Bessere Risikokontrolle für Finanzdienstleister FINOS will offenen Standard für Public Clouds schaffen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Die Fintech Open Source Foundation (FINOS) hat ein quelloffenes Standardprojekt gestartet. Es basiert auf einem von der Citi-Bankgruppe entwickelten Ansatz zur Beschreibung einheitlicher Kontrollen für konforme Public-Cloud-Bereitstellungen in der Finanzdienstleistungsbranche.

FINOS treibt gemeinsam mit Citi und weiteren Partnern das quelloffene "Common Cloud Controls“-Projekt voran.(Bild:  Roman /  Pixabay)
FINOS treibt gemeinsam mit Citi und weiteren Partnern das quelloffene "Common Cloud Controls“-Projekt voran.
(Bild: Roman / Pixabay)

FINOS und sein Platinum-Partner Citi wollen in Kooperation ein einheitliches Set an Cybersicherheits-, Resilienz- und Compliance-Kontrollen für gemeinsame Dienste der wichtigsten Cloud Service Provider (CSPs) entwickeln. Im Fokus steht dabei das systemische Risiko einer Cloud-Konzentration, wie sie etwa das US-Finanzministerium oder der Europäische Rat befürchten. Eine einheitliche Taxonomie für Shared Services und damit verbundene Bedrohungen soll hierbei für Abhilfe sorgen.

Das „Common Cloud Controls“-Projekt selbst wurde von Citi initiiert und im Juli vom FINOS Governing Board genehmigt. Mit an Bord sind mehr als 20 weitere Partner, darunter etwa Goldman Sachs, Morgan Stanley, die Royal Bank of Canada, die London Stock Exchange Group sowie Google Cloud, GitHub, Red Hat und GitLab. Die Gründungsphase soll noch im August starten. Im Laufe des Jahres soll das Projekt dann unter der „Community Specification License“ verfügbar sein. Interessierte Finanzdienstleister, CSPs, Fintech- und Technologieanbieter können sich auf der entsprechenden Website für die Teilnahme bewerben.

Bestehende Projekte als Basis

Der geplante offene Standard basiert auf bereits bestehenden Bemühungen, wie etwa OSCAL des National Institute of Standards and Technology (NIST), dem MITRE ATT&CK-Framework sowie dem hauseigenen „Compliant Financial Infrastructure“. Das neue Projekt soll diese Ansätze erweitern, um Taxonomien für gängige Cloud-Dienste und Bedrohungstechniken sowie entsprechenden Abhilfemaßnahmen, Beschreibungen logischer Kontrollen sowie Cloud-spezifische Datenflussdiagramme bereitzustellen. Letzteres soll das Verständnis für Angriffsvektoren innerhalb der Cloud-Dienste verbessern.

„Es besteht Bedarf an einem Cloud-Standard, der bestimmte Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen in der Finanzdienstleistungsbranche verbessert und gleichzeitig den Zugang für alle Institutionen vereinfacht und demokratisiert, damit sie die Public Cloud nutzen und von ihr profitieren können“, erklärt Jim Adams, CTO und Head of Technology Infrastructure von Citi. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts sei wichtig, um die Konsistenz zwischen den Cloud-Anbieter sicherzustellen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Branche echte Multi-Cloud-Strategien umsetzen kann.

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