Als ideales Testgebiet für das mobile Kerngeschäft mit Hilfe von MDM gelten die Bereiche Vertrieb, Marketing, Service, Wartung und Instandhaltung. So lässt sich etwa beim Außendienst durch saubere Dokumentation und fortlaufende Datenpflege via mobile Anbindung der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung von Kundenterminen deutlich minimieren. Auch der Innendienst kann im Idealfall durch reibungslose Online-Dokumentation nur profitieren, indem er deutlich weniger Nacharbeit für das manuelle Einpflegen von Daten benötigt.
Beispiel einer Renditeberechnung (ROI) beim Mobile Device Management
(Quelle: Gartner / Kaseya / Lothar Lochmaier)
So berichtet beispielsweise dem Handwerksdienstleister Mega eG, durch mobile Lösungen und eine einheitliche Arbeitsweise im Außendienst die Transparenz und Effizienz deutlich erhöht zu haben. Die Folge: Keine Papierberichte mehr, alle Termine sind seit kurzem auch im Outlook-Kalender transparent. Jederzeit kann der Außendienst bei der Malereinkaufsgenossenschaft über das mobile Endgerät beispielsweise Änderungen im aktuellen Datenbestand vornehmen, welche das IT-System automatisch synchronisiert.
Fazit: Jede mobil nutzbare Lösung dient im Idealfall dazu, alle relevanten Kundendaten topaktuell und verfügbar zu halten. Mehr Effizienz, niedrigere Kosten und eine höhere Produktivität sind das Ziel. Ein hoher Anspruch, der sich im Kleingedruckten von unzähligen Applikationen und Plattformen freilich auch herstellerseitig nicht immer vollständig einlösen lässt.
Trotzdem gibt es keinen Grund, nur solange abzuwarten, bis hundertprozentig ausgefeilte Produkte am Markt verfügbar sind. „Die Welt wird mobil, und wer jetzt nicht auf diesen Zug aufspringt, der bleibt alleine am Bahnsteig zurück“, betont Martin Kellermann von der Unternehmensberatung Capgemini.