Mobile IP-Geräte verbinden Analog- und Digitalwelt

Die globale Erwärmung und die Internet-Glühlampe

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Denkt man das Ganze in einem globalen Maßstab weiter, wie das Joseph Reger in seiner Keynote tat, so könnte die Menschheit durch den Einsatz des intelligenten Leuchtmittels die globale Erhitzung ausbremsen, so dass auch noch in tausend Jahren Menschen auf der Erde leben können. Spätestens bei solchen euphemistischen Darstellungen - wenn das Analoge so deutlich vom Digitalen dominiert wird - hätte Aldous Huxley sein Werk „Brave New World“ geschrieben.

HTTP als Protokoll untauglich

Die postulierte Benutzerfreundlichkeit ist in der Praxis noch reine Behauptung, da jeder Hersteller von LED-Leuchtmitteln erst einmal seine eigene Lampensteuerung mitliefern wird. Ziel muss es allerdings sein, dass der Anwender nicht für jeden Lampenhersteller eine eigene App auf das Smartphone laden muss.

Und sicher soll das Ganze auch noch sein, damit kein Unbefugter das Licht nach seinem Gusto ein- und ausschalten kann. HTTP scheidet damit als Steuerungsprotokoll aus. 100 Trillionen Ereignisse kommen da pro Jahr schon zusammen, wirbt Reger für ein standardisiertes Protokoll mit diversen Schutzfunktionen, das bei Fujitsu für das Internet der Dinge schon in der Schublade liegt.

Es wäre sicherlich unangenehm, wenn jeder per Internet Zugriff auf die Beleuchtung anderswo hätte und nach Belieben Licht ein- oder ausschalten könnte. Das wären dann modernisierte Klingelstreiche mit Internet-Equipment. Gefährlich ist das nicht.

Die Gefährlichkeit der IP-Lampe

Kritischer wird es, wenn jemand die Verbrauchsdaten der Wohnungsbeleuchtung auslesen könnte. Ähnlich wie bei der Stromverbrauchsmessung, dem sogenannten Metering, ließen sich Rückschlüsse auf die Anwesenheit der Bewohner ziehen. Einbrecher müssten dann nicht mehr auf die persönliche Ankündigung des Urlaubs in sozialen Netzwerken warten.

Gefährlich wird es allerdings laut Reger, wenn jemand in der Lage ist, alle diese „intelligenten“ Geräte aus der Ferne zu steuern. Während auf der Welt derzeit so an die 40 bis 50 Millionen Server installiert sind, wären es beim Internet der Dinge Milliarden von „Devices“ wie zum Beispiel die LED-Lampe, Wearables, Klimasteuerungen und anderes mehr.

Und alle Argumente, die man sich auf der einen Seite positiv zurechtlegen kann, bekommen auf der anderen Seite den Touch der Überwachung, und nicht zuletzt könnte jeder smarte IP-Gegenstand auch seine Nutzung beschränken. Die Anfänge sind gerade im KFZ-Versicherungsbereich zu beobachten.

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