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Forrester vergleicht 5 Anbieter von Master Data Management

Massenhaft neue Stammdaten verwalten – die wichtigsten Player

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IBM und Informatica auf gleicher Höhe

Als Hauptkonkurrent so ziemlich auf gleicher Höhe sieht Forrester den Anbieter Informatica. Dessen Produkt „Informatica Master Data Management“ ist ebenfalls seit Juni 2013 im Release-Stand 9.6., auf den sich Forrester bezieht.

IBM und Informatica halten sich fast die Waage.
IBM und Informatica halten sich fast die Waage.
(Bild: Yuriy Yurchenko/Fotolia.com)

Mit dieser Version habe das Unternehmen dessen zentrale Fähigkeiten bestärkt. Dazu zählen das Modellieren, der Abgleich und die Zuordnung von Daten jedweder Herkunft, ein mächtiges Werkzeug in Händen derer, die Stammdaten managen müssen. Anwender lobten die Konfigurierbarkeit, Skalierbarkeit und die Performance.

Informatica orientiere sich in Richtung Big Data, Cloud, mobile Daten und soziale Netze. Inzwischen verfolge der Anbieter ferner die Strategie, „out of the box“-Lösungen für spezielle Business-Aspekte anzubieten, insbesondere für spezifische Branchen. Entsprechend vorgefertigte analytische Modelle gelten als wichtigstes Manko, so Forrester. Ein anderes sei die Erweiterung über MDM hinaus. Weitere Investitionen in diese Richtungen, so die Analysten, „werden dazu beitragen, dass Informatica gegenüber anderen MDM-Anbeitern sehr wettbewerbsfähig bleibt“.

Das Angebot von SAP

Als dritte Größe („leader“) im Anbieterfeld sieht Forrester SAP. Zwei Produkte fließen in den Überblick der Analysten ein: „Netweaver MDM“ (Version 7.1 SP10) und vor allem „Master Data Governance“ (MDG, Version 6.1). Beide deuten auf die historische SAP-Stärke im ERP-Bereich hin, indem sie sich in entsprechende Produkte integrieren lassen und von der Anlage auf Business-Prozesse ausgelegt sind.

Entsprechend ist die Verbindung mit Business-Zielen, Reports und ROI-Kalkulationen eine Stärke des Anbieters. Als kritikwürdig gelten Integration und Entwicklung oder Abänderung von Modellen. Der Anbieter empfiehlt die Nutzung von Standardmodellen.

Fragen werfe, so die Analysten, die Übernahme von Hybris für die künftige SAP-MDM-Strategie auf. Auch sei SAP in puncto Big Data hinterher, vielversprechend sei allerdings die Integration von MDM und MDG mit der Hana-Plattform. Insgesamt ist SAPs MDM-Angebot nach Ansicht von Forrester „weniger gebündelt als das der MDM-Leader, aber die Aufmerksamkeit des Anbieters für die Unterstützung eines Business-getriebenen MDM-Programms macht SAP eine ernste Betrachtung wert“.

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