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Fachbereiche sind die Technologietreiber in Unternehmen

Die schöne neue Arbeitswelt ist digital und mobil

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Die Gründe für die wachsende Macht der Fachabteilungen liegen auf der Hand: Sie haben das Budget, ihre Wünsche umzusetzen und bestimmen oft selbst den Lieferanten. Das jedoch ist eine klare Herausforderung für IT-Manager, die Interoperabilität und Sicherheit gewährleisten müssen. Ihnen bleibt daher nichts anderes übrig, als sich mit den Business Units ins Einvernehmen zu setzen, sich in deren Bedürfnisse einzufühlen und interne Dienste anzubieten, die darauf abgestimmt sind.

Ein extrem hohes Augenmerk liegt dabei auf der Sicherheit. 65 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass diese Frage ein Motor für weitere Veränderungen in den nächsten drei Jahren sein wird. 2013 hatten 69 Prozent eine sichere Mobil-Lösung laufen, weitere 10 Prozent waren gerade dabei, eine solche Lösung umzusetzen. Hintergrund waren handfeste Bedenken: Bestehende Lösungen wurden oft als unzureichend gesehen. Die Angst vor Datenlecks und Viren bremst daher Trends wie Bring Your Own Device (BYOD). Davon profitieren spezialisierte Anbieter, denn 63 Prozent der Unternehmen bevorzugen es, ihre digitale Arbeitswelt mit verschiedenen Partnern umzusetzen: Zwei Drittel davon arbeiten mit zwei, rund ein Drittel mit drei bis fünf Dienstleistern zusammen. Auf der anderen Seite ist Einfachheit gefragt: 37 Prozent erwarten von ihrem Anbieter eine End-to-End Lösung – also Beratung auch zu Geschäftsprozessen rund um Auditing, Empfehlungen, Pilotprojekte und Projekt- und Changemanagement aber auch die technische Umsetzung, Training und Support.

Vom Wandel profitieren

Keine Frage, die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Will man von den Möglichkeiten neuer Technologien profitieren, muss man den Wandel zunächst als gegeben hinnehmen – und als strategisches Projekt sehen. Dabei hilft ein Governance-Model, mit dessen Hilfe der Prozess kontinuierlich gemanagt wird. Kleine Projekte können in Teams gehalten werden, aber größere beziehen viele Interessengruppen von Anfang an mit ein. Hier spielen Lenkungskreise (Steering Committees) eine zunehmende Rolle. Gewohnheiten, aber auch Unternehmenskulturen müssen verändert werden, kulturspezifische Hemmnisse überwunden oder relativiert werden: Amerikaner arbeiten gerne von daheim, Europäer sind es gewohnt, ihre Ressourcen zu teilen, in Asien hingegen gibt es eine Kultur des festen Arbeitsplatzes. Es hilft, die Zufriedenheit der Mitarbeiter regelmäßig abzufragen und darauf zu reagieren. Und wie fast immer muss das Management mit gutem Beispiel vorangehen.

Zur Studie

Die Studie wurde von Orange Business Services mit Unterstützung von Sia Partners and Harris Interactive 2013 durchgeführt und Anfang 2014 vertieft. Es wurden 1.862 Interviews geführt, es gab zehn Fokus-Gruppen mit 62 Teilnehmern und 60 vertiefende Einzelinterviews mit Unternehmen aus Belgien, China, Frankreich, Großbritannien Polen, Spanien, der Schweiz und den USA. Die Unternehmensgrößen wurden repräsentativ für das jeweilige Land gewählt und die Datenerhebung erfolgte über mehrere Branchen wie Dienstleistung, Produktion, Landwirtschaft, Handel, Transport und Bau hinweg. Befragt wurden CEOs und Inhaber, IT/Telco Manager und Personalabteilungen.

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