Von der Planung bis zum Betrieb So gelingt Unternehmen eine stabile und sichere Cloud-Migration

Von Christian Syrbe* 3 min Lesedauer

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Die Cloud-Nutzung ist in Deutschland Standard, jedoch entstehen bei der Migration „Blind Spots“. Um die Systemstabilität zu wahren, sind strategische Planung, kontinuierliche Überwachung und moderne Sicherheitslösungen unerlässlich.

Unternehmen sollten bei der Cloud-Migration auf kontinuierliche Überwachung und strategische Planung setzen, um Systemstabilität zu gewährleisten und die digitale Transformation erfolgreich zu meistern.(Bild: ©  Nadia - stock.adobe.com)
Unternehmen sollten bei der Cloud-Migration auf kontinuierliche Überwachung und strategische Planung setzen, um Systemstabilität zu gewährleisten und die digitale Transformation erfolgreich zu meistern.
(Bild: © Nadia - stock.adobe.com)

Die Cloud ist in deutschen Unternehmen bereits Standard: Über 80 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen laut dem aktuellen Cloud Report 2024 des Bitkom Cloud-Technologien. Die Migration von Anwendungen in die Cloud kann jedoch zu neuen Sichtbarkeitslücken, sogenannten „Blind Spots“, zwischen lokalen IT-Infrastrukturen und Cloud-Umgebungen führen und so die Benutzererfahrung und die Bereitstellung hochwertiger Dienste gefährden. Unternehmen müssen daher sicherstellen, dass sie ihre Anwendungsleistung kontinuierlich überwachen, Risiken minimieren und Innovationen beschleunigen.

Systemstabilität während der Migration

Die größte Herausforderung bei der Migration in die Cloud besteht darin, die Systemstabilität zu gewährleisten. Sicherheit und Datenschutz spielen dabei eine zentrale Rolle bei der Wahl des Cloud-Providers. Laut Bitkom sind Vertrauen in IT-Sicherheit, Datenschutz & Compliance mit 99 Prozent, Leistungsfähigkeit und Stabilität mit 97 Prozent sowie die Möglichkeit zur Datenverschlüsselung mit 93 Prozent die wichtigsten Auswahlkriterien für Unternehmen in Deutschland.

Die zunehmende Komplexität durch hybride und verteilte Architekturen erschwert zudem das Management von Software-, Netzwerk- und Systemproblemen. IT-Organisationen stehen unter Druck, sicherzustellen, dass die Leistungs- und Verfügbarkeits-Niveaus der bisherigen Umgebung erreicht oder sogar übertroffen werden. Da sich Ressourcen über öffentliche, private und hybride Umgebungen verteilen, ist die Migration weit mehr als nur das Verschieben digitaler Assets – sie erfordert eine durchdachte Strategie und kontinuierliche Überwachung.

Da Transparenz ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, sollten Unternehmen während der gesamten Migration Analysen und Sicherheitsmechanismen nutzen, um hochwertige Dienste bereitzustellen. Laut Bitkom steht bei vier von zehn Unternehmen die Cloud bereits im Fokus und wird innerhalb der nächsten drei Jahre die Unternehmens-IT dominieren. Zudem planen 77 Prozent der Unternehmen in Deutschland dieses Jahr oder später in Cloud-Aktivitäten zu investieren – ein Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zu 2024.

Pre-Migration: Analyse und Vorbereitung

Zunächst wird die aktuelle Anwendungsperformance analysiert. Leistungskennzahlen wie Datenverkehr, Spitzenzeiten und Reaktionszeiten dienen als Basis für realistische Performance-Erwartungen. Unternehmen setzen bei der Analyse bestehender IT-Infrastrukturen auf zwei Hauptmethoden: Lifting-and-Shifting, bei der eine bestehende Anwendung ohne wesentliche Änderungen in die Cloud verlagert wird und die Architektur weitgehend unverändert bleibt, oder Refactoring. Letztere ist zwar aufwendiger, bietet jedoch mehr Flexibilität und Skalierbarkeit, indem Anwendungen in Microservices umstrukturiert werden.

Echtzeitüberwachung der Systemintegrität

Während der Migration liegt der Fokus auf der Echtzeitüberwachung, um Störungen frühzeitig zu erkennen. Dazu zählen die Prüfung der Bandbreitenkapazität und die Analyse der Reaktionszeiten zur Sicherstellung einer stabilen Performance.

Post-Migration: Stabilität sichern und optimieren

Nach der Migration geht es darum, die Systemstabilität langfristig zu sichern. Kontinuierliche Überwachung hilft, Probleme frühzeitig zu identifizieren und zu beheben. So bleibt die Cloud-Migration nicht nur erfolgreich, sondern bringt auch nachhaltige Vorteile.

Die Rolle von KI in der Cloud

Künstliche Intelligenz und insbesondere generative KI spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der Cloud-Sicherheit. Forresters Prognose 2025 „Wie generative KI die Cloud beeinflussen wird“ betont, dass diese Technologien die Bedrohungserkennung und Reaktionsfähigkeit verbessern, Kosten senken und Sicherheitsrisiken minimieren. In Deutschland setzen Unternehmen KI in der Cloud insbesondere für Vorhersagen und Prognosen, sowie Datenanalyse und Business Intelligence ein.

Die Migration in die Cloud erfordert eine strategische Planung und kontinuierliche Überwachung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Anwendungen nicht nur in die Cloud verschoben, sondern auch effizient verwaltet und optimiert werden. Mit einer durchdachten Migrationsstrategie, kontinuierlicher Leistungsanalyse und dem Einsatz moderner Sicherheitslösungen kann die digitale Transformation erfolgreich gestaltet werden.


* Der Autor Christian Syrbe ist Chief Solutions Architect bei Netscout.

Bildquelle: Netscout

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