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Fachbereiche sind die Technologietreiber in Unternehmen

Die schöne neue Arbeitswelt ist digital und mobil

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Je mehr Unternehmen wachsen und global agieren, desto verzweigter und komplexer werden die Prozesse. Es wird notwendiger, Silos aufzubrechen und mehr zusammenzuarbeiten, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das geht soweit, dass manche Unternehmen Partnern, Lieferanten und Kunden sogar Arbeitsplätze anbieten. Unternehmen müssen auch darüber nachdenken, wie Mitarbeiter, Partner und Kunden zusammenarbeiten können, wenn sie physisch weit voneinander entfernt sind. Eine Möglichkeit sind spezifische Projekträume, in denen die Teams interagieren können. „Diese flexiblen Einheiten können dadurch auch bei Bedarf um Spezialisten erweitert werden – unabhängig von deren Standort. Das bietet unschätzbare Vorteile, wenn man eine schnelle Time-to-Market erzielen will“, sagt Müller-Dott. Diese Arbeitsweise wirkt auch zurück auf die Ausstattung der Büros, angefangen von computergestützten Softphones bis hin zur Gestaltung von Meeting-Räumen und Freiflächen. Collaboration ist dabei sowohl Ursache als auch Folge der Mobilität der Arbeitskräfte.

Parallel dazu werden Hierarchien flacher, lösen sich teilweise sogar auf: Gruppen entstehen je nach Bedarf mit immer neuen Zuständigkeiten der Köpfe. Unterstützt wird dies durch Enterprise Social Networks – Tools, die den Informationsaustausch im gesamten Unternehmen vereinfachen. Damit entstehen Communities rund um bestimmte Themen wie etwa Forschung. Die Mitarbeiter können relevante Informationen austauschen, sparen Zeit und können schneller auf Kundenanfragen reagieren. 42 Prozent der Unternehmen haben bereits ein Social Network oder denken darüber nach, noch 2014 eines einzusetzen. Social Corporate Networks werden in 50 Prozent der großen Unternehmen bis 2016 eingesetzt sein und 30 Prozent davon werden dann so geschäftskritisch sein wie heute Mail oder Telefon. 74 Prozent der Unternehmen meinten zudem, die Öffnung dieser Netzwerke für Stakeholder außerhalb des Unternehmens sei ein Muss oder zumindest ein Pluspunkt.

Treiber und Entscheider für den Wandel

Auf diese Vorteile will keiner lange warten. Meist kommen die Mobilitätsinitiativen dafür von den Unit Level Managern. 54 Prozent der Unternehmen haben die Arbeit von daheim durch Regeln formalisiert. Vor allem in Nordeuropa und den USA hat sich dieser flexible Arbeitsstil durchgesetzt. 44 Prozent der befragten Unternehmen planen daher den Einsatz neuen Equipments oder neuer Dienste bis Ende 2014. Treiber für diese Projekte ist meist der CIO. Zwar treffen immer noch die CEOs die Entscheidungen, doch die Fachabteilungen reden verstärkt mit. 97 Prozent der IT-Manager sind ausschlaggebend für den Kauf von Equipment und Lösungen, HR-Manager beeinflussen zu 89 Prozent Richtlinien für den Einsatz und zu 59 Prozent die Gestaltung der Arbeitsumgebungen. Und diese Tendenz zu Gruppenentscheidungen wächst: 36 Prozent der Unternehmen glauben, dass das Einbinden von Abteilungen und Bereichen in den nächsten drei Jahren steigen wird.

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