Bereit für die 100-Prozent-Virtualisieung und die ganz private Cloud

VMware feiert sich und den größten Produkt-Launch seiner Geschichte

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Oh Schreck! Neues Lizenzmodell durch Pooling-Konzept

Mit der Einführung von VMware vSphere 5 entwickelt VMware sein Lizenzmodell weiter. Der Hersteller möchte damit „einen Cloud-gerechteren Ansatz“ ermöglichen, indem die Lizenzen sich auf Ressourcenverbrauch und Nutzung bezieht und nicht mehr auf physikalische Komponenten und Kapazitäten.

vSphere 5 wird weiterhin pro Prozessor (CPU) lizenziert, jedoch entfallen die bisherigen Restriktionen hinsichtlich Prozessorkernen und physikalischem Speicher pro Server. Ersetzt werden sie durch ein einziges, virtualisierungsbasiertes Nutzungsrecht von „Pooled Virtual Memory“ oder „vRAM“.

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Pooled vRAM ist die Gesamtmenge von Hauptspeicher , der allen virtuellen Maschinen in der Umgebung des Kunden zur Verfügung steht. Jede vSphere 5 CPU Lizenz erlaubt es dem Käufer, eine bestimmte Menge vRAM zu nutzen und frei in der gesamten Umgebung zu verteilen.

Verbrauchsorientierung

So werde ein echtes verbrauchsbasiertes, Cloud-orientiertes Lizenzmodell etabliert, so VMware. Der Kunde unterliege keinen Einschränkungen, wie er den Hauptspeicher zwischen virtuellen Maschinen verteile, egal ob er sich etwa entscheidee, viele kleine oder nur eine große VM aufzusetzen.

VMware vSphere ermöglichte es bisher schon, durch Pooling von Ressourcen wie CPU, Hauptspeicher und Storage seine Hardware-Auslastung zu erhöhen. Mit dem neuen Lizenzmodell überträgt VMware das Pooling-Konzept, eines der Grundprinzipien des Cloud Computing, von der rein technischen auf die Geschäftsebene und gestattet auch das Pooling von Lizenzen.

Da vSphere 5 immer noch CPU-basiert lizenziert bleibe, könnten Kunden dennoch weiterhin ihre etablierten Einkaufs-, Bereitstellungs- und Lizenzmanagement-Prozesse nutzen. Denn die Kunden werden durchaus unterschiedlich betroffen sein und einige mehr zahlen müssen, sagt Eric Siebert, Chef-Admin bei der Boston Market Group Corp.: „Große Unternehmen, die große Host in Betrieb haben, werden viel ausgeben müssen für ihre Lizenz-Upgrade.“

Neue Architekturen sind die Folge

Er überlegt weiterhin, dass sich die VMware-Kunden wohl Gedanken machen müssen, wie sie ihre Umgebungen anders designen. „Rightsizing wird nun wirklich wichtig“, sagt er. „man kann sich die Verschwendung von Memory einfach nicht mehr leiten.“

Bisher bekannt sind folgende Schritte:

  • vSphere 5 Standard Edition: 24 GB pro 995-Dollar-Lizenz
  • vSphere 5 Enterprise Edition: 32 GB pro 2.875-Dollar-Lizenz
  • vSphere 5 Enterprise Plus: 48 GB pro 3.495-Dollar-Lizenz

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