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451 Research erkennt starken Zuspruch für Ausbau eigener RZs

Erst in den Keller, dann in die Cloud

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Damit wird, so 451, die Zahl großer Rechenzentren steigen. Gleichzeitig wird insgesamt die RZ-Fläche sinken. Fast zwei Drittel der Unternehmen würden eher ihre IT-Infrastruktur konsolidieren, als ein neues Rechenzentrum bauen. Von den Organisationen, die ihre IT-Ausgaben erhöhen, wollen 37 Prozent ihre Rechenzentren modernisieren.

Cloud und Colocation erst bei hoher Auslastung

Allerdings gibt es einen Punkt, ab dem Unternehmen nicht mehr in die eigene Umgebung investieren, sondern in Cloud- und Colocation-Services. 451 Research stellt fest: „Wenn Organisationen eine RZ-Auslastung von 75 Prozent erreichen, fangen sie an, den Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten zu evaluieren.“ Ab diesem Level wachse die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich Colocation oder Cloud zuwenden.

Doch die Reaktion der Anwender auf Engpässe in ihren Rechenzentren ist höchst unterschiedlich, wie 451 selbst feststellt. Demnach konsolidieren 62 Prozent zunächst ihre IT-Infrastruktur. Allerdings sind gleichzeitig auch andere Reaktionen möglich, wie die Mehrfachnennungen zeigen. Denn 41 Prozent peilen bei Engpässen Public-Cloud-Services (IaaS, PaaS, und SaaS) oder Hosted Private Cloud an. 35 Prozent mieten sich bei Colocation-Anbietern ein. An letzter Stelle steht mit 31 Prozent die Option, ein neues Rechenzentrum zu bauen oder zu kaufen.

Bestandsanlagen wurden vernachlässigt

„Um den wachsenden Business-Anforderungen zu begegnen, geben Unternehmen Budgets frei und investieren in die Modernisierung vernachlässigter RZ-Anlagen“, erklärt Dan Harrington, Research Director bei 451 Research. Man könnte es auch anders sehen, nämlich so: Der Cloud-Hype hat viele Anwender über viele Jahre geblendet, sie zumindest irritiert. Nachdem ihnen nun klar ist, dass die Cloud nicht einfach ein Segen ist, wird ihnen die Bedeutung der eigenen IT-Umgebung wieder bewusst. Deren kontinuierliche Modernisierung vielerorts vernachlässigt worden, und jetzt besteht Nachholbedarf.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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