Ergebnisse der aktuellen IDC-Studie IT & Nachhaltigkeit in Deutschland 2023

Von Barbara Gribl

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Energiewende, Inflation, Lieferkettenbeschränkungen: Unternehmen reagieren permanent auf neue Veränderungen. Nachhaltigkeit ist deutschland- und weltweit ein brisantes Thema. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen erfordern ebenso Anpassungen in der IT.

Nachhaltigkeit ist schon lange kein Nice-to-have mehr. Der Ruf danach wird immer lauter und bringt Unternehmen dazu, das Thema ernsthaft und umfassend zu adressieren. (Bild:  Global Perspectives - stock.adobe.com)
Nachhaltigkeit ist schon lange kein Nice-to-have mehr. Der Ruf danach wird immer lauter und bringt Unternehmen dazu, das Thema ernsthaft und umfassend zu adressieren.
(Bild: Global Perspectives - stock.adobe.com)

Nachhaltigkeit hat sich zum Must-have entwickelt und steht auf jeder Agenda. IDC präsentiert passend dazu spannende Studienergebnisse zu „IT und Sustainability in Deutschland 2023“. Unternehmen stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen: Rohstoffknappheit, Fachkräftemangel oder geopolitische Unsicherheiten. Gesetzliche Bedingungen führen zudem dazu, den eigenen Betrieb auf energieeffiziente, umweltfreundliche und ressourcenschonende Prozesse zu überprüfen. „Dabei sollte man die heutigen Bedürfnisse in Richtung Nachhaltigkeit so befriedigen, dass die der Zukunft nicht eingeschränkt werden“, schildert Sabrina Schmitt, Senior Consultant IDC.

Unternehmen müssen sich daher ständig weiterentwickeln. Nachhaltigkeit ist nicht nur entscheidend für die Umwelt, sondern auch für den Geschäftserfolg und die Resilienz.

Nachhaltige Strategien und technologische Rahmen helfen den Organisationen, mehr Effizienz und Widerstandsfähigkeit zu erreichen und fördert gleichzeitig eine Differenzierung im Wettbewerb.

Wichtigkeit von Nachhaltigkeit erkannt

Der Großteil der Entscheider (71 %) stimmt zu, dass sie die Ausgaben für IT-Technologien im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsinitiativen erhöht haben. Knapp ein Drittel hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie. 31 Prozent mangelt es nach wie vor an einem konkret definierten Nachhaltigkeitprogramm, 25 Prozent geben an, mehrere Initiativen, aber keinen organisierten Ansatz zu haben. 14 Prozent haben die Wichtigkeit erkannt und planen erste Initiativen. Dass sich das Unternehme gar nicht mit Nachhaltigkeit befasst, kommt in in keiner Weise innerhalb der IDC-Studie vor.

Die Nachhaltigkeitsziele sind vielfältig. Die Ziele heute:

  • Reduzierung von Abfall: 60 %
  • Reduzierung des Energieverbrauchs: 57 %
  • Verbesserung der Employee Experience: 49 %
  • Reduzierung des Wasserverbrauchs: 48 %
  • Reduzierung von CO2: 48 %

Die Ziele künftig:

  • CO2-Neutralität: 45 %
  • Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern, die eigenen Ziele verfolgen: 45 %
  • Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen: 43 %
  • Nachhaltigkeit in Unternehmenskultur: 40 %
  • Netto-Null-Emissionen: 40 %

Kosteneinsparungen sind Top-Treiber von Nachhaltigkeitsinitiativen

Kosten zu reduzieren gehört zu den größten Treibern intern mit 30 Prozent. Es folgen:

  • Verbesserung der Betriebseffizienz: 20 %
  • Compliance und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben: 19 %
  • Innovationskraft verbessern: 19 %
  • Politischer Druck: 17 %
  • Mitarbeiterbindung: 17 %

Daneben bremsen einige Herausforderungen die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen aus. Zu den Top 5 gehören mangelndes Fachwissen (26 %), veraltete IT-Infrastrukturen (24 %), Messbarkeit der Investitionsrendite (ROI; 21 %), kein Anreizplan für Mitarbeiter (20 %) sowie Kosten für fehlende Mittel für Initiativen (19 %).

Mit diesen Technologien möchten Unternehmen nachhaltiger werden

Cloud, Remote Work und IoT stehen bei den Top-Technologien, um nachhaltiger zu werden, ganz weit vorne. So möchten knapp über 50 Prozent der befragten Unternehmen dieses Ziel mit Private/Hybrid-Cloud-Umgebungen erreichen. 43 Prozent setzen auf ortsunabhängiges Arbeiten, ein Drittel setzt auf IoT-Smart-Building-Technologien. Es folgen KI und VR/AR als einsetzbare Technologien.

Den großen Vorteil in der Cloud als Enabler in puncto Nachhaltigkeit sehen die Befragten in der Senkung der Energiekosten, Verringerung des CO2-Fußabdrucks, in der verbesserten Business Resilience, im Zugang zu effizienten Softwareanwendungen sowie in der Verbesserung der Finanzindikatoren.

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