Azure Arc hat die Aufgabe, eine Schnittstelle zwischen lokalen Rechenzentren und Azure aufzubauen. Dadurch lassen sich hybride Netzwerke aufbauen, bei denen lokale Ressourcen in Azure nutzbar sind und einfacher verwaltet werden können.
Microsoft beschreibt Azure Arc als Brücke, die die Azure-Plattform erweitert, um Anwendungen und Dienste zu erstellen, die in Rechenzentren, am Edge und in Multi-Cloud-Umgebungen ausgeführt werden.
(Bild: wacomka - stock.adobe.com)
Azure Arc verbindet lokale Ressourcen und Server mit Microsoft Azure. Dadurch können Unternehmen lokale physische oder virtuelle Server in Azure anbinden und mit Azure-Funktionen überwachen, verwalten und lokale Ressourcen auf lokalen Servern in Azure nutzen. Lokal betriebene Server mit Windows oder Linux werden im Azure-Portal verwaltet.
Vor allem in hybriden Umgebungen besteht dadurch die Möglichkeit, zur Verwaltung lokaler Infrastrukturen, im Speziellen auch lokalen Servern, Dienste aus Azure zu nutzen. Alle Verwaltungsaufgaben erfolgen dann nur noch in der Cloud, sodass in hybriden Infrastrukturen sehr viel einfacher alle eingesetzten Ressourcen verwaltet werden können, unabhängig davon wo sie betrieben werden.
Lokale Server mit Azure Arc anbinden
Die Anbindung lokaler Server an Azure Arc erfolgt über das Azure-Portal. Dazu wird im Suchfeld nach „Azure Arc“ gesucht und die Startseite von Azure Arc im Portal geöffnet. Nach der Auswahl, dass die lokale Infrastruktur an Azure angebunden werden soll, kann im Azure-Portal ausgewählt werden, was genau aus dem lokalen Rechenzentrum mit Azure verbunden werden soll. Hier stehen lokale Kubernetes-Cluster zur Verfügung, Datenbanken oder Server.
Beim Hinzufügen von Servern startet ein Assistent, mit dem festgelegt werden kann, ob mehrere Server aus dem lokalen Rechenzentrum mit Azure Arc verbunden werden sollen oder nur einzelne Server. Die Anbindung der Server erfolgt über ein Skript, das der Assistent erstellt. Das Skript wird auf den Servern ausgeführt, die an Azure Arc angebunden werden sollen. Die Ausführung des Skriptes kann entweder manuell in der PowerShell erfolgen oder über ein Anmeldeskript oder eine Softwareverteilung im lokalen Rechenzentrum.
Vor der Ausführung des Skriptes sollte noch überprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Anbindung an Azure Arc auf dem Server erfüllt werden. Dabei handelt es sich vor allem um die Möglichkeit per HTTPS auf Azure zuzugreifen. Natürlich sind auf dem entsprechenden Rechner Administrator-Rechte notwendig. Die lokalen Server werden über eine Ressourcengruppe in Azure angebunden. Diese muss im Vorfeld bereits angelegt werden.
Im Rahmen der Anbindung an Azure Arc wird über den Assistenten die Ressourcengruppe und das jeweilige Azure-Abonnement ausgewählt. Auch die Region und das installierte Betriebssystem müssen im Assistenten ausgewählt werden. Bei der Anbindung von mehreren Servern ist es an dieser Stelle auch möglich, Tags zu vergeben, um die Server besser in Azure identifizieren zu können. Die Angabe von Tags ist aber nur optional. Danach zeigt das Azure-Portal das Skript an. Das Skript muss heruntergeladen und auf dem lokalen Server ausgeführt werden.
Nach dem Download des Skriptes wird dieses auf den jeweiligen Server kopiert und in der PowerShell gestartet. Im Rahmen der Ausführung des Skriptes wird der Agent zur Verbindung von lokalen Servern an Azure Arc heruntergeladen. Die Installation des Agenten erfolgt automatisiert im Rahmen der Ausführung des Skriptes. Danach muss eine URL aufgerufen werden, über welche der lokale Server in Azure registriert wird. Das Skript ruft dazu automatisch die entsprechende Seite auf und es muss eine Anmeldung an Azure erfolgen.
Nach der erfolgreichen Verbindung ist der Server im Azure-Portal in Azure Arc bei „Server“ zu sehen. Das Portal zeigt auch den Status des Servers an und ob dieser erfolgreich mit Azure Arc verbunden ist. Über „Hinzufügen“ können weitere Server hinzugefügt werden.
Nach der erfolgreichen Anbindung eines Servers an Azure Arc können dessen Einstellungen aufgerufen werden. Hier sind auch die Vorteile von Azure Arc zu sehen. Für Azure handelt es sich bei dem lokalen Server um eine Azure-Ressource und es lassen sich vielfältige Verwaltungsaufgaben ausführen. Dazu gehören die Anbindung an Azure-Policies, Inventarisierung und die Überwachung des Servers auf Sicherheitsprobleme.
Automatische Verwaltungsvorgänge sind genauso möglich, wie das Verteilen von Updates über das Azure Update Management Center. In Azure lässt sich sogar eine cloud-basierte Version des Windows Admin Centers nutzen, um alle lokal angebundenen Server über das Azure-Portal mit dem Windows Admin Center zu verwalten. Dazu ist kein VPN notwendig, sondern alle Abläufe steuert der Azure Arc-Agent auf den lokalen Servern; gesichert wird die Verbindung über das Azure-Portal.
Stand: 08.12.2025
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Lokale Server, die an Azure über Azure Arc angebunden sind, unterstützen auch Änderungsverfolgung (Change Tracking). Dadurch lassen sich Konfigurationsänderungen nachverfolgen sowie Hard- und Software inventarisieren. Über Erweiterungen kann die Zusammenarbeit mit Azure noch intensiviert werden. So lassen sich zum Beispiel lokal betriebene SQL-Server eng mit Azure verknüpfen oder umfassende Überwachungsszenarien umsetzen. Darüber hinaus ist es über das Azure-Portal möglich, lokal betriebene Server fernzuwarten. Der Zugriff erfolgt zum Beispiel über SSH.