Lünendonk-Studie Volle Auftragsbücher bei IT-Beratungs-Unternehmen

Von Heidi Schuster

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Der IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland entwickelte sich laut einer Lünendonk-Studie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 sehr positiv.

Lünendonk befragte rund 100 Anbieterunternehmen und 45 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen.(Bild:  © p365.de - Fotolia)
Lünendonk befragte rund 100 Anbieterunternehmen und 45 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen.
(Bild: © p365.de - Fotolia)

33,3 Milliarden Euro haben die von Lünendonk befragten 100 in Deutschland ansässigen IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen 2014 erwirtschaftet. Knapp vier Milliarden Euro davon resultieren aus dem Auslandsgeschäft.

Dabei entwickeln sich die einzelnen Marktsegmente und Geschäftsmodelle unterschiedlich. Während die auf das IT-Projektgeschäft ausgerichteten IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen 2014 im Durchschnitt um 6,9 Prozent gewachsen sind, konnten die Anbieter mit Schwerpunkt auf dem Betrieb von Applikationen und IT-Infrastruktur nur um durchschnittlich 0,4 Prozent zulegen. Das ergab die Lünendonk-Studie „Führende IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen in Deutschland – mit Sonderkapitel zu Business Innovation / Transformation Partnern (BITP)“.

Zur Studie

> Für die Lünendonk-Studie „Führende IT-Beratungs- und IT-Service-Unternehmen in Deutschland“ wurden neben 100 Anbieterunternehmen auch rund 45 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt. Sponsoren der Studie sind die Unternehmen Accenture, Lufthansa Industry Solutions sowie NTT Data.

Positive Ausblicke

Durch den Handlungsdruck der Kunden, die digitale Transformation zügig zu gestalten, sind die Auftragsbücher der IT-Beratungen voll und erlauben so einen optimistischen Blick in die Zukunft. Für das laufende Jahr 2015 rechnen die befragten IT-Beratungen mit einem Umsatzplus von 8,6 Prozent im statistischen Mittel. 2016 werden sogar durchschnittlich 10,6 Prozent angestrebt.

Dagegen ist Lünendonk zufolge das Marktumfeld der IT-Service-Unternehmen von diversen Faktoren getrübt. Industrialisierung und Automatisierung im Betrieb von Applikationen und Rechenzentren würden zwar grundsätzlich die Qualität der IT-Leistungserbringung sowie die Unterstützung der Business-Prozesse mit hochverfügbaren und flexiblen IT-Prozessen verbessern. Aufgrund der hohen Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit der Leistungen werde IT dadurch aber auch günstiger in der Bereitstellung, was sich negativ auf die Service-Preise auswirke.

Die Verlagerung von IT-Leistungen, wie Test-Services, Software-Entwicklung oder Applikationsbetrieb, in Near- und Offshore-Standorte erhöhe zusätzlich den Druck auf die Preise in Deutschland. Folglich nehme die Verhandlungsmacht der Kunden zu, der Wettbewerbsdruck steige weiter.

Die IT-Beratungen sind für die kommenden Jahre deutlich optimistischer als IT-Service-Unternehmen.(Quelle:  Lünendonk)
Die IT-Beratungen sind für die kommenden Jahre deutlich optimistischer als IT-Service-Unternehmen.
(Quelle: Lünendonk)

Dennoch gehen die von Lünendonk befragten IT-Service-Unternehmen für das laufende Jahr von einer besseren Geschäftsentwicklung als 2014 aus; sie rechnen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 3,7 Prozent. Für 2016 erwarten sie eine durchschnittliche Steigerung auf gleichem Niveau (plus 3,8 Prozent). „Die IT-Service-Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle den veränderten Kunden- und Technologieanforderungen sowie dem Wettbewerbsumfeld anzupassen“, beschreibt Mario Zillmann, Leiter Professional Services und Autor der Studie, den Handlungsbedarf vieler IT-Service-Unternehmen. „Einen Schlüssel, um dieser Entwicklung zu begegnen, sehen viele Anbieter in der immer stärkeren Automatisierung ihrer eigenen Delivery-Prozesse, im Aufbau von Cloud-Kapazitäten sowie in der Anpassung ihres Service-Portfolios an die veränderten Kundenanforderungen.“

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