„ERP Barometer 2024“ von Forterro Cloud-ERP kommt im Mittelstand nur langsam voran

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Die meisten Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern haben ein ERP-System oder ähnliche betriebswirtschaftliche Software im Einsatz. Die Hälfte davon bezieht sie aus der Cloud, Tendenz steigend. Welche Vorteile sie sich davon versprechen hat das „ERP Barometer“ von Forterro ermittelt.

Das Interesse an Software-as-a-Service-Modellen und an ERP-Lösungen aus der Cloud wächst bei den KMU. (Bild:  Forterro)
Das Interesse an Software-as-a-Service-Modellen und an ERP-Lösungen aus der Cloud wächst bei den KMU.
(Bild: Forterro)

Wie uns diverse Studien immer aufs Neue zeigen, wird die Cloud in der einen oder anderen Form mittlerweile praktisch von jedem Unternehmen genutzt. Auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist sie auf dem Vormarsch. Fast drei Viertel davon nutzen eine ERP-Lösung oder eine andere betriebswirtschaftliche Software, aus der Cloud kommt sie bei Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern aber nur in den seltensten Fällen.

Marcus Pannier, President Central Europe bei Forterro.(Bild:  Forterro)
Marcus Pannier, President Central Europe bei Forterro.
(Bild: Forterro)

Das ist eine der Haupterkenntnisse des „ERP Barometers 2024“ von techconsult im Auftrag von Forterro. IT-Leiter, Administratoren und Geschäftsführer von 200 kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 999 Mitarbeitern aus Industrie, Handel und Dienstleistung wurden dafür befragt.

Hier die Ergebnisse im Detail:

  • Laut der Studie setzen derzeit 74 Prozent der befragten Unternehmen eine ERP-Lösung beziehungsweise eine betriebswirtschaftliche Software ein. Die restlichen 26 Prozent planen den Einsatz einer entsprechenden Unternehmenssoftware innerhalb der nächsten zwei Jahre.
  • Etwas mehr als die Hälfte der KMU (52 %) betreibt ihr ERP-System als On-Premises-Lösung.
  • 15 Prozent davon haben ihre Lösung seit mehr als zehn Jahren im Einsatz.
  • Fast jedes zweite der befragten KMU nutzt eine Kombination aus ERP und
  • Kundenbeziehungsmanagement (CRM).
  • Fast ebenso groß ist der Anteil unter den Studienteilnehmern, die ihr ERP-System mit einem Dokumentenmanagementsystem (DMS) kombiniert haben.
  • Weitere wichtige Add-ons sehen die Entscheider in Projektmanagementtools (36 %), Webshop-Anwendungen (29 %) und Business-Intelligence-Funktionen (24 %). Auch Tools zur effizienten Produktionsplanung sind in der Industrie (37 %) gefragt.
  • Das Interesse an Software-as-a-Service-Modellen (SaaS) bzw. einer ERP-Lösung aus der Cloud wächst bei den KMU. Die Studienteilnehmer erwarten, dass sich mittelfristig der Anteil der Cloud-Nutzer von derzeit 31 Prozent auf 45 Prozent und der Anteil der hybriden Bereitstellungsform von 16 Prozent auf 20 Prozent erhöhen wird.
  • 31 Prozent der Befragten beziehen bereits ERP als Service. 16 Prozent stehen an der Schwelle zur Cloud, haben sich aktuell aber für eine hybride Bereitstellungsform entschieden.

„Dabei sind es oftmals Kostengründe, die für den Wechsel sprechen“, erklärte Marcus Pannier, President Central Europe bei Forterro, im Rahmen der Vorstellung der Studie in München. „Mehr als die Hälfte der KMU in Deutschland vertraut immer noch einer On-Premises-Lösung. Vor allem, wer sensible Daten verarbeitet, bevorzugt die Kontrolle über Systeme und Daten“, so Pannier weiter. „Cloudbasierte und daher skalierbare ERP-Systeme erobern aber Schritt für Schritt die KMU. Sie bieten die Möglichkeit, auf leistungsstarke, stets aktuelle Software zuzugreifen, ohne hohe Investitionen in die IT-Infrastruktur zu tätigen.“

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