Studie der Enterprise Strategy Group SaaS-Anwendungen sind nicht vor Datenverlust sicher

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) zeigt, dass Software-as-a-Service-Anwendungen (SaaS) nicht zwingend immun gegen Datenverluste sind. Der Report macht unter anderem mangelhafte Backups dafür verantwortlich.

Datensicherheit wird bei SaaS-Anwendungen oft vernachlässig - das kann sich im Ernstfall rächen, wie eine Studie von ESG zeigt.(Bild:  Tumisu /  Pixabay)
Datensicherheit wird bei SaaS-Anwendungen oft vernachlässig - das kann sich im Ernstfall rächen, wie eine Studie von ESG zeigt.
(Bild: Tumisu / Pixabay)

Für die Studie mit dem Titel „SaaS Data Protection: A Work in Progress“ wurden IT-Experten aus mittelständischen und großen Unternehmen befragt, die mit SaaS-Datensicherungstechnologien vertraut oder für diese zuständig sind. Zudem wurden Datensicherungsdienste beleuchtet, die auf Cloud-Dienste setzen.

SaaS-Dienste bieten im Unternehmenseinsatz zahlreiche Vorteile, wie etwa geringen Investitionsbedarf und hohe Flexibilität. Alterdings hapert es oft an der Datensicherheit, worauf die Anbieter aber in der Regel deutlich hinweisen: Für zuverlässige Backups und Datenarchivierung sind die Anwender meist selbst verantwortlich.

Gefahren und Herausforderungen

Der Report zeigt unter anderem die häufigsten Ursachen für den Verlust von SaaS-Daten auf. Dazu zählen vor allem Dienstausfälle, böswillige Datenlöschungen durch Cyberangriffe, unabsichtliche Datenlöschung, Kontoschließung sowie unzureichende oder mangelhafte Sicherungsverfahren. Als wesentliche Herausforderungen hinsichtlich der SaaS-Datensicherheit wurden vor allem Bedenken bezüglich Sicherheit, Datenschutz und Datenverluste, fehlende Integration der Backuplösung in SaaS-Umgebungen, Überforderung der Backuplösung durch zu große Datenmengen sowie die Sorge genannt, dem SaaS-Anbieter zu viel Kontrolle einzuräumen.

Trotz dieser zahlreichen Risiken für Daten in SaaS-Anwendungen verlassen sich 33 Prozent aller SaaS-Anwender immer noch auf den Anbieter, wenn es um die Datensicherung geht. Im Jahr 2019 lag dieser Wert noch bei 37 Prozent. Die Folgen zeichnen sich ebenfalls in den Ergebnissen der Studie ab: Die Hälfte (50 %) aller Anwender ohne Datensicherung musste im vergangenen Jahr Datenverluste oder -schäden hinnehmen. Die andere Hälfte der Teilnehmer hatte ein Backup und konnte im Ernstfall die betreffenden Daten wiederherstellen. Als wichtigste Auswahlkriterien für SaaS-basierte Datensicherung gelten Sicherheitsfunktionen, Wiederherstellungsgeschwindigkeit, vielfältige Recovery-Optionen, Qualität der Lösungsentwicklung sowie Flexibilität bei Anbieter- und Standortwahl für das Cloud-Repository.

„Der Schutz von SaaS-Daten hat für die meisten Unternehmen oberste Priorität und die Budgets werden voraussichtlich steigen. Die Finanzierung des Schutzes eines breiten Spektrums von Anwendungen im gesamten Unternehmen wird zum Teamsport und Anwendungsmanager werden dabei eine Schlüsselrolle spielen“, prognostiziert Christophe Bertrand, Senior Analyst von ESG und Autor der Studie.

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