Kosten und Risiken durch Oracle-Java-Lizenzierung Firmen spendieren hohe Summen für Lizenzverstöße

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Laut einer Umfrage von Azul und dem ITAM Forum investieren 27 Prozent der Unternehmen jährlich über 500.000 US-Dollar, um Softwarelizenzverstöße zu beheben. Verstöße wegen Oracle Java gelten als Haupttreiber.

Das Ergebnis der Umfrage von Azul und dem ITAM Forum: Unternehmen zahlen hohe Summen aufgrund von Lizenzverstößen. Ein Grund hierfür: Eigens ausgeführte Audits.(Bild: ©  Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)
Das Ergebnis der Umfrage von Azul und dem ITAM Forum: Unternehmen zahlen hohe Summen aufgrund von Lizenzverstößen. Ein Grund hierfür: Eigens ausgeführte Audits.
(Bild: © Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)

Die aktuelle Umfrage von Azul und dem ITAM Forum unter 500 Fachkräften aus dem Bereich IT-Asset-Management (ITAM) und Software-Asset-Management (SAM) zeigt, dass Fehler bei der Lizenzverwaltung ein wachsendes finanzielles Risiko darstellen.

Rund 27 Prozent der befragten Unternehmen geben an, jährlich über eine halbe Million US-Dollar aufzuwenden, um Lizenzverstöße zu korrigieren. Ursache sind oft unübersichtliche Lizenzmodelle, insbesondere im Umfeld von Java von Oracle.

Oracle Java: Audit-Druck führt zu Migration

73 Prozent der befragten Unternehmen wurden in den vergangenen drei Jahren einem Audit von Oracle Java unterzogen. Fast 80 Prozent haben deshalb bereits Open-Source-Alternativen eingeführt oder planen die Umstellung.

Genauer gesagt sind laut Untersuchung die Hauptgründe für eine Migration somit Sicherheitsbedenken, Kosteneinsparungen und die Hoffnung auf vereinfachte Compliance-Prozesse. Die Mehrheit der Unternehmen schätzt, durch den Wechsel zu Open-Source-Lösungen bis zu 40 Prozent der bisherigen Lizenzkosten einsparen zu können.

Herausforderungen bei interner Lizenzkontrolle

Laut Umfrage setzten 74 Prozent der Unternehmen ihre Lizenzanalysen eigenständig um. Dabei bestehen jedoch häufig Schwierigkeiten in der Dokumentation und Bewertung der tatsächlichen Softwarenutzung. Komplexe Lizenzmodelle, mangelhafte Abstimmung zwischen Abteilungen und eingeschränkte Ressourcen führen zu ungenauen Daten, erschweren Compliance und erhöhen die Audit-Risiken. Ein Viertel der befragten Unternehmen musste bereits mehrfach Strafzahlungen leisten oder rechtliche Auseinandersetzungen führen.

Die Rolle von ITAM- und SAM-Funktionen hat sich im Zuge hybrider Cloud-Infrastrukturen stark verändert. Aus klassischen Inventarisierungsaufgaben ist eine strategische Disziplin geworden, die operative Risiken begrenzt und IT-Ausgaben steuert.

Dies spiegelt sich auch im Marktwachstum wider: Zwischen 2019 und 2023 wuchs der globale ITAM-Markt um 30 Prozent auf 1,49 Milliarden US-Dollar. Das Teilsegment Software Asset Management soll laut Prognosen bis 2029 mit über 16 Prozent pro Jahr zulegen.

Lizenzmodelle überfordern Unternehmen

Besonders Oracle Java steht exemplarisch für eine Lizenzpolitik, die Unternehmen unter Druck setzt. Das mitarbeiterbasierte Preismodell zwingt Organisationen zu umfassenden Investitionen in Monitoring, interne Audits und Compliance-Prozesse. Der Wechsel zu Open-Source-Java wird zunehmend als Ausweg gesehen, um betriebliche Störungen und wiederkehrende Kosten zu vermeiden.

Über die Studie

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von ITAM- und SAM-Verantwortlichen aus sechs Kontinenten, ausgeführt im Frühjahr 2025 durch das Marktforschungsunternehmen Dimensional Research. Alle Befragten verfügen über operative Verantwortung für Software Asset Management in Organisationen, die Java produktiv nutzen.

(ID:50498465)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung