Konzerne und mittelständige Unternehmen müssen mehr lizenzieren als sie denken.

VMware und Hyper-V – ohne Zusatzprodukte läuft nichts, Teil 1

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Zusätzliche Kosten: Livemigration verlangt Cluster

Anwender können also mit den virtuellen Servern weiter arbeiten. Insgesamt lassen sich Cluster mit einer Größe von 16 Knoten betreiben. Zwar punktet Microsoft oft bei den Kosten für die Lizenzierung, da Administratoren Windows Server 2008 R2 abhängig von der Lizenz auch als virtuelle Server installieren können, aber die wahren Kosten sind die Kosten für notwendige Zusatzprodukte beim Einsatz vieler Server.

Alle Editionen von Windows Server 2008 R2 enthalten eine Hyper-V-Lizenz. Die Standard Edition deckt mit einer Lizenz die Installation auf einem Host und zusätzlich eine virtuelle Maschine unter Hyper-V ab.

Hyper V auf dem Host

Auf dem Host darf dann allerdings nur die Hyper-V-Rolle in Betrieb sein. Bei der Enterprise Edition dürfen Unternehmen mit einer Lizenz bis zu vier virtuelle Maschinen mit Hyper-V installieren sowie den Hyper-V-Host selbst.

Bei den Editionen Datacenter und Windows Server 2008 R2 für „Itanium“-basierte-Systeme dürfen sogar unbegrenzt virtuelle Maschinen erstellt werden, die Lizenzierung bei diesen Versionen Prozessor-basiert ist.

Live-Migration in Hyper-V steuern Admins mit der Cluster-erwaltung und zusätzlich mit System Center Virtual Machine Manager. Dieses V-Produkt ist vor allem für große Unternehmen sinnvoll, da sich nur so mehrere Hosts sinnvoll und effizient verwalten lassen.

System Center Virtual Machine Manager 2008 R2

Sollen mehr als ein Hyper-V-Host Einsatz finden, kommen Unternehmen kaum um den System Center Virtual Machine Manager herum. Dieser ist das Gegenstück zu VMwares vCenter. Dieser erweitert die Verwaltungsmöglichkeiten des Hyper-V-Managers enorm. Alle HyperV-Hosts und die installierten Maschinen lassen sich in einer zentralen Oberfläche verwalten.

Ein wichtiger Punkt ist die Möglichkeit auch Vorlagen zu erstellen, auf deren Basis Administratoren schnell und einfach neue virtuelle Maschinen erstellen können. Das ist vor allem bei der Virtualisierung vieler Server nahezu unerlässlich, mit Standardmitteln aber nicht möglich.

Auch zur Migration zahlreicher virtueller Server sind Zusatz-Tools notwendig. Diese sind in „SCVMM“ integriert. Während der Migration können Administratoren auswählen, auf welchen angebundenen physikalischen Hosts der Assistent die VM erstellen soll.

Ohne den SCVMM ist das nicht möglich.

SCVMM verwaltet VMWare vSphere

Neben der Möglichkeit Hyper-V zu verwalten, können Administratoren mit SCVMM auch VMWare vSphere ab Version 3.0 verwalten. Das ist vor allem bei heterogenen Virtualisierungsumgebungen sinnvoll, da hier noch mehr Werkzeuge in den Einsatz kommen, als beim Einsatz nur eines Virtualisierungsproduktes.

Sind im Unternehmen mehrere Virtualisierung-Hosts im Einsatz, müssen Administratoren bei jeder neuen VM planen wo der Server Einsatz finden soll. Ein wesentlicher Vorteil von SCVMM ist die Verbindung aller physikalischen Hosts miteinander und das intelligente Platzieren von neuen VMs auf einer noch nicht ausgelasteten Host-Maschine.

weiter mit: Priorisieren von Servern im Cluster

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