„Fremde“ Filesharing-Dienste anbinden Externe Datenspeicher sicher in Nextcloud nutzen

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Durch die Anbindung externer Cloud-Speicher an Nextcloud können Anwender über die Nextcloud-Apps und die Weboberfläche Daten sowohl im Nextcloud-Speicher ablegen, als auch verschlüsselt im öffentlichen Cloud-Drive. Der Beitrag erklärt die Einrichtung.

Nextcloud-Anwender haben die Option, auch andere, öffentliche Speicherdienste mit ihrer privaten Cloud zu koppeln.(Bild:  phonlamaiphoto - stock.adobe.com)
Nextcloud-Anwender haben die Option, auch andere, öffentliche Speicherdienste mit ihrer privaten Cloud zu koppeln.
(Bild: phonlamaiphoto - stock.adobe.com)

Externe Cloud-Speicher an Nextcloud anzubinden bietet mehrere Vorteile. Zunächst lassen sich dadurch in privaten Cloud-Umgebungen auch Public-Cloud-Speicherdienste, mit denen das Teilen von Dokumenten oder der öffentliche Zugriff und Download einfacher wird. Der Speicherplatz erweitert außerdem noch den zusätzlichen Speicherplatz der privaten Cloud-Umgebung.

Die wichtigen Daten des Unternehmens verbleiben natürlich geschützt im lokalen Netzwerk, auch wenn sie über Nextcloud in der öffentlichen Cloud gespeichert werden. Dazu kommt die Möglichkeit, dass Nextcloud die Daten verschlüsselt im externen Cloud-Speichern ablegt, sodass diese von fremden Benutzern und auch vom Betreiber nicht lesbar sind. Wir zeigen in diesem Beitrag die Einrichtung dazu. Bevor allerdings externer Datenspeicher in Nextcloud genutzt werden kann, muss dieser selbst eingerichtet sein und funktionieren. Danach erfolgt die Einrichtung über der Nextcloud-Oberfläche.

Praxis: Google Drive an Nextcloud anbinden

Die Anbindung von externen Datenspeichern an Nextcloud erfolgt in der Weboberfläche von Nextcloud nach der Anmeldung mit einem Admin-Nutzer. Über das Admin-Menü und der Auswahl „Apps“ lassen sich zusätzliche Applikationen in Nextcloud aktivieren und damit anbinden. Durch eine Suche nach „External“ zeigt die Websuche in Nextcloud eine Auswahl für die Anbindung an. Einige der Apps sind aber nicht getestet und funktionieren nicht mit allen Versionen von Nextcloud, vor allem nicht mit neueren Versionen wie Nextcloud 25.

Es stehen hier zum Beispiel die Apps „External Storage: OneDrive“, „OneDrive Integration“, „External Storage backend for Dropbox“ und weitere Apps zur Verfügung. Für die Anbindung anderer Dienste wie beispielsweise Google Drive kann die App „External storage support“ genutzt werden. Diese ist getestet und lässt sich mit „Aktivieren“ in Nextcloud nutzen. Die Aktivierung muss noch mit dem Kennwort des Admin-Benutzers bestätigt werden.

Anschließend ist über den Menüpunkt „Administration settings“ der Bereich „Externer Speicher“ zu finden. Hier können externe Datenspeicher angebunden werden. Funktioniert die Anbindung nicht, hilft das Überprüfen der Berechtigungen und ein Neustart des Servers. Es gibt in der Navigationsleiste zwei Einträge von „Externer Speicher“. Die Einrichtung erfolgt über den unteren Menüpunkt. Hier kann noch die Option „Benutzern erlauben, externen Speicher einzubinden“ gesetzt sein.

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Danach werden die verschiedenen Optionen gezeigt, wie sich die Datenspeicher anbinden lassen. Über „Speicher hinzufügen“ stehen die mit Nextcloud kompatiblen Speicher bereit. Leider ändern die Entwickler hier ab und zu die möglichen Speicher, wenn diese aus verschiedenen Gründen nicht mehr mit Nextcloud funktionieren. Wenn der gewünschte Cloud-Speicher an dieser Stelle nicht angezeigt wird, lässt er sich auch nicht mit Nextcloud koppeln. Unterstützt der entsprechende Speicher aber zum Beispiel WebDAV, lässt er sich mit der App über den Menüpunkt „WebDAV“ an Nextcloud anbinden. Sobald der jeweilige externe Speicher ausgewählt wurde, lässt er sich konfigurieren und an Nextcloud anbinden. Dazu sind verschiedene Informationen notwendig, die im Feld zur Konfiguration des Cloud-Speichers konfiguriert werden.

Datenmigration von Google Drive und OneDrive zu Nextcloud

Parallel zum gerade beschriebenen Weg steht auch die App „OneDrive integration“ im App-Store zur Verfügung. Wenn diese installiert ist, lässt sich OneDrive über den Menüpunkt „Connected accounts“ bei Verwaltung an Nextcloud anbinden. Nach der erfolgreichen Anbindung stehen wiederum über „Data migration“ bei „Persönlich“ Einstellungen zur Verfügung, um Daten aus OneDrive in Nextcloud zu übernehmen. Die Vorgehensweise zur Anbindung von OneDrive ist bei „Connected Drive“ im oberen Bereich zu erkennen.

Unter dem Menüpunkt „Datenmigration“ können Anwender im Anschluss den gewünschten Speicherdienst anbinden und ihre Daten migrieren. Nach der Installation der App „Google integration“ steht bei „Connected accounts“ auch ein neuer Menüpunkt zur Verfügung, über den Google an Nextcloud angebunden werden kann. Nach der Anbindung stehen bei „Datenmigration“ die entsprechenden Optionen zur Verfügung. Die Anbindung funktioniert aber erst dann, wenn ein Google-Konto mit Nextcloud über „Connected accounts“ verknüpft ist.

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