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Big Blue stärkt lokales IT-Service-Geschäft IBM eröffnet großes IT-Services-Center in Magdeburg

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Rekrutiert wird an sechs Universitäten und Fachhochschulen in der Region: In IBMs IT-Services-Center in Magdeburg sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 300 IT-Stellen entstehen. Themen wie Big Data, Cloud und Mobile-Business-Technologien sollen dadurch forciert werden.

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Der IBM-Konzern investiert verstärkt in lokale IT-Services.
Der IBM-Konzern investiert verstärkt in lokale IT-Services.
(Bild: IBM)

Nicht nur IT-Systemhäuser leisten Services rund um Informationstechnologie. IBM legt in diesem Umfeld nach und hat ein IT-Services-Center in Magdeburg gegründet. Einen Mietvertrag für ein Gebäude gibt es zwar noch nicht, wird aber demnächst folgen.

In den nächsten drei Jahren sollen in der Region bis zu 300 neue Stellen im IT-Bereich geschaffen werden, gibt der Konzern an. Das Center ist laut IBM Teil einer weltweiten Initiative zur systematischen Stärkung ihrer lokalen Präsenz, um IT-Services vor Ort aber auch internationalen Kunden anzubieten.

In dem neuen IBM-Services-Center werden Dienstleistungen wie Entwicklung und Wartung von IT-Anwendungen, Beratung und Systemintegration für lokale und internationale Kunden angeboten. Damit folgt die IBM eigenen Angaben zufolge der steigenden Nachfrage ihrer Kunden nach flexiblen Lösungen, damit die Potenziale innovativer Themen wie Big Data, Cloud und Mobile-Business-Technologien besser genutzt werden können.

Warum Magdeburg?

IBM betont die „enge Zusammenarbeit des Centers in Magdeburg mit den Landes- und Kommunalbehörden in Sachsen-Anhalt und Magdeburg“. Es sollen wirtschaftliche Aktivitäten in der Region stimuliert werden. Außerdem soll das neue Center Arbeitsplätze für Berufseinsteiger und Spezialisten bieten. „Magdeburg wurde bewusst als idealer und neuer IBM-Standort in der Mitte Deutschlands in unmittelbarer Nähe von Bildungseinrichtungen mit technischen Schwerpunkten ausgewählt“, heißt es aus dem Hause IBM.

IBM-Karriere-Pool

Denn der Konzern möchte in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt das hohe Potential an gut ausgebildeten Fachkräften aus der Region weiterentwickeln und damit einen Talent-Pool schaffen, der gleichzeitig als Karriere-Sprungbrett für andere Aufgabenbereiche innerhalb und außerhalb von IBM genutzt werden kann. Zudem fördere IBM technologische Entwicklung, Wissenschaft sowie Innovation und engagiert sich für die IT-Kompetenzen von Schülern und Studenten in den lokalen Märkten.

Global Business Services

„Wir wollen unseren nationalen und internationalen Kunden hochwertige IT-Dienstleistungen ‚Made in Germany’ anbieten und finden in Magdeburg ideale Bedingungen dafür“, sagte Gregor Pillen, Leiter der Unternehmensberatungssparte IBM Global Business Services. „Gleichzeitig ist unser Engagement in Magdeburg auch ein Bekenntnis zu Europa. Denn gegenwärtig entstehen an mehreren europäischen Standorten weitere lokale Services Center.“

Ministerpräsident jubelt

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, freut sich: „Unser Bundesland hat die höchste Anziehungskraft für ausländische Investoren in Ostdeutschland. Mit IBM siedelt sich ein weiteres weltbekanntes Unternehmen bei uns an. Neben den geschaffenen Arbeitsplätzen eröffnet das Investment große Chancen, zusätzlich regionales Wachstum und Beschäftigung zu generieren.“ Zudem biete das Engagement von IBM den Absolventen im Bereich Informatik an den Universitäten und Hochschulen Sachsen-Anhalts „ungeahnte Karrieremöglichkeiten“.

Während der nächsten drei Jahre sollen nach derzeitigen Planungen im IBM Services Center in Magdeburg bis zu 300 Absolventen technischer Studiengänge und erfahrende Mitarbeiter aus den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften eingestellt werden. An sechs Hochschulen in der Region wird ab sofort aktiv rekrutiert, teilte IBM mit. □

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