Mitarbeiterzufriedenheit

Ein Drittel der deutschen Unternehmen weiß nicht, was ihre Mitarbeiter denken

| Redakteur: Sebastian Human

Zufrieden mit der Arbeit: 81 Prozent der Angestellten in Deutschland sind (sehr) glücklich, in den USA sind es allerdings ganze 93 Prozent.
Zufrieden mit der Arbeit: 81 Prozent der Angestellten in Deutschland sind (sehr) glücklich, in den USA sind es allerdings ganze 93 Prozent. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Wer ist glücklich bei der Arbeit? Und warum? Um das herauszufinden, hat der Boutique Coworking-Anbieter Mindspace eine Umfrage unter 5.000 Arbeitnehmern durchgeführt. Es wurden Personen in sieben Ländern befragt, die aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen stammen.

Zufriedene Mitarbeiter arbeiten produktiver und kreativer. Sind Mitarbeiter jedoch unzufrieden, wirkt sich das nicht nur auf ihren persönlichen Alltag aus, sondern ist schlecht für das Geschäft. Aus diesem Grund sollte die Mitarbeiterzufriedenheit ganz oben auf der Agenda erfolgreicher Unternehmen stehen. Um dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, hat Mindspace 2019 eine Umfrage unter 5.000 Angestellten aus sieben Ländern durchgeführt.

Angestellte in den USA sind am glücklichsten, Deutschland rangiert im Mittelfeld

Die gute Nachricht ist, dass 30 Prozent der Angestellten die meiste Zeit sehr glücklich und 54 Prozent glücklich sind. Im globalen Vergleich der sieben Länder gehen in den USA die meisten Beschäftigten gerne zur Arbeit: 54 Prozent von ihnen geben an, dass sie sehr glücklich und 39 Prozent, dass sie glücklich sind – dies macht die USA zu dem Land mit den glücklichsten Arbeitnehmern. Deutsche Angestellte liegen mit 24 Prozent sehr zufriedenen und 57 Prozent überwiegend zufriedenen Angestellten im mittleren Bereich. Im Vergleich sind die britischen Beschäftigten am wenigsten glücklich – fast ein Viertel von ihnen ist bei der Arbeit gar nicht oder nur sehr selten glücklich.

Es ist außerdem entscheidend zu wissen, was die Mitarbeiter motiviert und sie so langfristig an das Unternehmen bindet. Um dies herauszufinden, müssen wir verstehen, wann die Angestellten unzufrieden sind. Der Umfrage zufolge sind 34 Prozent der Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrer Bezahlung. 35 Prozent der Beschäftigten finden ihre Arbeitsumgebung nicht inspirierend. „Zufriedenheit am Arbeitsplatz sorgt nicht nur für eine positive Atmosphäre, sondern ist auch gut für das Geschäft“, sagt Dan Zakai, CEO und Co-Founder von Mindspace. „Wir haben untersucht, was die Mitarbeiter glücklich macht, denn wir wissen, dass zufriedene Mitarbeiter engagierter, produktiver, kreativer und belastbarer sind. Sie haben zudem einen positiven Einfluss auf ihre Kollegen und bleiben länger im Unternehmen. Welcher Arbeitgeber sucht nicht genau das?“

Die Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit ist entscheidend, aber in vielen Ländern noch nicht selbstverständlich

Um Zufriedenheit und Engagement zu verbessern, sollten Unternehmen auf ihre Mitarbeiter hören. Überraschenderweise evaluiert fast ein Viertel der Unternehmen (23 Prozent) die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter überhaupt nicht. Geografisch gibt es große Unterschiede: In den USA führen lediglich 18 Prozent der Unternehmen keine Mitarbeiterumfragen durch, in Israel hingegen 38 Prozent. In Deutschland wissen 30 Prozent der Unternehmen nicht, was ihre Mitarbeiter denken. Damit verpasst fast ein Drittel der deutschen Unternehmen den ersten und wichtigsten Schritt zur Steigerung der Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeiter. So entgeht den Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Verbesserung ihrer Unternehmensleistung.

Zur Studie

Im Auftrag von Mindspace führte OnePoll im April 2019 eine Umfrage unter 5.000 Arbeitnehmern aus sieben Ländern durch. Die Befragten sind in Deutschland, den USA, Israel, Großbritannien, Polen, Rumänien und Großbritannien in unterschiedlichen Branchen tätig, darunter Finanzen, Ingenieurwesen, Jurisprudenz, IT, Gesundheitswesen, Medien, öffentlicher Dienst, Transport und Logistik, Kunst und Design.

Diesen Beitrag haben wir von unserem Schwester-Portal Industry of Things übernommen.

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