IT as a Service im Maschinen- und Anlagenbau

Flexible Controlling-Lösung aus der Cloud

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Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen

Die Angst vor potenziellen Risiken ist oft stärker als der Mut, die neue Technologie gewinnbringend einzusetzen. Bei genauerem Hinsehen vermag das sehr zu erstaunen – gilt doch schließlich der Maschinen- und Anlagenbau als wichtiger Innovationstreiber der Industrie. Cloudbasierte Speicher und Backup-Lösungen haben nur 15 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer im Einsatz, so eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants.

Noch größer ist die Schere bei Software-as-a-Service-Lösungen: SaaS als strategische Softwareplattform für unternehmensweite Anwendungen aus der Wolke nutzen gerade einmal zwei Prozent der mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauer.

Sicherheitsdenken herrscht offenbar in der Branche vor: Ein Großteil der Unternehmen gab als Contra-Argument fehlende Datensicherheit an. Zum anderen sieht sich der Maschinen- und Anlagenbau vor einem Schnittstellenproblem: Der Bedarf der über die Cloud genutzten Lösungen an die eigenen Unternehmenssysteme sei zu groß, so die Befürchtung. Beide Argumente sind wenig überzeugend.

Flexible Controlling-Lösung aus der Cloud

Denn längst gibt es Cloud-Lösungen, die sich nahtlos in die eigene Datenverarbeitungslandschaft integrieren lassen. Ein Beispiel dafür ist ISC-Controlling, entwickelt von der S+S SoftwarePartner GmbH aus Stemwede in Nordrhein-Westfalen. Diese Lösung berücksichtigt als Instrument für die transparente Unternehmenssteuerung alle Controllingbereiche – von Kostenstellen und Kostenträger über Betriebsergebnisse bis hin zu Projekten – und identifiziert mögliche Abweichungen ursachengerecht. Dabei bietet die Software eine nahezu unbegrenzte Datenvariabilität, die die Nutzung verschiedener Endbenutzer-Systeme und Abfragesprachen durch die Verwendung von relationalen Datenbanken ermöglicht.

ISC erlaubt einen Datentransfer in beliebige zusätzliche Auswert- oder Berichtssysteme. Durch das Baukastensystem der Lösung können Einzelmodule zu einem individuellen Anwendungssystem zusammengestellt werden – je nach geforderten Funktionen und genauem Budget des Anwenders. Auch die Sicherheitsvorbehalte kennen Cloud-Anbieter seit langem und setzen ihnen überzeugende Konzepte entgegen. Bei S+S beispielsweise liegen die Daten sicher im hauseigenen Rechenzentrum in Deutschland, der Zugriff wiederum erfolgt Online über verschlüsselte Leitungen zu fest vereinbarten Zeiten.

Fehlende Unternehmensstrategie auf dem Weg in die Cloud

Die Gründe scheinen also anderswo zu liegen: Dass die Branche Schlusslicht im Einsatz von Cloud-Lösungen ist, sei oftmals einer fehlenden Unternehmensstrategie auf dem Weg in die Cloud zuzuschreiben, so eine Studie des Fraunhofer IAO. Je früher Unternehmen jedoch die Cloud-Lösung integrieren, desto eher können diese von den Vorteilen profitieren, wie z.B. mit dem IT as a Service-Modell von S+S SoftwarePartner.

* Die Autorin und IT-Journalistin Sandra Meyer.
* Die Autorin und IT-Journalistin Sandra Meyer.
(Bild: Sandra Meyer)
Wer seine Geschäftsprozesse über eine Cloud-Lösung abwickelt, delegiert den reibungslosen Betrieb der Software an den Anbieter. Dieser garantiert ihm nicht nur eine höhere Ausfallsicherheit, als eine auf den eigenen Rechnern installierte Lösung leisten könnte, sondern stellt ihm auch stets die neusten Releases zur Verfügung – und das bei langfristig planbaren monatlichen Kosten statt einer belastenden Einmalinvestition.

Es lohnt sich also durchaus, sich dem Thema Controlling aus der Cloud zu öffnen. Auf marktspezifische Herausforderungen – von der Kundenorientierung bis zum globalisierten Wettbewerb – lässt sich damit auf Basis fundierter Kennzahlen rasch und unkompliziert reagieren.

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