Wie kommen heutige Developer-Teams zu schnelleren und qualitativ hochwertigen Codes und Lösungen? Eine verbesserte Effizienz allein reicht nicht mehr aus. Das Ziel muss sein, mehr Produktivität für eine insgesamt gesteigerte Unternehmensleistung zu erreichen.
Mit einem Building-Block-Ansatz lässt sich dank bereits bestehender Code-Bausteine der Development-Zeit verkürzen
In einer Zeit, in der wirtschaftliche Turbulenzen vorherrschen und alle Arbeitgeber um die besten Talente kämpfen, bedeutet das Erreichen dieses Ziels oft, dass Unternehmen das scheinbar Unmögliche tun müssen: mit weniger mehr erreichen.
Wo können Entwicklerinnen und Entwickler also Zeit sparen und ihre Produktivität und die ihrer Teams im gesamten Unternehmen steigern? Die Antwort liegt im Umgang mit alltäglichen Prozessen. Modulare Tech-Stacks sowie die Verbesserung des Zugangs zur Automatisierung im gesamten Unternehmen sind erste wichtige Meilensteine.
Anwendungen skalieren für mehr Produktivität
Das Code-Schreiben ist ein zeitaufwändiger Prozess. Tatsächlich wird fast die Hälfte der Zeit von Developer (43,4 %) für die Programmierung von Anwendungen aufgewendet, weitere 26,5 Prozent entfallen auf das tatsächliche App-Design. Wenn all dieser Code von Grund auf neu geschrieben werden muss, kann das Innovation bremsen. Potenziell gute Ideen gehen verloren oder werden nicht mehr weiterverfolgt.
Mit einem Klemmbaustein-ähnlichen Prinzip – dem sogenannten Building-Block-Ansatz – können Entwickler und Entwicklerinnen sich mehr auf die Idee und ihre Realisierung in kürzerer Zeit fokussieren. Die Grundlage dieses Konzepts ist eine Plattform, die alle Mitarbeitenden, Tools, Kunden und Partner eines Unternehmens miteinander verbindet – sei es die IT-Entwicklung, der Vertrieb oder konkrete Kampagnen für Marketing und andere Bereiche.
Developer können dann modulare, wiederverwendbare Funktionen nutzen, um Anwendungen auf dieser Grundlage zu erstellen und zu skalieren, ganz wie sie es für richtig halten. Um die Effizienz zu maximieren, werden die von ihnen verwendeten Codeblöcke vorgefertigt oder aus früheren Implementierungen erneut genutzt. Dadurch wird die Zeit für wiederholte Entwicklungs- oder Wartungsarbeiten reduziert, und sie haben mehr Zeit, sich auf die Erarbeitung von Lösungen zu konzentrieren und die Produktivität des Unternehmens zu verbessern.
Ein Beispiel aus dem Vertrieb: Sobald eine Unterschrift in einem Tool wie DocuSign eingeht, wird das Team benachrichtigt und eine Produktbestellung wird automatisch in ihrer CRM-Software erstellt. Mit diesen Bausteinen können Entwickler einen separaten Workflow einstellen, wie etwa für Werbekampagnen des Marketingteams, ohne wieder bei null anfangen zu müssen.
Für diesen benutzerdefinierten Ansatz ist es wichtig, dass die zugrunde liegende Plattform eng mit geschäftskritischen Anwendungen verbunden ist: Benutzerdefinierte Suchintegrationen ermöglichen es Organisationen, relevante Informationen in Sekundenschnelle abzurufen, während Integrationen mit anderen Tools wie PagerDuty schnelle Warnmeldungen zu Vorfällen liefern.
Verantwortliche können die Zeit für die Lösung der Vorfälle dadurch von 20 Minuten auf unter fünf Minuten und die Produktionszyklen von etwa drei Monaten auf 30 Minuten reduzieren. Bei der Solarisbank werden so alle Störungsmeldungen über PagerDuty an die On-Call Teams übermittelt und automatisch in einen speziellen Slack Channel weitergeleitet. Ein transparenter und effizienter Kommunikationsweg entsteht dabei und hilft, Störungen schnell beheben zu können.
No-Code, No-Problem
In einer schnelllebigen Welt sind Anpassungsfähigkeit, Effizienz und Flexibilität wichtige Attribute, die Unternehmen berücksichtigen müssen. Dafür braucht es eine geeignete Technologie, die es nicht nur Developern erlaubt, Tools einfacher zu integrieren und Code auf neue Art und Weise bereitzustellen.
No-Code-Lösungen ermöglichen es Usern, unabhängig von ihren technischen Kenntnissen wiederkehrende Aufgaben und Prozesse zu automatisieren. Diejenigen, die diese repetitiven Funktionen nutzen, schätzten in unserem State-of-Work-Report, dass sie durchschnittlich 3,6 Stunden pro Woche einsparen können – das entspricht einem ganzen Arbeitsmonat pro Jahr.
Gleichzeitig geben diese modularen No-Code-Programmierungen den Development-Teams die Möglichkeit, sich auf dringendere Aufgaben zu konzentrieren, die ihre Fähigkeiten erfordern. Die daraus entstandene Produktivität zahlt auch direkt auf die Wertschöpfung eines Unternehmens ein.
Die weltweite Bedeutung von No-Code lässt sich auch mit Zahlen untermauern. Laut Gartner steigt der Markt für diese Art der Programmierung (sowie Low Code) weiter. Forbes vermutet ein No-Code-Wachstum um fast 20 Prozent auf 10 Milliarden US-Dollar in 2023 sowie 12,3 Milliarden US-Dollar in 2024.
Stand: 08.12.2025
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Attraktiv und produktiv: Mit Automatisierung kleine und große Erfolge feiern
Produktivität lässt sich nur dann erreichen, wenn zwei wichtige Gegebenheiten vorliegen: Zum einen braucht es Fachkräfte, die das Fundament einer jeden Organisation bilden und so ihren Beitrag zum Erfolg leisten und gleichzeitig mehr Hands-on Technologie.
Die Anwender und Anwenderinnen müssen – auch aufgrund des Fachkräftemangels – mehr zu Designern werden. Das beinhaltet nicht nur das operative Abarbeiten, sondern auch die technologische Entwicklung selbst. Methoden für die Automatisierung von Arbeitsaufgaben sowie die Erstellung von Code machen es nicht nur IT-Fachkräften einfacher, sondern auch für „Fachfremde“.
Denn unabhängig davon, ob durchschnittlich 3,6 Stunden Arbeitsstunden pro Woche eingespart werden – wichtig dabei ist, dass Teams mit diesen kleinen und großen Erfolgen zufriedene, motivierte Unternehmensplayer sind und so wertvolle Bausteine für den Unternehmenserfolg liefern.
* Über die Autorin V ist Senior Director of Engineering bei Slack. Als Tech-Führungskraft im Bereich Core Infrastructure verantwortet und entwickelt sie Slack-Engineering-Teams in EMEA und den USA. Dort leitet sie weltweit Teams für Datastores, Traffic und Service Networking. Außerdem ist sie für das Incident Command bei schwerwiegenden Vorfällen zuständig. Davor war sie bei Spotify und für die Bank of New Zealand tätig.
V Brennan setzt sich für vielfältige Teams ein und liebt es, Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds und Fachgebieten zusammenzubringen. Sie ist sich sicher, dass man durch Zusammenarbeit und Empowerment die bestmöglichen Ergebnisse erzielen kann.