E-Commerce-Unternehmen können nicht mehr auf den Einsatz von Cloud-Lösungen als entscheidendem Wettbewerbsvorteil verzichten. Denn Unternehmen stehen unter Konkurrenzdruck und sind mit ständig wechselnden Kundenanforderung konfrontiert.
Die besten Cloud-Systeme für den E-Commerce sind integrativ und wachsen flexibel mit den gestellten Anforderungen.
(Bild: Tida - stock.adobe.com)
In dieser Branche ist es also unerlässlich, flexible und zukunftsfähige IT-Systeme einzusetzen, um Geschäftspotenziale zu erkennen und Umsätze zu generieren. Cloud-Technologie wird im E-Commerce zum Must-have – und das liegt an den folgenden Effekten, die aus der Cloud zu ziehen sind:
Das bringen cloud-basierte Systeme für den Onlinehandel
1. Zukunftsfähig skalieren
Die Marktdynamik birgt ein erhebliches planerisches Risiko für den E-Commerce. Dabei gilt es, hohe Systemauslastungen zuverlässig zu bewältigen, um Ausfälle des Shops zu verhindern und Umsatzverlusten vorzubeugen. Gleichzeitig ist es wirtschaftlich riskant, zu viele Ressourcen vorzuhalten. Durch die Nutzung skalierbarer Cloud-Dienste jedoch können E-Commerce-Unternehmen ihre Kapazitäten flexibel an die aktuelle Situation anpassen, ohne sich zu festen Ressourcen verpflichten zu müssen.
Die steigenden Produktionskosten, etwa für Energie, Rohstoffe oder Personal –kombiniert mit dem sich intensivierenden Wettbewerb im Onlinehandel –, schmälern die Gewinnmargen im E-Commerce und beschränken den Handlungsspielraum der Unternehmen. In diesem Kontext können Cloud-Dienste helfen, zumindest die IT-Kosten effizient zu reduzieren, da es nicht erforderlich ist, eigene Hardware zu erwerben und instand zu halten. Stattdessen stellen Cloud-Dienstleister die notwendige IT-Infrastruktur bereit und können bei Bedarf auch deren Betrieb übernehmen.
3. Einfachen Zugang gewähren
Für eine effiziente Reaktion auf Probleme ist es unabdingbar, dass Mitarbeiter jederzeit auf alle IT-Systeme zugreifen können. Cloud-Lösungen bieten hier maximalen Komfort und beste Flexibilität: Ob an verschiedenen Firmenstandorten, aus dem Homeoffice oder von unterwegs mittels mobiler Geräte: Cloud-Plattformen sind überall schnell und problemlos bedienbar, ohne dass deren Leistungsfähigkeit oder die Sicherheit des Systems beeinträchtigt wird. Das wird auch im nächsten Punkt deutlich.
4. Maximal Sicherheit gewährleisten
Erfolgt der Betrieb der IT-Systeme auf lokalen Servern oder deren Verwaltung durch unerfahrenes Personal, können sie zu einem nicht unerheblichen Sicherheitsrisiko werden. Ein Cloud-Dienstleister hingegen garantiert eine hohe Sicherheitsstufe, indem er Monitoring-Maßnahmen umsetzt, welche die Systeme lückenlos überwachen. Wichtig ist auch, dass der Dienstleiser für Fragen und Beratungen zur Verfügung steht, damit sich höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen und aktuelle Compliance-Richtlinien konsequent einhalten lassen.
5. Daten zielgerichtet verwerten
Um nicht nur regelmäßigen Umsatzzufluss zu gewährleisten, sondern auch die Kundenzufriedenheit sicherzustellen, ist es notwendig, alle entstehenden Daten zu sammeln, zu analysieren und Erkenntnisse daraus zu generieren. Anders als On-Premises-Lösungen ermöglichen Cloud-Dienste diese Analysen in Echtzeit, leiten automatisiert Optimierungen ab und bieten Händlern dadurch wertvolle Optionen zur Personalisierung. So lassen sich individuelle Kaufempfehlungen oder Werbeaktionen umsetzen, die sowohl das Kundenerlebnis verbessern als auch neue Umsatzpotenziale erschließen.
6. Kundenbetreuung optimieren
Eine durchgängige Datenerfassung ist nicht nur während des Kaufs oder der Entscheidungsfindung nützlich: Auch im Kundensupport bieten die automatisiert gesammelten Daten wertvolle Unterstützung. Seien es Chatbots, virtuelle Assistenzen oder Auto-Reply-Funktionen: Cloud-basierte Tools ermöglichen zahlreiche neue und vor allem kostensparende Methoden, gezielt auf Kundenbedürfnisse einzugehen und deren Zufriedenheit zu steigern.
7. Daten bequem migrieren
Auch wenn E-Commerce-Unternehmen die Vorteile der Cloud erkennen, ist es nicht immer möglich oder gewünscht, sämtliche IT-Strukturen direkt an einen Dienstleister zu übergeben. Für diese Fälle bieten zahlreiche Cloud-Provider die Möglichkeit, spezifische lokale Server, einzelne Workloads und IT-Systeme schrittweise in die Cloud zu verlagern. Auf diese Weise können bewährte Strukturen zunächst bestehen bleiben und Unternehmen sind trotzdem in der Lage zu skalieren.
Stand: 08.12.2025
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Für maximale Effizienz sorgen in der Regel E-Commerce-Plattformen, die speziell für den Betrieb in der Cloud entwickelt wurden. Diese Plattformen sind auf Cloud-Architekturen ausgelegt, deren Fokus auf der Skalierbarkeit und Erweiterbarkeit liegt. Dies verhindert Komplikationen bei der Integration neuer Cloud-Dienste. Cloud-Provider bieten hier Unterstützung und liefern umfassende Lösungen, die sowohl alle Bedürfnisse erfüllen als auch ausreichend Anpassungsmöglichkeiten beinhalten.
9. Systeme problemlos erweitern
Während die Integration neuer Features bei eigenständigen, in sich geschlossenen E-Commerce-Plattformen oft kompliziert ist, erlauben Cloud-Systeme eine mühelosere Erweiterung um zusätzliche Cloud-Funktionen. Seien es künstliche Intelligenz, Sprachverarbeitung, Personalisierungs-Features oder Schnittstellen zu sozialen Medien: Cloud-Anwendungen sind leicht angepasst und im Nu ausgebaut.
10. Schnell und agil bleiben
Die Bedürfnisse im E-Commerce-Bereich können sich ständig wandeln. Mit Cloud-basierten Plattformen sind Anpassungen rascher umsetzbar, da die integrierten Cloud-Dienste stetig von ihren Providern verbessert werden und mit steigendem Datenvolumen skalierbar sind. Das ermöglicht eine zügige Reaktion auf Marktentwicklungen, selbst bei intensiver Auslastung zu Spitzenzeiten.
Nicht ob, sondern wie
Für E-Commerce-Unternehmen stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie auf Cloud-Lösungen setzen, sondern auf welche und wie der Umstieg gelingt. Die besten Cloud-Systeme sind integrativ und wachsen flexibel mit den gestellten Anforderungen. Für die Migration ist es essenziell, einen Partner auszuwählen, der einerseits technische Expertise mitbringt und andererseits den gesamten Geschäftsablauf überblickt, die Branche versteht und dabei auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens achtet. So werden Onlinehändler fit für die Zukunft.
* Der Autor Christian Schäfer ist seit 2014 Product Business Owner für E-Commerce bei Arvato Systems. Er ist nicht nur ausgewiesener Experte für E-Commerce- und E-Procurement-Lösungen, sondern auch für die SAP Commerce Cloud sowie diverse PIM- und CMS-Systeme. In seiner derzeitigen Funktion berät er Kunden beim Einsatz der SAP Commerce Cloud, verantwortet das Customizing und entwickelt innovative Digitalisierungslösungen für Vertrieb und Marketing.