Neues 8ra-Projekt FACIS unter Leitung von eco Vision einer dezentral vernetzten Cloud-Edge-Infrastruktur in Europa

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Zusammenspiel zwischen Technologien, Vorschriften und Infrastrukturen zwischen europäischen Ländern ist beim autonomen Fahren ein Thema. Diesem widmet sich der eco-Verband mit einem neuen Projekt. Auch weitere Punkte stehen auf der Agenda.

Autonomes Fahren über Ländergrenzen hinweg erfordert eine nahtlose Integration von Technologien, Vorschriften und Infrastrukturen zwischen den Ländern – ein Ziel des Projekts FACIS.(Bild:  Kenishirotie - stock.adobe.com)
Autonomes Fahren über Ländergrenzen hinweg erfordert eine nahtlose Integration von Technologien, Vorschriften und Infrastrukturen zwischen den Ländern – ein Ziel des Projekts FACIS.
(Bild: Kenishirotie - stock.adobe.com)

Der eco-Verband der Internetwirtschaft übernimmt das Projektmanagement für das neu gestartete Projekt FACIS im Rahmen der europäischen Infrastrukturinitiative IPCEI-CIS/8ra. FACIS steht für das Konzept der Federation Architecture for Composed Infrastructure Services und soll seit November 2024 für die kommenden zwei Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit rund 6,8 Millionen Euro gefördert werden.

In einem ersten Workshop für Service Provider wurden Rahmenbedingungen für gemeinsame Service Level Agreements (SLAs) erarbeitet. Der eco-Verband will dabei insbesondere die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen und die relevanten Stakeholder sowie die europäische Infrastrukturgemeinschaft in das Projekt einbinden. Die technische Umsetzung innerhalb der vier Arbeitspakete wird öffentlich ausgeschrieben.

Ziel von FACIS ist, Innovationen in Europa schnell voranzutreiben, was „angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage wichtiger denn je ist“, sagt eco-Geschäftsführer Andreas Weiss. Als Beispiel nennt er: „Mit der Entwicklung eines nahtlosen Netzes an Cloud- und Edge-Providern unterstützen wir Grundlagen, etwa dass autonomes Fahren sicher und ohne Unterbrechung über Ländergrenzen hinweg möglich ist.“

Europas digitale Zukunft stärken

Hintergründig ist hier oft das Problem, dass herkömmliche Cloud-Lösungen nicht in der Lage sind, individuell passende Dienste bereitzustellen und modernen Anwendungen gerecht zu werden. Als weiteres Ziel von FACIS wird genannt, eine föderierte, verbrauchernahe und skalierbare Infrastruktur zu entwickeln, die insbesondere die speziellen Anforderungen von grenzüberschreitenden Cloud-Edge-Umgebungen erfüllt. Hier sollen technische Voraussetzungen als auch die Compliance berücksichtigt werden.

So will FACIS durch den Einsatz von Federation Architecture Patterns (FAPs), SLAs und Low-Code-Orchestrierungsplattformen sicherstellen, dass Multi-Provider-Infrastrukturen als zusammenhängendes, skalierbares und sicheres Ökosystem betrieben werden können. Open-Source-Innovationen und robuste Governance-Rahmen sollen diese Lösungen unterstützen.

„Das Projekt fördert bewusst die Transparenz und Einbeziehung von Europas Cloud-Edge-Landschaft“, erläutert Weiss. Neben dem autonomen Fahren als Beispiel sollen auch das Gesundheitswesen, die Industrie und die intelligente Stadtentwicklung adressiert werden, um interoperable, sichere und effiziente Systeme zu gewährleisten.

(ID:50354624)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung