Mandantenfähigkeit, Hochverfügbarkeit und Files-on-demand OpenCloud: neue Production Release für Provider und KRITIS

Von Elke Witmer-Goßner 3 min Lesedauer

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Das neue Production Release in OpenCloud hebt das Filemanagement auf Provider-Niveau. Die Open-Source-Plattform führt echte Mandantenfähigkeit, neue Kubernetes-Helm-Charts für hochverfügbare, kosteneffiziente Deployments und OpenSearch als skalierbares Such-Backend ein.

OpenCloud setzt mit dem Production Release ein deutliches Signal in Richtung Provider-Qualität: Die Open-Source-Plattform schließt die Lücke zwischen offener Software und den Betriebsrealitäten großer, kritischer Infrastrukturen.(Bild: ©  U-STUDIOGRAPHY DD59 - stock.adobe.com)
OpenCloud setzt mit dem Production Release ein deutliches Signal in Richtung Provider-Qualität: Die Open-Source-Plattform schließt die Lücke zwischen offener Software und den Betriebsrealitäten großer, kritischer Infrastrukturen.
(Bild: © U-STUDIOGRAPHY DD59 - stock.adobe.com)

OpenCloud adressiert mit echter Mandantenfähigkeit gezielt Provider, kommunale Rechenzentren und Großorganisationen mit mehreren Geschäftsbereichen oder Kundenumgebungen. Mehrere Mandanten lassen sich innerhalb eines Deployments strikt getrennt anlegen – ein wichtiger Baustein für Compliance, Datensouveränität und die saubere Abbildung komplexer Organisationsstrukturen. „Die Mandantenfähigkeit bringt die notwendige Flexibilität, um OpenCloud auch in komplexen Enterprise-Szenarien sicher und effizient zu betreiben“, erklärt Tobias Baader, Produktmanager von OpenCloud. Für Betreiber in KRITIS-Umfeldern bedeute dies klar definierte Sicherheits- und Verwaltungsgrenzen, ohne auf die Effizienz eines gemeinsamen Betriebs verzichten zu müssen.

Hochverfügbarkeit und Effizienzschub mit neuen Helm Charts

Herzstück des Releases ist eine überarbeitete Deployment-Architektur für Kubernetes. Neue Helm Charts ermöglichen echte Hochverfügbarkeit, intelligente Lastverteilung und ein automatisches Scale-Up/Scale-Down, und das bei deutlich reduziertem Ressourcenbedarf. OpenCloud spricht von einer 5,25-fachen Effizienzsteigerung.

Für Betreiber großer Kubernetes-Landschaften sei dies ein doppelter Hebel: Die Plattform bleibe auch unter hoher Last performant und stabil, während ungenutzte Ressourcen konsequent eingespart werden. Die cloud-native Architektur könne damit nicht nur Ausfallsicherheit sichern, sondern zugleich die Total Cost of Ownership spürbar senken.

OpenSearch: Performante Suche für sehr große Datenmengen

Mit der Unterstützung von OpenSearch – dem aus Elasticsearch hervorgegangenen Open-Source-Projekt – macht OpenCloud seine Suche fit für sehr große Datenbestände. Als skalierbares Backend beschleunigt OpenSearch Indexierung und Abfragen und ist damit auf Massen-Workloads ausgerichtet, wie sie in Enterprise- und KRITIS-Umgebungen auftreten.

In der Enterprise-Lizenz ist die Integration Bestandteil des Funktionspakets, um Suchperformance und Stabilität auch in komplexen Multi-Tenant-Setups sicherzustellen. Für Anwender bedeutet das: schnellere Trefferlisten, robustere Relevanz und eine Suche, die auch bei stetig wachsender Datenbasis zuverlässig reagiert.

Files-on-demand: Schlanke Clients, gewohnter Komfort

Für den Desktop-Client führt OpenCloud „Files on Demand“ ein, eine Funktion, die lokalen Speicherplatz schont, ohne auf die gewohnte Dateiarbeit zu verzichten. Alle Dateien erscheinen wie gewohnt im Windows-Dateisystem, vollständige Downloads erfolgen jedoch erst bei Bedarf. Häufig genutzte Inhalte lassen sich dauerhaft offline halten, selten benötigte Daten bleiben ausgelagert.

Laut Anbieter beschleunige das Arbeitsabläufe, reduziere Synchronisationslast und passe zu verteilten Teams wie zu VDI- oder Notebook-Flotten mit begrenztem Speicher. Die klare Dateistruktur bleibe erhalten, was die Akzeptanz im Alltag erhöhe und Schulungsaufwand minimiere.

Modernisierte Oberfläche

Auch die Benutzeroberfläche erhält ein spürbares Update. OpenCloud folgt nun dem Material-Design-Standard von Google und erlaubt die Erstellung eines barrierefreien, farblich konsistenten Themes mit nur einer definierten Primärfarbe. Das erleichtert Corporate Branding und verbessert die Zugänglichkeit. Erstmals ist der Dark Mode fester Bestandteil eines Production-Releases als Plus für konzentriertes Arbeiten, längere Sitzungen und geringere Belastung in lichtarmen Umgebungen.

Produktivitätsnahe Detailverbesserungen wie eine neue „Save/Export As“-Option im Web-Office sowie ein erweitertes Papierkorb-Management runden das Paket ab und zielen auf reibungslosere tägliche Nutzung.

Einsatz in Enterprise und KRITIS

OpenCloud bleibt in seinem Kern frei lizenziert und unterstützt damit Strategien der digitalen Souveränität, bei denen Transparenz, Unabhängigkeit und Auditierbarkeit gefragt sind. Für Betreiber mit besonders hohen Anforderungen bietet der Hersteller kommerzielle Enterprise-Lizenzen mit erweitertem Funktionsumfang und 24/7-Support – auch für hochkritische Einsätze. Diese Kombination aus Open-Source-Freiheit und verlässlichem Hersteller-Support soll die wachsenden Compliance- und Verfügbarkeitsanforderungen vieler Branchen adressieren, vom öffentlichen Sektor bis zu regulierten Industrien.

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