Vorausschauende Instandhaltung Ultraschall-Messverfahren mit Cloud-Anbindung
In der präventiven Instandhaltung gab es lange nur die Möglichkeit, sich auf unkonventionelle Diagnosemethoden wie die Hörprobe mit Schraubenzieher oder den Seifenlaugentest zu verlassen oder in teure Geräte zur Infrarot- beziehungsweise Schwingungsdiagnostik zu investieren. Als Alternative bewährt sich seit geraumer Zeit in allen Bereichen der Industrie ein Gerät aus den USA, das auf Ultraschallbasis arbeitet. Der so genannte UltraschallSpion.
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Ab in die Cloud: Mobile App zur zustandsorientierten Überwachung von Produktionsmitteln via Ultraschall macht Energie- und Kostensparen noch einfacher und effizienter. Der UltraschallSpion, der in Deutschland von der Richard Chambers GmbH vertrieben wird, überzeugte sogar die NASA, da Fehlfunktionen ‒ unabhängig davon, ob elektronische Bauteile davon betroffen sind oder die Mechanik, ob es sich um Leckagen von Gas, Pressluft oder im hydraulischen System handelt ‒ bei zugleich überschaubarem Kostenaufwand bereits im Anfangsstadium festgestellt werden können.
Durch eine neue App für Android-Mobilgeräte steht jetzt eine noch effektivere Möglichkeit zur Verfügung, die Effizienz und Lebensdauer etwa von Motorlagern und Getrieben festzustellen, indem deren Ultraschall-Betriebsgeräusche aufgenommen und zur Bewertung in die InCTRL-Cloud hochgeladen werden. Dadurch sind sofortige Reparaturen und die Überprüfung ihrer Wirksamkeit direkt vor Ort möglich, anstatt die Daten erst übertragen und im Büro auswerten zu müssen.
Unvorhergesehene Wartungsarbeiten wegen defekter Bauteile können zu einem erhöhten Bedarf an Ersatzteilen, unzufriedenen Kunden und großem zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden mit unwägbaren Kosten führen. Mit dem UltraschallSpion lassen sich potenzielle Ursachen für solche Fehlfunktionen frühzeitig identifizieren. Bisher wurde die Mechanik dafür mit Hilfe eines Pocketcomputers überwacht.
Um die Geräusche bewerten und den Verschleiß beobachten zu können, mussten die Messergebnisse auf dem PC im Büro eingespielt, gespeichert und bewertet werden. „Dieser Schritt entfällt mit der neuen InCTRL-App, die sich nunmehr als Schlüsselkomponente der Monitoring-Lösung nahtlos in die bestehenden Instandhaltungsprozesse einfügt und hilft, diese zu verbessern. Auch die Kommunikation und Integration im gesamten Unternehmen werden durch die Archivierung in der Cloud erleichtert“, erläutert Richard Chambers, der das Gerät 2002 nach Deutschland gebracht hat.
Charakteristische Geräusche warnen vor Ausfällen
Der Einsatz der Ultraschall-Technik ist besonders für sich bewegende, mechanische Komponenten wie Lager, Getriebe, Motoren oder Kompressoren geeignet. Bereits im Anfangsstadium können dabei fehlerhafte Bauteile, Gasleckagen, schadhafte Dichtungen oder mechanische Schäden ‒ sogar an schwer erreichbaren Stellen ‒ anhand charakteristischer Geräusche, die diese Schäden auf einer Frequenz von 40 Kilohertz erzeugen, identifiziert werden. Hervorgerufen werden diese durch Reibung, Stöße, Verwirbelungen und elektrische Entladungen.
„Erwähnt werden sollte in diesem Zusammenhang, dass die Anwender durchweg davon berichten, dass das, was man mit dem Spion hört, verständlich ist. Es handelt sich also nicht einfach um diffuse Geräusche, sondern aufgrund der jeweiligen Klangqualität ist bereits klar, was los ist“, ergänzt Chambers. Zwar tritt beispielsweise Reibung teilweise ganz natürlich auf, doch wird diese zu groß, kommt es zu Problemen ‒ im schlimmsten Fall mit der Folge eines Produktionsstillstands. „Deshalb sollte auf möglichst gleichbleibende Rahmenbedingungen geachtet werden, damit Schwankungen in den Messwerten nicht etwa auf eine andere Geschwindigkeit oder Belastung zurückgehen“, mahnt Chambers. Wird das berücksichtigt, lassen sich Veränderungen sehr viel früher, schneller und einfacher erkennen als dies mit Infrarot- oder Schwingungsanalyse möglich ist, kostspielige Reparaturen fallen im besten Fall gar nicht erst an und unvorhergesehene Ausfälle werden vermieden.
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