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Irrtum 3: Mit der Cloud droht Kontrollverlust
Noch so eine Halbwahrheit. Ja, mit der Migration Ihrer Datenbank in die Cloud geben Administratoren einen Teil der Kontrolle in andere Hände ab. Dies betrifft vor allem die täglichen Wartungsaufgaben. Doch wie bei der Leistung gilt auch in diesem Fall: Ein Wechsel in die Cloud wird und darf einen nicht die letzte Entscheidungsgewalt kosten.
Um das letzte Wort zu behalten, ist zunächst (wieder) einmal eine gute Kenntnis des Cloud-Anbieters erforderlich. Admins müssen stets über neue Services und Funktionen informiert sein, die SLAs verstehen, die vom Anbieter empfohlene Architektur prüfen und genau wissen, wann Wartungsarbeiten geplant sind, die sie beeinträchtigen könnten.
Die richtige Planung ist die halbe Miete
Dann stehen Entscheidungen zum Datentransfer und zur Latenz an. Das heißt, die Verantwortlichen müssen festlegen, in welchem Land und Rechenzentrum ihre Daten gespeichert werden sollen und Pläne für mehrere Verfügbarkeitszonen, aktive und passive Disaster-Recovery-Prozeduren oder Hochverfügbarkeitsstandorte machen.
Daher sollten Admins alles rund um den Datentransfer und die Latenz für Backups abklären und für die Synchronisierung ihrer Datenbanken sorgen. Dies ist besonders wichtig, wenn datenbankabhängige Anwendungen mit einer anderen integriert werden müssen, die sich nicht in derselben Cloud-Bereitstellung befindet.
Im letzten Schritt müssen Datenbankadmins sich aktiv bei der Planung und Verwaltung von Backups und Wiederherstellungen einbringen, damit sie im unwahrscheinlichen Fall eines Ausfalls auf Anbieterseite nicht wichtige Daten verlieren. So sollten sie eine Kopie ihrer Daten bei einem anderen Anbieter an einem anderen Speicherort unterhalten.
Vorurteile hinterfragen
Auch wenn die oben beschriebenen Herausforderungen Irrtümer sind, ist klar, dass eine Datenbankmigration in die Cloud keine leichte Entscheidung ist. Das soll sie auch nicht sein, schließlich sind viele Aspekte sowie die vielfältigen Vor- und Nachteile abzuwägen. Doch angesichts der Reife des Cloud-Markts und der mittlerweile verfügbaren Tools zur Überwachung der Performance von cloud-basierten Datenbanken und der von ihnen abhängigen Anwendungen, kann es sich mittelfristig als Fehler herausstellen, die Cloud als Option für Datenbanken zu ignorieren, nur weil die vorgefassten Meinungen zur Leistung, Sicherheit und Kontrolle in der Cloud nicht infrage gestellt werden.

* Der Autor Gerardo Dada ist Vice President Product Marketing and Strategy bei SolarWinds.
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