls. Im Deutschlandschnitt sind es nur 23,5 Prozent, Berlin liegt sogar noch leicht darunter (23,1 %). Generell sind sich die Deutschen uneinig – so empfinden fast ähnlich viele vor allem Genervtheit (22,8 Prozent). Bei den Hamburgern sind nur 18,8 Prozent genervt, es sind aber auch nur 3,2 Prozent zufrieden (7,2 im Bundesschnitt). Den höchsten Wert hat mit 8,9 Prozent Berlin – aber auch hier ist noch viel Luft nach oben.

„Digitalisierung in Deutschland kann eine große Erfolgsgeschichte werden, wenn wir jetzt in den entscheidenden Bereichen noch einen Gang hoch schalten. Hier ist einerseits die Politik gefragt, aber auch wir werden mit unserem Programm Deutschland Digital weiter gezielt investieren“, so Bernd Bönte, Leiter Deutschland Digital bei Cisco Deutschland.

Die Bayern bleiben cool

Bei den Bayern herrscht eher Unaufgeregtheit, was die Digitalisierung angeht: Die Menschen verbinden bundesweit am wenigsten Sorgen (10,7%, bundesweit 12,1%) und Unsicherheit (10,8%, bundesweit 12,3%) mit dem Thema. Die Digitalisierung ist in ihrem Alltag am ehesten als normaler Bestandteil angekommen.

Nordrhein-Westfalen liegt als Flächenland ungefähr im bundesdeutschen Schnitt. Das Land, das mit dem Ruhrpott besonders vom Strukturwandel betroffen ist, zeigt sich besorgter (14,9%, bundesweit 12,3%) – besonders die Frauen (18,2 Prozent). Gleichzeitig ist die Unsicherheit etwas geringer ausgeprägt (9,7%, bundesweit 12,4%).

Handlungsbedarf

Generell sind Bildung und Verwaltung die beiden Bereiche, bei denen die Deutschen den meisten Handlungsbedarf sehen. Bundesweit nennen 43,6 Prozent Bildung mit Abstand am häufigsten, gefolgt von der Verwaltung mit 21,9 Prozent. Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen, dort wünscht sich fast jeder Zweite (46,3%) mehr Digitalisierung in Schulen und Universitäten. Hinsichtlich der Verwaltung scheinen die Defizite in der Hauptstadt besonders groß zu sein: Laut Umfrage wünschen sich 36,5 Prozent mehr digitale Bürgerservices. Die Bayern liegen hinsichtlich Bildung und Verwaltung im Bundestrend. Allerdings werden hier häufiger auch mehr Digitalisierung am Arbeitsplatz (9,2%, bundesweit 7,6%) und im Gesundheitswesen (8,5%, bundesweit 7,7%) gefordert.

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