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Evolution des Rechenzentrums

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Keine IT-, sondern eine strategische Entscheidung

Innerhalb des Rechenzentrums standen diese Kunden lange Zeit unverbunden nebeneinander. Dies hat sich mittlerweile grundlegend verändert – was den Unternehmen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnet und damit einhergehend zusätzliche Vorteile bietet.

Die Entscheidung der Auslagerung der eigenen IT ist heute nicht mehr ausschließlich ein Ergebnis technischer Überlegungen, sondern eine strategische Positionierung. Dabei stehen zunächst finanzielle Aspekte im Fokus.

Hier geht es um eine klassische „Make or Buy“ Entscheidung: Der Bau eines eigenen modernen und gleichzeitig zukunftssicheren Rechenzentrums kostet schnell einige Millionen Euro. Dabei sind die durch den Betrieb sowie Unterhalt anfallenden Kosten, wie für Energie, Personal und Instandhaltung, noch nicht mit einberechnet. Diese hohen Kosten können mit der Auslagerung in die digitale Infrastruktur eines Rechenzentrums eingespart werden. Die Vertragsbasis beruht auf individuellen Mietmodellen.

Mehr als eine reine Kostenfrage

Neben dem finanziellen Nutzen bietet diese Infrastruktur eines Carrier-neutralen Rechenzentrums zahlreiche weitere Vorteile wie das Aufeinandertreffen von verschiedenen Marktteilnehmern einer Branche in einem wirtschaftlichen Ökosystem. Der Kunde profitiert von dieser digitalen Community durch die hohe Anzahl von Anbindungen an Carrier, ISPs, CDNs und Internet-Austauschknoten, die einen effizienten, kostengünstigen und flexiblen Datentransport gewährleisten.

Das ist das zentrale Merkmal von Carrier-Neutralität. Der Kunde sucht sich immer diejenigen Partner aus, die für seine spezifischen Anforderungen das beste Angebot bereithalten. Sei es im Bezug auf Kosten, Leistung oder SLAs. Die Teilnehmer bilden innerhalb des Rechenzentrums Cross Connects, um ihre Daten schnellstmöglich austauschen und so ihre Wertschöpfung steigern zu können. Vor allem wenn Big Player einer Branche in ein Rechenzentrum einziehen, entstehen Magneteffekte.

Dieses Business-Ökosystem deckt die wachsenden IT-Anforderungen von Unternehmen optimal ab. Durch die Ansiedlung zahlreicher Dienstleister können die Unternehmen im Rechenzentrum deren Angebote – hauptsächlich Connectivity und andere Services wie Content Distribution – wesentlich effizienter nutzen. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, ihre Kapazitäten jederzeit auszuweiten oder zu reduzieren und damit an den Bedarf des eigenen Unternehmens schnell und flexibel anzupassen. Sie befinden sich in einer „atmenden Fabrik“.

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