Eine neue Remote-Print-Plattform scheint die Nachfolge von Googles Cloud Print anzutreten. Die Safeq Cloud des tschechischen Anbieters Ysoft ersetzt zunehmend proprietäre Verfahren und wird zum Standard für den Druck aus der Cloud. Praktisch alle großen Drucker-Spezialisten setzen nun auf sie.
Die Fassade des Hauptsitzes von Ysoft in Brünn, Tschechien, wurde von jungen lokalen Künstlern zu einer „Wall Gallery“ umgewandelt.
(Bild: Ysoft)
Heulen und Zähneknirschen war nach dem Aus von Google Cloud Print zu hören. Von 2010 bis 2020 offerierte es den Druck unabhängig von Endgerät und Ort, und zwar vergleichsweise unkompliziert. Drucker ließen sich einfach auswählen und hinzufügen und für andere Personen freigeben. Dokumente, E-Mails oder Bilder konnten direkt von einem Handy oder Tablet gedruckt werden. Seitdem lief die Suche nach einer gangbaren und simplen Alternative.
Die nun scheinbar ein Ende gefunden hat. Printing-Größen wie Fujifilm, Epson, Brother oder Xerox nutzen seit Monaten fast nur mehr die Safeq Cloud von Ysoft. Konica Minolta ersetze mit der neuen SafeQ Cloud seine bisherige Cloud Printing Lösung Dispatcher Paragon, die im Kern die alte SafeQ Cloud ist, sowie Everyone Print HCP, dass von Ysoft gekauft wurde und nun die Basis der neuen SafeQ Cloud bildet. Das strategische Kernpodukt bleibt Workplace Pure (früher bizhub Evolution), das eine Konica Minolta eigene Entwicklung ist und neben Cloud Print auch viele weitere „pure Cloud Services“ bietet.
Philip John, Category Manager - Office, Konica Minolta Business Solutions.
(Bild: John)
„Mit unserem Service- und Lösungsportfolio können wir all unsere Kunden nun in jeder Phase ihrer Cloud-Reise unterstützen und sie in die Lage versetzen, die beträchtlichen Betriebs-, Verwaltungs- und Kostenvorteile zu nutzen, die Cloud Print und Cloud Document Services bieten“, so Philip John, Category Manager - Office, Konica Minolta Business Solutions.
Was ist die Safeq Cloud?
Safeq Cloud des in Brünn, Tschechische Republik, ansässigen Ysoft wird von Konica Minolta bereits seit Anfang des Jahres in seinen Rechenzentren in Deutschland und Schweden gehostet. Diese sind nach ISO 27001 und DIN EN 50600 zertifiziert und offerieren eine Zero-Trust-Architektur. Sie kann auch bei einem Hyperscaler aufgehängt werden, für Anwender in Großbritannien biete sich ganz neu eine gehostete Amazon-Web-Services-(AWS)-Umgebung an.
Die Safeq Cloud macht in erster Linie Druckserver und die damit verbundenen Kosten überflüssig, sie zeichnet sich darüber hinaus insbesondere durch ihre Security aus. Zu den Sicherheitselementen der Cloud-Infrastruktur gehören richtlinienbasierte Authentifizierungskontrollen, ein Least-Privilege-Zugriffsmodell, ein Zero-Trust-Ansatz, sicherer Netzwerkverkehr für Metadaten und Druckaufträge, die in die Cloud gehen, sowie die Einhaltung von ISO 27001, CCM, CAIQ und mehr.
Safeq Cloud enthält zudem seit neustem eine Multi-Vendor-Scan-Funktion, die eine Produktivitätssteigerung durch einfaches Scannen mit nur einem Tastendruck an E-Mail- oder Cloud-Repositories ermöglicht. Dabei kommen OCR-Technologie und die Abfrage von Metadaten zum Einsatz.
Ysoft hatte Safeq 2020 als unmittelbare Reaktion auf das Aus von Googles Cloud Print in zwei Versionen auf den Markt gebracht: „Ysoft Safeq Cloudpro“ und „Ysoft Safeq Breeze“. Cloudpro bietet Druckverwaltungsfunktionen mit einer reservierten Infrastruktur, ideal für große Unternehmen. Breeze ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konzipiert, die kein IT-Personal für die Verwaltung ihrer Druckdienste haben.
Safeq Cloud wird Standard
Nicht nur Konica Minolta setzt auf die Safeq Cloud, sie ist vielmehr als White-Label-Produkt konzipiert worden und wird wie eingangs angesprochen mittlerweile auch von praktisch allen anderen Wettbewerbern genutzt. Nicht jedoch von Privatanwendern, denn dafür ist die Anwendung explizit nicht ausgelegt. Ysoft offeriert vielmehr verschiedene Enterprise-Versionen für sehr große Firmen.
„Ysoft Safeq ist eine erstklassige Druckverwaltungssuite für Unternehmen, mit deren modularen Lösungen Organisationen ein Höchstmaß an Kontrolle über die Druckumgebung erhalten, die Kosten reduzieren, eine bessere Sicherheit von Dokumenten und die Einhaltung von Vorschriften gewährleisten, die Produktivität im Büro erhöhen und umweltfreundlicher drucken können“, wirbt beispielsweise Xerox für das Angebot.
Zu den Hauptmerkmalen zählen:
Print Roaming für nahtloses Drucken immer und überall,
Druckrichtlinien basierend auf Zugriffsregeln,
nur authentifizierte Benutzer verfügen über Zugriff,
detaillierte Berichte für einzelne Benutzer, Abteilungen und/oder Geräte,
sicheres Drucken über Mobilgeräte,
Scan-Verwaltung per Mausklick,
Guthabenverwaltung und Abrechnung ermöglicht Drucken gegen Bezahlung beispielsweise in Bildungseinrichtungen oder Copyshops,
Global Operational Excellence (GOE)-Framework.
Robert Palmer, Research Vice President, IDC Imaging, Printing, and Document Solutions von Ysoft.
(Bild: Palmer)
Mit Software-Abonnements bezahlen Anwender nur für die tatsächlich verwendeten Geräte. „Unternehmen jeder Größe nutzen die Cloud, um IT-Kosten zu senken, die IT-Belastung zu verringern und ihre Initiativen zur digitalen Transformation zu beschleunigen“, kommentierte Robert Palmer, Research Vice President, IDC Imaging, Printing, and Document Solutions, 2020 die Vorstellung von Safeq. „Jedes Unternehmen hat jedoch unterschiedliche Anforderungen, und die Ysoft-Safeq-Cloud-Familie bietet Unternehmen die Vielseitigkeit und Flexibilität, die sie benötigen, um Organisationen zu unterstützen, egal, wo sie sich auf ihrer Cloud-Reise befinden.“
Stand: 08.12.2025
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