Die Software AG (SAG), immerhin Deutschlands zweitgrößter Software-Hersteller, gehört zu den „stillen“ Machern. Das börsennotierte Unternehmen fühlte sich zunehmend „gehetzt vom Börsenmarkt“ und von einer Bilanz zur nächsten getrieben.
Botjoy. Die Zukunft der IT wird bunt – und Bots die besten Freunde von Anwendern und IT-Mitarbeitenden durch generative KI, die künftig auch verstärkt in SAG-Produkten integriert wird.
(Bild: Witmer-Goßner - Vogel IT-Medien GmbH)
Jetzt ist klar: Die US-amerikanische Finanzholding Silver Lake übernimmt in Form einer Private-Equity-Kapitalbeteiligung die Aktienmehrheit bei den Darmstädtern – und die bekommen dafür „Ruhe“, um das Cloud-Portfolio weiter auszubauen, wie anlässlich der jüngsten International User Group Conference der Software AG in Budapest zu hören war.
Dr. Stefan Sigg, Chief Product Officer, präsentierte technische Highlights aus dem SAG-Portfolio.
Vor allem Cloud bzw. Cloud-Native und KI stehen auf dem Plan. Geht es um Automatisierung, ist die Künstliche Intelligenz in SAG-Softwareanwendungen auch schon „drin“. Die Veröffentlichung von ChatGPT und damit die Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz in Anwendungen und Services beamt Innovationen und softwarebasierende Geschäftsmodelle in eine neue Dimension. Davon will auch die SAG profitieren und bietet ihren Anwenderinnen und Anwendern zahlreiche neue „intelligente“ Funktionen rund um ihre iPaaS-Plattform webmethods.io und ARIS für Business Process Analysis.
Mit generativer KI bzw. den zu Grunde liegenden Large Language Models (LLM) erhalten Lösungen einen enormen Qualitätszuwachs, sagt Produktchef Dr. Stefan Sigg vor rund 500 Teilnehmenden der Anwenderkonferenz. Waren intelligente Anwendungen für die Analyse und Integration Geschäftsprozessen bisher auf lokale Systeme und Daten beschränkt, eröffnet LLM neue, „gigantische“ Anwendungsmöglichkeiten.
Unternehmen, führt Sigg aus, könnten sich im globalen Wettbewerb nur noch über die „richtige“ Nutzung all ihrer Daten differenzieren. Und deshalb sei Daten- bzw. Systemintegration so wichtig, wie nie zuvor – aber auch nur, wenn neue Geschäftsmodelle mit den richtigen Daten „gefüttert“ werden. Automatisierung habe schon viel dazu beigetragen, Datensilos aufzubrechen und Datawarehouses zusammenzuführen. Jetzt „fragen“ wir einfach unsere Software, diese Aufgaben für uns zu erledigen und Systeme und ihre Daten zu integrieren, so der Chief Product Officer der SAG.
Generative KI für iPaaS
In die Produkte der Software AG fließt deshalb auch immer mehr KI und vor allem LLM ein. Seit Anfang des Jahres steht für webmethods.io iPaaS ein ChatGPT-Konnektor bereit. In Budapest kündigte die SAG einen weiteren Konnektor zur KI-Spracherkennung der Heidelberger Aleph Alpha GmbH an. Der neue Aleph-Alpha-Konnektor erlaubt den direkten Zugriff auf deren großes multimodales Modell Luminous, das sowohl Text- als auch Bildeingaben verarbeitet und auf mehrere Sprachen trainiert ist.
Mit dem neuen Aleph-Alpha-Konnektor stehe eine noch breitere Auswahl an KI-Lösungen zur Verfügung – und zwar jenseits der Microsoft-Welt, erklärt Sigg erklärt. Aleph Alpha sei eine Alternative für jene Unternehmen die befürchten, dass über ChatGPT-Nutzung interner Content öffentlich werden könnte, und deshalb ein privates Modell bevorzugen. Der Aleph-Alpha-Stack lässt sich in jeder Cloud- oder On-Premises-Umgebung eigenständig bereitstellen – ein großer Schritt, so Sigg, für mehr Diversifizierung und digitale Souveränität.
Einfache Anforderungen im Arbeitsalltag werden künftig an den Bot delegiert.
(Bild: Witmer-Goßner - Vogel IT-Medien GmbH)
Im nächsten Schritt, führt Sigg weiter aus, macht die KI Vorschläge für das Field Mapping, an welchen Stellen weitere Middleware-Integrationen jenseits von SAP oder Salesforce möglich sind und zeigt auf, wo jemand im Unternehmen dies schon einmal an anderer Stelle umgesetzt hat. Bisher sei der automatisierte Prozess nur über technischen Daten realisiert worden.
Die Übernahme des ETL(Extract, Transform, Load)-Spezialisten Streamsets im vergangenen Jahr war ein „wichtiger Meilenstein“, wie es in der Mitteilung vom Februar 2022 heißt. Die Kombination der Streamsets-Plattform mit dem Digital-Business-Portfolio der Software AG, lässt Unternehmen Daten bereits während der Übertragung – schon während des „Lesens“ – zwischen On-Premises-Anwendungen, Datenströmen, SaaS-Anwendungen, traditionellen Datenspeichern und Cloud-Datenplattformen, wie Amazon RedShift, Databricks oder Snowflake, besser erschließen und Erkenntnisse daraus schneller bereitstellen.
Process Mining mit KI-Unterstützung – „trigger the action“
Einen absoluten „Entwicklungssprung“ erfährt jetzt die Geschäftsprozessanalyse- und Managementsoftware ARIS durch die KI-Integration – insbesondere für das Process Mining. „Gedachte Modelle“, erklärt Sigg, werden mit „echten“ Prozessdaten „zum Leben erweckt“. Die Modellierung und das Management von Geschäftsprozessen sei nun in vielen Varianten konkret abbildbar.
Generative KI belebt die Innovationskultur in Unternehmen: Jeder, so Sigg, hat jetzt die Freiheit, etwas zu entwickeln. Gleichzeitig würden Entwicklungs- und Integrationsprozesse schneller, da spezielles Know-how mit der Nutzung generativer AI und LLM nicht mehr zwingend Voraussetzung ist. What-if-Aktionen, ist Sigg überzeugt, gehören der Vergangenheit an. Bots erledigen in Zukunft viele Aufgaben via Spracherkennung – von der Entwicklung bis zur Integration – und schaffen damit Zeit und Raum für Teams. Ab heute, so Sigg, sollten wir alle Integration „größer“ denken.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.