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Geschäftszahlen Q1/2020 sind nicht der Grund Jennifer Morgan geht, Christian Klein bleibt SAP CEO

Autor: Elke Witmer-Goßner

Schon wieder eine überraschende Veränderung an der SAP-Spitze: Co-CEO Jennifer Morgan verlässt SAP SE zum 30. April 2020. Ihr Partner an der Konzernspitze und Vorstandsmitglied Christian Klein übernimmt alleine die Funktion als Chief Executive Officer und Vorstandssprecher.

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Christian Klein bleibt alleiniger CEO und Vorstandssprecher der SAP SE.
Christian Klein bleibt alleiniger CEO und Vorstandssprecher der SAP SE.
(Bild: © SAP SE / Carina C. Kircher)

SAP begründet die Entscheidung darin, dass die aktuelle Situation für Unternehmen schnelles, entschlossenes Handeln und eine klare, hierbei unterstützende Führungsstruktur verlange. Dass der Konzern zurück zum Modell des alleinigen Vorstandssprechers zurückgeht lag scheinbar schon in der Luft, wie zwischen den Zeilen zu lesen ist. Die Entscheidung darüber sei früher als geplant gefallen, „um in dieser beispiellosen Krise eine starke, eindeutige Führungsverantwortung sicherzustellen“, so SAP. Diese traute man anscheinend nicht Morgan zu, sondern entschied für Klein.

Erst im Oktober vergangenen Jahres waren Morgan und Klein als Doppelspitze nach dem Weggang des langjährigen CEOs Bill McDermott benannt worden. Zumindest mit den aktuellen Geschäftszahlen lässt sich das Ausscheiden Morgans nicht begründen. SAP SE meldet für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres solide Umsätze und ein positives Betriebsergebnis. Die Auswirkungen der Corona-Krise machten sich vor allem zum Ende des ersten Quartals bemerkbar, indem eine große Zahl von Neuabschlüssen verschoben wurde. Vor allem die Softwarelizenzerlösen gingen zum Vorjahresvergleich erheblich zurück.

Die Geschäftsentwicklung von SAP SE im ersten Quartal 2020 (1. Januar-31. März).
Die Geschäftsentwicklung von SAP SE im ersten Quartal 2020 (1. Januar-31. März).
(Bild: SAP SE)

Die Cloud-Erlöse stiegen um 29 Prozent (IFRS), Non-IFRS um 27 Prozent. Die Cloud-Bruttomarge stieg um 5 Prozentpunkte (IFRS) bzw. um 3 Prozentpunkte (Non-IFRS). Der Current Cloud Backlog vermehrte sich um 25 Prozent; die Umsatzerlöse um 7 Prozent. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis (IFRS) auf 1,2 Milliarden Euro bzw. um 1 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro (Non-IFRS).

Vorstandssprecher Klein freut sich, dass SAP ihren Erfolgskurs des letzten Jahres fortsetzen und in den ersten beiden Monaten des Quartals eine starke dynamische Entwicklung und ein solides Wachstum zeigen konnte. „Im Zuge der völlig neuen globalen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie profitierten wir von der grundlegenden Stabilität unseres Geschäftsmodells und der nachhaltigen Bedeutung unseres Portfolios“, sagte Klein.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de