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Viertens: Spitzer Bleistift zwischen Kostenfrage und Projektzyklus
An den Carriern vorbei dürfte jedoch gerade im Segment der Mittelstandskunden kaum ein Weg führen. Denn diese sind in der Lage, ihre Cloud-Dienste mit attraktiven Zugangsleistungen zu kombinieren - und sich dadurch als „Single Point of Access“ im Cloud-Markt zu positionieren. Denn es kann von Vorteil sein, wenn Cloud-Dienste in der Regel einen „All-in-One-Preis“ pro User und Monat anbieten.
Bei On-Premise-Lösungen hingegen rollen auf die Unternehmen vielfältige Kosten zu, von der Investition über die Implementierung bis hin zu Wartung und Betrieb. Das Gros der Unternehmen dürfte diese kaum im Detail beziffern können. „Da wird der direkte Vergleich schnell schwierig, vor allem, wenn mehrere Standorte mit UCC versorgt werden sollen“, räumt Andreas Stiehler von PAC ein.
In der Gesamtbetrachtung für die Cloud spricht somit eine potentiell höhere Skalierbarkeit gegenüber der On-Premise-Variante. Diese greift gerade bei innovativen Anwendungen im Unternehmen, die einen höheren Administrationsaufwand beispielsweise aufgrund von kürzeren Produktlebenszyklen verursachen. Bei reifen Commodity-Lösungen wie etwa der reinen Telefonie kann hingegen ein Festhalten an der konventionellen Variante unter dem Strich von Vorteil sein.
Fazit: IT-Netzwerkprofessionals als Nahtstelle im Innovationskreislauf
Damit der Schritt von der Planung, über die Integration und Migration bis hin zum zuverlässigem Dauerbetrieb gelingt, empfehlen die Marktanalysten von PAC ein klares Prozedere: Wichtig sei es, bei der UCC-Strategie zunächst die Anforderungen engmaschig zu definieren und dabei auch die Mitarbeiter in den Fachbereichen einzubeziehen. Eine gute Planungsphase spare später oft viel Ärger.
Die Preisfrage, welche Variante jeweils zu präferieren ist, ob die Cloud oder ein anderes Betriebsmodell, bemisst sich letztlich daran, wie gut eine Lösung die spezifischen Anforderungen des Unternehmens abdeckt. Und hier kommt wieder die IT-Fachabteilung als „missing link“ hinzu: „Die IT-Netzwerkprofessionals müssen die Betriebskonzepte hinterfragen. Denn es kommt nicht nur auf die Kosten an, eine große Rolle spielt auch die Produkteinführungszeit“, bilanziert Thomas Nicolaus von Cisco.
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