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Kompatibilität zu MySQL

Der hohe Rang dieser Werte widerspiegelt schlechte Erfahrungen mit Oracle, mit kapitalen Fehlern des Datenbankriesen: die alte MySQL-Mannschaft vergrault, Verbesserungen verzögert, Preise für Support drastisch erhöht. Darüber hinaus wurden Anwender auch noch dadurch verunsichert, dass neue Features wie Thread Pool, External Authentification und Enterprise Backup nicht mehr Open Source, sondern kostenpflichtige Extras sind. Eine weitere Verletzung von Open-Source-Regeln besteht darin, dass Oracle weder Bugs noch Test-Cases für ihre Behebung offenlegt. „Auch auf Ebene der Vorgehensweise versteht Oracle nicht viel von Open Source“, kritisiert SkySQL-Chef Patrik Sallner.

Mehr als zweidimensionale Daten, die beispielsweise bei Videos anfallen, sind Auslöser des Hypes um NoSQL. MariaDB kommt der neuen Herausforderung auf einem Weg entgegen, den Oracle bei MySQL bisher nicht geht. Die junge Alternative arbeitet direkt mit der NoSQL-Engine Cassandra, einem Open-Source-Projekt der Apache Software Foundation, so zusammen, dass sich über diese abgelegte Daten direkt via MariaDB adressieren lassen. Dynamische Columns erleichtern die Integration einiger NoSQL-Datentypen und der Engine Cassandra.
Gleichwohl warnt Sallner Anwender, sich durch den Hype zur theoretischen Möglichkeit hinreißen zu lassen, auch zweidimensional strukturierte Informationen in NoSQL-Datenbanken abzulegen: „Für die meisten Daten bietet SQL unschlagbare Performance, sichere Transaktionen sowie die Vorteile der Standardisierung und der Admin-Erfahrung. Die Anwender sollten sich also sehr genau überlegen, was sie brauchen und beherrschen, bevor sie den Aufwand einer Migration in Kauf nehmen.“
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