Suchen

Mobile Device Management in Zeiten von BYOD

Managed Mobility: Das große Mobilitätschaos vermeiden

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Nutzwert durch Praxistests erhärten

Als ideales Testgebiet für das mobile Kerngeschäft mit Hilfe von MDM gelten die Bereiche Vertrieb, Marketing, Service, Wartung und Instandhaltung. So lässt sich etwa beim Außendienst durch saubere Dokumentation und fortlaufende Datenpflege via mobile Anbindung der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung von Kundenterminen deutlich minimieren. Auch der Innendienst kann im Idealfall durch reibungslose Online-Dokumentation nur profitieren, indem er deutlich weniger Nacharbeit für das manuelle Einpflegen von Daten benötigt.

Beispiel einer Renditeberechnung (ROI) beim Mobile Device Management
Beispiel einer Renditeberechnung (ROI) beim Mobile Device Management
(Quelle: Gartner / Kaseya / Lothar Lochmaier)

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

So berichtet beispielsweise dem Handwerksdienstleister Mega eG, durch mobile Lösungen und eine einheitliche Arbeitsweise im Außendienst die Transparenz und Effizienz deutlich erhöht zu haben. Die Folge: Keine Papierberichte mehr, alle Termine sind seit kurzem auch im Outlook-Kalender transparent. Jederzeit kann der Außendienst bei der Malereinkaufsgenossenschaft über das mobile Endgerät beispielsweise Änderungen im aktuellen Datenbestand vornehmen, welche das IT-System automatisch synchronisiert.

Fazit: Jede mobil nutzbare Lösung dient im Idealfall dazu, alle relevanten Kundendaten topaktuell und verfügbar zu halten. Mehr Effizienz, niedrigere Kosten und eine höhere Produktivität sind das Ziel. Ein hoher Anspruch, der sich im Kleingedruckten von unzähligen Applikationen und Plattformen freilich auch herstellerseitig nicht immer vollständig einlösen lässt.

Trotzdem gibt es keinen Grund, nur solange abzuwarten, bis hundertprozentig ausgefeilte Produkte am Markt verfügbar sind. „Die Welt wird mobil, und wer jetzt nicht auf diesen Zug aufspringt, der bleibt alleine am Bahnsteig zurück“, betont Martin Kellermann von der Unternehmensberatung Capgemini.

Ergänzendes zum Thema
Wie sich das Mobilitätschaos vermeiden lässt

Zunächst sollte man sich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen: Wie kann das Unternehmen Mobility möglichst effizient nutzen, um bestehende Geschäftsprozesse zu optimieren oder neue Geschäftsmodell zu erschließen? Wie können mobile Applikationen mit einem hohen industriellen Reifegrad entwickelt werden?

Stichpunkte: Multi-Plattform-Support, Sicherheit, Performance, Integration mit Backend-Systemen, zum Beispiel für Enterprise Ressource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) oder Business Intelligence (BI) sowie die Unterstützung von Offline-Szenarien.

Wie können mobile Endgeräte und mobile Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus effizient verwaltet werden? Beispielsweise muss eine App in der Regel aufgrund der kurzen Release-Zyklen sehr viel mehr mobile Plattformen und Geräte unterstützen als zum Zeitpunkt der Programmierung vorgesehen.

Sind die obigen Fragen im Detail beantwortet, gilt es, die Strategie unternehmensweit zur Anwendung zu bringen. In vielen Fällen kann Standardsoftware helfen, die Umsetzung der Mobility-Strategie zu beschleunigen.

Quelle: Capgemini / Lothar Lochmaier

Ergänzendes zum Thema
Empfohlene Vorgehensweise für Mobile Device Management

Matrix42, Anbieter von Workplace Management Lösungen nennt folgende Punkte, die beim Mobile Device Management berücksichtigt werden sollten:

  • Definition eines „End-User Computing Teams“
  • Anwender Verhalten / Anforderungen analysieren
  • Gerätekonzept festlegen (BYOD, Heterogen, Standards)
  • Automatisierungstools auswählen – On-Premise/ SaaS (Virtual, Mobile, Physical)
  • Integration in Business Prozesse definieren
  • Self-Service etablieren

Weitere Informationen sind bei Matrix42 im Internet zu finden.

(ID:35882100)