Toms Wochentipp: RHEL 9.4 erhält mehr Cloud-Support Red Hat macht Linux fitter für Cloud und Edge

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Mit der neuen Version RHEL 9.4 will Red Hat sein Linux fitter für den Betrieb in der Cloud und am Edge machen. In diesem Zusammenhang werden Sicherheit und ARM-Support aufgebohrt.

Red Hat baut sein Enterprise Linux deutlich Richtung Cloud, Edge, Sicherheit und ARM-Support aus.(Bild:  Red Hat)
Red Hat baut sein Enterprise Linux deutlich Richtung Cloud, Edge, Sicherheit und ARM-Support aus.
(Bild: Red Hat)

Die neue RHEL-Version 9.4 wird deutlich Richtung Cloud, Edge, Sicherheit und ARM-Support ausgebaut. Red Hat will damit erreichen, dass die Linux-Version noch besser in hybriden Szenarien eingesetzt werden kann und mit den Herausforderungen von KI zurechtkommt.

Dazu kommt mit RHEL for ARM eine Version, speziell für ARM-Prozessoren. Diese lässt sich bis zu 60 Tage kostenlos testen.

IPv6 Unterstützung für EC2 Instanzen

Mit der neuesten Aktualisierung von Red Hat Enterprise Linux auf Amazon Elastic Cloud Compute (EC2) besteht die Möglichkeit, IPv6 für Verbindungen zum Instance Metadata Service (IMDS) zu verwenden. Dies ermöglicht die Konfiguration von RHEL-Instanzen mit einer dualen IPv4- und IPv6-Netzwerkkonfiguration mittels cloud-init. Zudem können RHEL-EC2-Instanzen jetzt auch in IPv6-only Subnetzen gestartet werden.

Neue Option zur Bereinigung von Konfigurationsdateien

Die Funktion cloud-init clean --configs wurde eingeführt, um unnötige Konfigurationsdateien, die von cloud-init generiert wurden, zu löschen. Dies ist besonders nützlich für die Verwaltung von Netzwerkeinstellungen, da es ermöglicht, spezifische, durch cloud-init erstellte Konfigurationsdateien zu entfernen und somit eine saubere Umgebung für Neukonfigurationen zu schaffen.

Podman-Integration und Modul-Unterstützung

Podman unterstützt in der neuen Version containers.conf-Module im TOML-Format, die es ermöglichen, vordefinierte Konfigurationssätze zu laden. Diese Module können von Anwendern verwendet werden, um benutzer- oder systemweite Konfigurationen dynamisch zu überschreiben. Insbesondere Podman v4.9 führt neue Befehle wie podman farm und podman-compose ein und unterstützt Containerfiles mit der HereDoc-Syntax, was die Verwaltung von Containerbuilds vereinfacht.

Erweiterungen der RESTful API und Toolbx

Die RESTful API von Podman v4.9 zeigt Fortschrittsdaten beim Hoch- oder Herunterladen von Images an, was die Benutzererfahrung verbessert. Zusätzlich wurde Toolbx eingeführt, ein Tool, das es erlaubt, Entwicklungs- und Debugging-Tools in einem vollständig veränderbaren Container zu installieren, ohne das Basissystem zu beeinträchtigen.

SQLite ist das unterstützte Datenbankbackend für Podman und bietet verbesserte Stabilität, Leistung und Konsistenz beim Umgang mit Containermetadaten. Dies gilt für Neuinstallationen von RHEL 9.4, während Upgrades weiterhin das BoltDB-Backend verwenden, sofern nicht anders konfiguriert.

Die Nutzung von nftables ermöglicht verbesserte Isolierung und Verwaltung automatisch generierter Firewall-Regeln in Verbindung mit dem Netavark-Netzwerkstack. Containerfiles unterstützen jetzt Mehrzeilenanweisungen mittels der HereDoc-Notation, was die Erstellung von Images durch Reduzierung der notwendigen RUN-Direktiven vereinfacht.

Verfügbarkeit des gvisor-tap-vsock Pakets

Das gvisor-tap-vsock Paket bietet eine alternative Netzwerklösung mit konfigurierbarem DNS-Server und dynamischem Port-Forwarding. Dabei handelt es sich um eine Verbesserung gegenüber der libslirp-Bibliothek und bietet zusätzliche Konfigurations­möglichkeiten für virtuelle Maschinen in podman-machine.

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